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Karfreitag: Warum in Deutschland hunderte Filme nicht öffentlich gezeigt werden dürfen

Steinigt die Schwarzseher !

Der Hintergrund ist kein generelles Filmverbot, sondern der Schutz sogenannter stiller Feiertage. Karfreitag gilt in Deutschland als besonders ernster, religiös geprägter Tag. Deshalb dürfen öffentlich, etwa im Kino, nur Filme laufen, die diesem Charakter nicht widersprechen. Die FSK prüft dafür neben der Altersfreigabe auf Antrag auch eine Feiertagsfreigabe. Wichtig dabei: Das betrifft öffentliche Vorführungen, nicht das Streaming zu Hause, nicht das Fernsehen und auch nicht den Verkauf von Filmen.

Warum Karfreitag für Kinos ein Sonderfall ist

Jedes Jahr taucht kurz vor Ostern dieselbe Debatte wieder auf: Rund 700 Filme gelten als nicht feiertagsfrei und dürfen an Karfreitag nicht öffentlich gezeigt werden. Die Regelung wirkt heute für viele aus der Zeit gefallen, weil sie vor allem das Kino betrifft, während Zuschauer dieselben Filme privat problemlos streamen oder auf Disc schauen können.

Die Liste ist ein Relikt aus einer anderen Medienzeit

Die Feiertagsfreigabe gibt es seit 1952. Laut FSK war die Praxis in früheren Jahrzehnten deutlich strenger. In den 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahren bekam noch mehr als die Hälfte der geprüften Kinofilme keine Feiertagsfreigabe. Heute ist das nur noch selten der Fall.

Zehn bekannte Filme, die immer wieder in diesem Zusammenhang genannt werden

Bei den oft zitierten Beispielen zeigt sich schnell, warum das Thema jedes Jahr erneut Wellen schlägt. Auf der Liste stehen nicht nur Splatter- oder Erotikfilme, sondern auch viele bekannte Kultfilme und Mainstream-Titel. Dazu zählen unter anderem:

  • Das Leben des Brian
  • Ghostbusters – Die Geisterjäger
  • Mad Max
  • Jackass: The Movie
  • Terminator
  • Police Academy
  • Top Gun
  • The Rocky Horror Picture Show
  • Caligula
  • Freitag der 13.

Wie häufig erhalten Filme keine Feiertagsfreigabe?

Im Jahr 2025 erhielt von insgesamt 659 geprüften Kinofilmen ein Film keine Feiertagsfreigabe. 2024 waren es 3 von 633. In den Jahren 2021 bis 2023 erhielten insgesamt 5 Kinofilme keine Feiertagsfreigabe. Die Spruchpraxis in Bezug auf die Feiertagsfreigabe hat sich im Laufe der Zeit erheblich gewandelt. Wurde in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren über die Hälfte aller Kinospielfilme “nicht feiertagsfrei” gegeben, sank der Prozentsatz kontinuierlich auf 33,1 % in den 1980er und 3,8 % in den 1990er Jahren. Ab 2000 lag der Anteil der Kinospielfilme ohne Feiertagsfreigabe bei 1% und darunter.

Quelle: FSK / SPIO Statistik und Marktforschung

Eine komplette Liste der Filme findet ihr hier.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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