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Trojaner möchte, dass ihr PUBG spielt

Im Netz ist zurzeit ein Erpressungstrojaner der etwas anderen Art unterwegs. Anstatt wie üblich Geld oder Bitcoins zu verlangen, sollen die jeweiligen Nutzer der PCs allerdings nur Playerunknown’s Battlegrounds zocken.

Es mag wohl daran liegen, dass Erpressungstrojaner mittlerweile keine Rocket Science mehr darstellen und insbesondere mit Fertigbausätzen aus windigen Untergrundforen schnell zusammengebaut sind. Anders lässt es sich jedenfalls nicht erklären, dass immer mehr fragwürdige Ransomware in den weiten des Internets umherirrt und unaufmerksamen Nutzern komische „Aufgaben“ auferlegt.

Die neueste Kreation verschlüsselt die Daten des Opfers, bis dieses eine Runde Playerunknown’s Battlegrounds (besser bekannt als PUBG) startet. Bei über 30 Millionen verkauften Exemplaren ist es also gar nicht so unwahrscheinlich, dass der Battle Royal-Shooter auf dem jeweiligen PC installiert ist.

Werden mittlerweile nicht mehr nur im Spiel schnell ins Visier genommen: ungeschützte PUBG-Spieler

Natürlich gibt es auch noch andere Mittel und Wege, um den sehr einfach gehaltenen Trojaner auszutricksen, auch wenn man kein PUBG-Spieler ist. Ihr könnt bspw. alternativ einfach eine EXE-Datei in „TslGame.exe“ umbenennen und diese anschließend ausführen. Der Trojaner sucht angeblich nur nach Prozessen mit diesem Namen und geht bei einem Fund automatisch davon aus, dass es auch das tatsächliche Spiel ist. Noch einfacher ist es, einfach den Entschlüsselungscode „s2acxx56a2sae5fjh5k2gb5s2e“ ins Trojaner-Fenster einzugeben, da der Entwickler der Malware diesen rücksichtsvollerweise gleich mitliefert.

Möchte der Entwickler des Trojaners der (bedingt durch den Erfolg des Wettbewerbers Fortnite) letztlich strauchelnden Popularität des Spiels zur Hilfe eilen? Das ist leider nicht bekannt. Wirklich gefährlich ist der Trojaner jedenfalls nicht, trotzdem solltet ihr die Sicherheitseinstellungen und Antiviren-Software eures PCs checken, wenn ihr von der Malware betroffen seid. Die nächste Ransomware ist möglicherweise nicht so nachsichtig.

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