
Nothing Headphone (a): Viel Kopfhörer, wenig Drama
Nothing hat mit dem Headphone (a) genau den Kopfhörer gebaut, den viele vermutlich schon beim ersten Over-Ear der Marke erwartet hatten. Weniger Premium-Show, weniger Preis-Schluckauf, dafür ein ziemlich rundes Paket aus kräftigem Sound, langer Akkulaufzeit, gutem ANC und dieser herrlich störrischen Nothing-Bedienung mit echten Tasten.
Der Headphone (a) ist unterhalb des Nothing Headphone (1) angesiedelt, fühlt sich aber nicht wie die billige Restekiste an. Er ist leichter als der große Bruder, kostet deutlich weniger und übernimmt trotzdem viele der Ideen, die Nothings ersten Over-Ear überhaupt interessant gemacht haben. Der Preis liegt aktuell bei 159 Euro,. Nothing nennt für das Modell unter anderem 40-mm-Treiber mit Titan-Beschichtung, LDAC, Hi-Res Audio Wireless, Bluetooth 5.4, IP52, adaptives ANC mit bis zu 40 dB sowie eine Akkulaufzeit von bis zu 135 Stunden ohne ANC. Mit ANC sind es laut Hersteller bis zu 75 Stunden. Das ist nicht „ordentlich“. Das ist ne ganz schöne Ansage.
Design: Typisch Nothing
Optisch bleibt Nothing sich treu. Der Headphone (a) sieht nicht aus wie der hundertste generische schwarze Bügelkopfhörer aus der OEM-Klitsche wirkt aber auch nicht ganz so polarisierend wie der Headphone (1). Die kantigen Ohrmuscheln bleiben, das transparente Marken-Ding blitzt durch, aber insgesamt ist das Modell tragbarer geworden. Im besten Sinn. Das Gehäuse setzt stärker auf Kunststoff, was in dieser Preisklasse logisch ist. Billig wirkt der Kopfhörer deshalb nicht. Eher pragmatisch. Die Verarbeitung macht einen sauberen Eindruck, die Scharniere wirken stabil genug, und das Gewicht von 310 Gramm ist okay, aber nicht federleicht. Man merkt den Kopfhörer auf dem Kopf.
Beim Tragekomfort leistet sich Nothing wenig Blödsinn. Die Polster liegen angenehm an, der Sitz ist sicher, und der Anpressdruck ist eher auf der festen Seite. Das ist gut, wenn man unterwegs ist oder ANC effektiv arbeiten soll. Wer empfindlich auf Druck reagiert, sollte aber vorher probetragen.
Bedienung: So macht man das
Die Steuerung ist eines der besten Argumente für den Headphone (a). Nothing bleibt bei physischen Bedienelementen. Roller, Paddle und Button wirken erst einmal wie eine Spielerei am Ohr, ist aber schnell drin. Lautstärke regeln, Songs wechseln, ANC-Modus ändern: Das geht präzise und ohne Touch-Gestreichel an der Ohrmuschel.
Gerade im Alltag ist das ein echter Vorteil. Mit Handschuhen, auf dem Weg zur Bahn, beim Kochen, im Büro, im halben Chaos zwischen Tasche, Handy und Kaffee: echte Tasten gewinnen. Immer. Nothing hat verstanden, dass Bedienung nicht modern sein muss, wenn sie dadurch schlechter wird.
In der Nothing-X-App assen sich EQ, ANC und weitere Funktionen sauber einstellen. Der 8-Band-Equalizer ist mehr als eine Spielerei. Wer den Klang etwas entschärfen oder stärker auf seinen Geschmack ziehen will, bekommt genug Kontrolle, ohne direkt in ein Audio-Nerd-Menü mit 47 Reglern abzurutschen.
Klang: Druckvoll, breit, spaßig
Der Nothing Headphone (a) klingt besser als man vermutet, lebendig und angenehm direkt. Er ist kein neutraler Studiokopfhörer und will auch keiner sein. Der Bass ist präsent, manchmal sogar zu viel für meinen Geschmaack, aber nicht stumpf. Beats drücken, Kickdrums haben Gewicht, elektronische Musik macht Laune, Pop klingt voll, Hip-Hop sowieso. Nothing hat den Kopfhörer klar auf Spaß abgestimmt. Die Mitten und Höhen verschwinden nicht völlig im Bassnebel. Stimmen bleiben verständlich, Gitarren haben genug Biss, und der Kopfhörer kippt nicht in dieses dumpfe „Hauptsache Wumms“-Profil, das günstige ANC-Kopfhörer gerne mal fahren. Er spielt breiter und offener als erwartet.
Ganz perfekt ist der Klang nicht. Bei sehr komplexen Stücken fehlt manchmal etwas Feindetail. Sounds kleben stellenweise enger zusammen, als sie müssten. Wer analytisch hören will, wird hier nicht komplett bedient. Wer unterwegs Musik hören will und dabei Energie, Druck und eine gute Bühne sucht, schon. Und genau dafür ist dieser Kopfhörer gebaut.
