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OMEN by HP – neues Gaming Line-up vorgestellt

Am 06. Juni 2017 stellte HP in Berlin das neue Gaming Line-up aus der OMEN-Reihe vor. Im schummerigen Ambiente der alten Malzfabrik in Schöneberg warteten nicht nur komplett neu designte Gaming-Notebooks und -Desktops darauf betrachtet, begrabbelt und bestaunt zu werden – mit dem Compact Desktop und dem OMEN Accelerator und einigem Zubehör gab es auch ein paar Überraschungen.

Der Laptop: OMEN by HP 17 und 15

Eins gleich vorneweg: Ein Redesign von HPs Gaming Laptops war dringend notwendig. Die vorherige Generation OMEN-Notebooks sah nämlich ziemlich wild zusammengeschustert aus und erinnerte an einen pupsnormalen Business-Laptop, dem man eben fix ein neues Logo sowie eine rot beleuchtete Tastatur übergeholfen hatte. Dies ist nun Vergangenheit, denn die OMEN-Neuauflage sieht nun aus wie ein Gaming-Notebook heutzutage eben aussieht: Schwarz & Rot, Kantig & Böse.

OMEN Laptop Kühlung

Viel wert, sagten die Herren von HP, wurde auf die Verbesserung der Kühlleistung gelegt. Entsprechend erinnern die Luftein- und Auslässe auch an die Jet-Intakes und Düsen moderner Kampfjets. Ob der neue OMEN by HP unter Last auch ähnliche Betriebsgeräusche wie eine abhebende F-117 von sich gibt, konnte ich ob des in der Halle herrschenden Geräuschpegels indes nicht beurteilen. Was ich jedoch sofort toll fand, war die Ansage, die Geräte leicht wart- und aufrüstbar zu halten. Entsprechend verstecken sich RAM, SSD und HDD unter einer einfach zu erreichenden Klappe. Prima. So muss das.

Auf Wunsch baut HP ein 4k-Display mit 60 Hz. in die Kiste ein und zwei weitere 4k-Displays sollen sich über HDMI und Display-Port anschließen lassen. All die Auflösung benötigt eine Menge Power und hier kommen wir bereits zum ersten (und für mich größten) Wehmutstropfen: Die dickste Grafikkarte wird wie bisher die GeForce GTX 1070 darstellen – und das auch nur in der 17″-Variante. Im 15-Zoller müsst ihr euch gar mit einer 1060 begnügen. Auf meine Frage, ob die GTX 1080 noch nachgereicht würde, gab es leider keine verbindlichen Infos, aber ich hoffe einfach mal auf die Gamescom.

Auch das Keyboard wurde neu entworfen. Neben farblich akzentuierten WSAD-Tasten und der obligatorisch-roten Tastaturbeleuchtung spendierte uns HP außerdem noch sechs frei konfigurierte Makro-Tasten am linken Rand. 26-Key-Rollover und Anti-Ghosting sind Standard heutzutage und selbstverständlich vorhanden. Haptisch machte der 17″ OMEN Laptop, mit dem ich herumspielen durfte, einen wertigen und durchdachten Eindruck. Das Design ist natürlich Geschmackssache, aber Gamer werden sicher drauf stehen.

Bis auf die, wie oben erwähnt, fehlende 1080 lassen die Specs des neuen OMEN-Notebooks kaum Wünsche offen:

  • „Kaby Lake“ Intel-CPUs bis hoch zum Core-i7 7700HQ mit 4x 2,8 GHz und Hyper-Threading
  • bis zu 32 GB RAM beim 17-Zoller bzw. 16 GB beim 15″-Gerät
  • 4k-Display mit 60 Hz bzw. Full HD-Display mit 120 Hz
  • Bis zu 1 TB HDD und 512 GB NVMe-SSD
  • Ports: 3x USB 3.0, 1x USB 3.1 Type-C (Thunderbolt, Power Delivery, DisplayPort), HDMI, RJ45, Mini DisplayPort
  • DTS Headphone:X-zertifizierter Kopfhörerausgang
  • Optisches Laufwerk

Der OMEN by HP Laptop wird Mitte Juli erscheinen. Preislich geht’s los bei 999 € für den 15-Zoller bzw. 1.199 € für die 17″-Variante.

Der Standrechner: OMEN by HP Desktop PC

Auch der OMEN Desktop wurde einer Frischzellenkur unterzogen und kommt nun in der selben Designsprache daher, wie die neuen Laptops. Auch hier hat HP sich ganz dem Mantra der Easy Maintenance verschrieben, denn nicht nur können alle Komponenten ohne den Einsatz von Werkzeugen erreicht werden, unter einer Klappe finden sich außerdem zwei steckbare 3,5″ Laufwerk-Trays, die es enorm erleichtern, dem guten Stück mehr Speicher zu verpassen. Ähnliches kennt man bereits vom großen Bruder OMEN X.

Wenn ihr möchtet, könnt ihr den OMEN Desktop mit dicken „Kaby Lake“ Core-i5 bzw. Core-i7 CPUs ordern, selbstverständlich übertaktbar, oder aber, und das ist neu, mit AMDs neuen Ryzen-Prozessoren bis hin zum R7-Achtkerner mit 16 Threads ausstatten. Der Rest der Specs ist erste Sahne, und etwas anderes darf man in diesem Segment auch nicht erwarten.

