Gaming

Was ist „PRAGMATA“ – Capcoms Experiment oder Hacker-Shooter?

Ein Erklärungsversuch.

Capcoms neuester Streich „PRAGMATA“ wirkt zunächst wie ein klassischer Third-Person-Shooter, schlägt aber schnell eine andere Richtung ein. Die Mischung aus Action und taktischen Eingriffen sorgt dafür, dass man sich nicht einfach durch Gegnerhorden schießt, sondern ständig zwischen Reaktion und Planung pendelt. Im Mittelpunkt steht der Astronaut Hugh, der auf einer verlassenen Mondstation ums Überleben kämpft – begleitet von Diana, einem Androiden mit kindlicher Erscheinung, der weit mehr ist als bloße Begleitfigur. Wir versuchen das eigenwillige Gameplay zu erklären.

Es war 2020 als PRAGMATA durchaus mysteriös wie nebulös vorgestellt wurde. Dass es nochmal ganze sechs Jahre dauern wird, dazwischen sehr viel Schweigen von Capcom einherkommt, hätte ich damals zumindest kaum erwartet. In Zeiten von durchgestylten AAA-Titeln möchte Capcom das starre Korsett aufbrechen – mit frischen Ideen im Shooter-Segment. Im Vordergrund steht ein ungleiches Duo. Das Zusammenspiel der beiden prägt unser komplettes Spielgefühl besser gesagt das Gameplay. Während Hugh für Bewegung und Waffen zuständig ist, greift Diana parallel in Systeme ein, manipuliert Gegner und/oder öffnet neue Wege. In der Praxis bedeutet das: Kämpfe entfalten ihren Reiz erst dann vollständig, wenn beide Ebenen gleichzeitig genutzt werden. Gegner werden nicht einfach besiegt, sondern zunächst „aufgebrochen“, indem ihre Verteidigung durch kleine Hack-Sequenzen geschwächt wird. Dieses gleichzeitige Agieren erzeugt eine eigene Spannung, weil man gedanklich ständig zwischen zwei Aufgabenfeldern wechselt.

Genau darin liegt auch der Reiz – und die Hürde. Wer sich darauf einlässt, erlebt ein Kampfsystem, das ungewohnt fordernd ist und einen eigenen Rhythmus entwickelt. Es fühlt sich weniger nach klassischem Shooter an, sondern eher nach einem experimentellen Hybrid, der Reaktionsvermögen und Überblick gleichermaßen verlangt. Gleichzeitig kann diese Doppelbelastung auch überfordern, gerade in hektischeren Situationen, in denen Timing entscheidend wird.

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Die Geschichte bewegt sich in vertrautem Sci-Fi-Terrain: Eine außer Kontrolle geratene KI hat eine Mondbasis übernommen, während im Hintergrund größere Fragen zu Technologie und Kontrolle mitschwingen. Wirklich getragen wird das Ganze jedoch von der Beziehung zwischen Hugh und Diana. Zwischen den beiden entwickelt sich eine interessante Dynamik, die dem eher kühlen Setting etwas wohltuend Menschliches verleiht. Diese Verbindung wirkt stellenweise stärker als die eigentliche Handlung, die sich oft an bekannten Mustern orientiert.

Optisch setzt Capcom auf die potente RE Engine, die sterile Forschungsanlagen ebenso überzeugend darstellt wie abstraktere, KI-geprägte Umgebungen. Siehe „Resident Evil: Requiem“. Die Spielwelt wirkt dabei bewusst isoliert und unterstreicht das Gefühl, auf sich allein gestellt zu sein.

Pragmata - [Playstation 5]
  • Charakter-Kooperation: Wechsel zwischen Hugh und Diana; Hugh kämpft und nutzt ein Jetpack, während Diana Systeme hackt, um Feinde zu deaktivieren und Schwachstellen zu offenbaren.
  • Innovatives Hacking: Diana hackt Gegner und Systeme über ein Echtzeit-Gitterfeld, was in die Schusswechsel integriert ist und taktische Tiefe bietet.
  • Arsenal: Hugh nutzt verschiedene Schusswaffen (MG, Schrotflinte, Stasiskanone), Munition ist jedoch begrenzt.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann aktuell eine kostenlose Demo ausprobieren, die in den digitalen Stores (Xbox Marketplace, PS Store, e-Shop, Steam) verfügbar ist und einen kompakten Einblick in die zentralen Mechaniken bietet.

Unsere ausführliche Einordnung zu „PRAGMATA“ folgt in Kürze in der techkrams-Review.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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