ANC: Stark genug für den Alltag
Das adaptive ANC macht einen guten Job. Tiefe, gleichmäßige Geräusche werden sauber reduziert. Bahn, Bus, Lüfter, Straßenrauschen, Bürobrummen: Das bekommt der Headphone (a) gut eingefangen. Nothing nennt bis zu 40 dB Geräuschunterdrückung, wobei solche Werte wie immer Laborwerte sind und im Alltag von Sitz, Umgebung und Ohrform abhängen. Trotzdem: Für die Preisklasse ist das ANC stark. Es ist nicht die absolute Oberklasse. Das muss man auch nicht schönreden. Stimmen, plötzliche Geräusche und hektische Umgebung kommen weiterhin durch. Aber der Kopfhörer schafft genau das, was er schaffen soll: Er macht den Alltag leiser. Nicht komplett weg. Aber angenehm gedämpft. Der Transparenzmodus ist schwächer. Er funktioniert, klingt aber nicht so natürlich, wie man es sich wünschen würde. Stimmen kommen durch, Umgebung auch, aber das Ganze wirkt etwas künstlich und flach. Für kurze Ansagen, den Bäcker oder den Büroflur reicht es. Freundlicher ist allerdings wenn ihr die Dinger abnehmnt,
Akku: Einfach absurd gut
Die Akkulaufzeit ist der Bereich, in dem der Headphone (a) richtig frech wird. Im meinem Test hab ich nicht wirklich die Zeit gestoppt, aber 60+ Stunden sind es garantiert. Ich hatte ihn über eine Woche bei der Arbeit auf und musste immer noch nicht laden. Das Schnellladen hab ich gar nichte gebraucht, mal hier ene Stunde angetöpselt und dann ging es weiter und weiter und weiter…. Der Headphone (a) ist da eher für einen Ultra-marathin ausgelegt als für einen Sprint.
Ausstattung: Fast alles drin, aber nicht alles
LDAC, Bluetooth 5.4, Multipoint, USB-C-Audio, 3,5-mm-Anschluss, App-EQ, räumliche Audiofunktionen, Fast Pair, IP52: Die Liste ist lang. Für 159 Euro ist das sehr ordentlich.
Trotzdem gibt es Kritik. Eine Trageerkennung fehlt. Nimmt man den Kopfhörer ab, pausiert die Musik nicht automatisch. Das ist in dieser Preisklasse nicht zwingend selbstverständlich, aber inzwischen so verbreitet, dass es auffällt. Auch ein richtiges Hardcase fehlt (mimimi(. Stattdessen gibt es einen Beutel. Nett gemeint, aber kein echter Schutz. Wer seinen Kopfhörer in eine Tasche mit Schlüssel, Powerbank und sonstigem Alltagsgeröll wirft, sollte sich lieber selbst um ein Case kümmern.
- AKKULAUFZEIT: Unsere Ingenieure haben zwei Hauptakkus für bis zu 135 Stunden Leistung verbaut – das entspricht mehr als fünf Tagen Wiedergabezeit. Ein Dual-Core-Chipsatz hält die KI-gesteuerte...
- SCHNELLLADEN: Erhalte 8 Stunden Wiedergabezeit in nur 5 Minuten. Und lade von null auf hundert in 2 Stunden.
- AKTIVE GERÄUSCHUNTERDRÜCKUNG (ANC): Mithilfe von KI, die duale Feedforward- und Feedback-Mikrofone steuert, blockieren drei Stufen der aktiven Geräuschunterdrückung jegliche Ablenkung. Der...
- AKKULAUFZEIT: Unsere Ingenieure haben zwei Hauptakkus für bis zu 135 Stunden Leistung verbaut – das entspricht mehr als fünf Tagen Wiedergabezeit. Ein Dual-Core-Chipsatz hält die KI-gesteuerte...
- SCHNELLLADEN: Erhalte 8 Stunden Wiedergabezeit in nur 5 Minuten. Und lade von null auf hundert in 2 Stunden.
- AKTIVE GERÄUSCHUNTERDRÜCKUNG (ANC): Mithilfe von KI, die duale Feedforward- und Feedback-Mikrofone steuert, blockieren drei Stufen der aktiven Geräuschunterdrückung jegliche Ablenkung. Der...
- AKKULAUFZEIT: Unsere Ingenieure haben zwei Hauptakkus für bis zu 135 Stunden Leistung verbaut – das entspricht mehr als fünf Tagen Wiedergabezeit. Ein Dual-Core-Chipsatz hält die KI-gesteuerte...
- SCHNELLLADEN: Erhalte 8 Stunden Wiedergabezeit in nur 5 Minuten. Und lade von null auf hundert in 2 Stunden.
- AKTIVE GERÄUSCHUNTERDRÜCKUNG (ANC): Mithilfe von KI, die duale Feedforward- und Feedback-Mikrofone steuert, blockieren drei Stufen der aktiven Geräuschunterdrückung jegliche Ablenkung. Der...
Mein Fazit
Der Nothing Headphone (a) ist kein perfekter Kopfhörer, aber ein verdammt starker. Klang, Akku, Bedienung, App und Preis passen fast gut zusammen. Die Kritikpunkte sind real: kein Hardcase, keine Trageerkennung, etwas kräftiger Sitz, Transparenzmodus nur mittel. Trotzdem bleibt am Ende ein Kopfhörer, der sich nunterm Strich gut anfühlt. Nothing liefert hier den besseren Alltags-Over-Ear der eigenen Marke. Nicht den edelsten. Nicht den feinsten. Aber den, den man wahrscheinlich am liebsten einfach benutzt.
Nothing Headphone (a)
Akkulaufzeit - 94%
Sound - 91%
Ausstattung - 87%
Preis - 90%
91%
Nothing liefert hier den besseren Alltags-Over-Ear der eigenen Marke. Nicht den edelsten. Nicht den feinsten. Aber den, den man wahrscheinlich am liebsten einfach benutzt.
Bei den hier angezeigten Produkten handelt es sich um Affiliate Links, bei einem Kauf unterstützt ihr meine Arbeit. Letzte Aktualisierung 25.05.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API. Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen.
In diesem Artikel können Partnerlinks enthalten sein. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.