  • NVIDIA-Grafik bis hin zu 2x GTX 1080 im SLI-Verbund
  • AMD-Grafik bis hoch zu Dual RX 480/580 bzw. einzelner Vega 10
  • Bis zu 32 GB RAM mit Unterstützung für Intel XMP
  • Optionale Wasserkühlung
  • Diverse NVMe- und Dual HDD-Combos
  • DTS Headphone:X-zertifizierter Kopfhörerausgang

OMEN Compact Desktop

Virtual Reality – seit vielen Jahren ein Thema und bisher nicht durchgestartet. In ungewohntem Unisono jedoch beteuern derzeit sowohl die PC-Hersteller, als auch die Chip-Manufaktoren, als auch die Software-Schmieden, dass es nun soweit sei und VR, AR, MR und WasWeißIchR endlich hier wären. Und in der Tat gibt es mittlerweile etliche Anzeige-Lösungen, die totale Immersion in virtuelle Welten verheißen: Occulus Rift, Microsoft HoloLens, Google Daydream, Samsung Galaxy Gear VR, HTC Vive oder PlayStation VR um nur einige zu nennen.

Eine Sache haben all die schicken Brillen, Controller und Displays allerdings gemein: Kabel. Kabel, die sich quer durchs reale Zimmer ziehen und, im wahrsten Sinne des Wortes, Fallstricke auf dem Weg zum ungestörten VR-Spaziergang darstellen. Und diesem Störfaktor hat HP sich nun angenommen und den OMEN X Compact Desktop vorgerstellt.

Dabei handelt es sich um einen sehr schlanken und leichten PC mit Core i7 und, GTX 1080 sei Dank, ordentlich Rechen- und Grafik-Wumms, den ihr auf Knopfdruck aus seinem Dock befreien und auf den Rücken schnallen könnt. Das Ding läuft nämlich mit Batterien. Ein Set, bestehend aus zwei Akkus á 73 Wattstunden, soll etwa eine Stunde halten. Das klingt erst einmal nicht nach sonderlich viel Puste, gerade wenn man die übliche „Bis zu …“-Rhetorik zu deuten weiß. Doch erstens ist VR-Gaming mit vollem Körpereinsatz ungleich anstrengender als die sonst übliche Heldenpose auf dem Spielestuhl und zweitens denkt HP mit und legt dem Compact Desktop gleich noch ein zweites Paar Akkus bei, die sich obendrein noch im laufenden Betrieb wechseln lassen.

So entfesselt hindert euch nichts mehr daran, kabellos und unbeschwert den virtuellen Raum zu erkunden, bis dem Rechner (oder euch) die Puste ausgeht oder die fiese Zimmerwand eurem Ausflug ein jähes Ende bereitet.

Technische Daten:

  • Core i7-7820HK (4x 2,9 Ghz mit Hyper-Threading), übertaktbar
  • NVIDIA GeForce GTX 1080 Grafik
  • 16 GB RAM
  • 512 GB NVMe-SSD
  • 4x USB 3.0 Type A und 1x USB 3.0 Type C
  • HDMI, DisplayPort
  • Abmessungen: 317 x 212 x 57 mm
  • Gewicht: Weniger als 4 kg mit Batterien

Der OMEN X Compact Desktop soll Anfang August erscheinen, bei einer UVP von 3.299 €.

OMEN Accelerator

Nicht jeder hat einen fetten Gaming-Boliden zuhause und nicht jeder möchte einen schweren Spielelaptop täglich mit sich herumtragen. Mit dem OMEN Accelerator hat HP nun ein Gerät vorgestellt, mit dessen Hilfe ihr behäbigen Notebooks ordentlich Beine machen könnt. Im Grunde handelt es sich beim Accelerator um ein Gehäuse für eine externe Grafikkarte, die sich auf viele unterschiedliche Weisen an euren Rechner anschließen lässt.

Neben 4 USB 3.0 Type A-Buchsen wartet das Teil mit einem Thunderbolt-zertifizierten USB 3.1 Type-C sowie mit einem RJ-45 Netzwerk-Port auf. Im Innern des OMEN Accelerators werkelt ein 500W-Netzteil, das es euch ermöglicht, eine Grafikkarte mit bis zu 300W Leistung anzuklemmen, was für eine übertaktete GTX 1080 locker ausreichen sollte. Außerdem bietet euch das Teil einen internen 2.5″-Tray, falls ihr noch eine weitere SSD benötigen solltet.

Der OMEN Accelerator wird ab Mitte Juli erhältlich sein und als Leergehäuse 299€ kosten.

Selbstverständlich hört HPs OMEN Gaming-Lineup hier nicht auf. Es wurden noch neue Monitore, Headsets, Mauspads, ein neues Keyboard und eine neue Maus vorgestellt. Jene konnte ich jedoch mangels Zeit nicht mehr genauer unter die Lupe nehmen. Dies werden wir aber sicher in einem ausführlichen Test nachholen.

Was sagt ihr zur neuen OMEN-Reihe von HP? Hinein mit eurer Meinung in die Kommentare!

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Andy

Nerd, Geek, SciFi-Fan, Rollenspieler, Gamer. Beruflich schreibe ich seit 2011 Dinge ins Internet – seit 2017 als Redakteur und Community Manager bei notebooksbilliger.de. Erste Computer-Gehversuche ca. 1985 auf einem C64.

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