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Blade Runner 2099: Prime Video enthüllt Premierenteaser auf Comic-Con

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Die San Diego Comic-Con hält wie immer viele Neuigkeiten bereit. Mit von der Partie  war auch Amazon Prime Video, welche bei ihrem Panel am Freitag den ersten Teaser zu Blade Runner 2099 gezeigt und auch gleich ein Veröffentlichungsdatum hinterher geschoben haben. Die acht Episoden der Serie sollen am 25. November 2026 gleichzeitig veröffentlicht werden.

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Eigenständige Story mit Verknüpfungen zu Altbekanntem

Die Serie soll dem Franchise nicht als direkte Fortsetzung dienen, sondern eher als eigenständiges Werk. Produzent Andrew Kosove sagte im Comic-Con Panel aber auch, dass Zuschauer:innen „Verbindungen zu den Ursprungswerken in Form von Charakteren und Storylines sehen werden“ (frei übersetzt aus dem Originaltext). Im gleichen Zug betonte er, dass die Serie so aufgebaut ist, dass auch jemand der nicht tief in der Materie verwurzelt ist, die Story schnell aufnehmen und verstehen können soll.
Wie der Name schon erraten lässt, spielt die Geschichte der Serie 50 Jahre nach dem 2017 erschienenen Film Blade Runner 2049 von Denis Villeneuve (unsere damalige Kritik dazu findet ihr). In dieser Zeit zwischen den beiden Werken fand ein Krieg statt. Die Menschen haben diesen verloren und sind jetzt „Bürger zweiter Klasse„, während die Replikanten, künstlich hergestellte Menschen welche äußerlich kaum unterscheidbar sind, nun in der Machtposition sind. Die einstigen Schöpfer sind nun die Unterdrückten. In der offiziellen Prämisse zu der Serie heißt es „Los Angeles wurde neu geschaffen, nur nicht von der Menschheit.“ (frei übersetzt aus Originaltext)

© Clay Enos/Prime Video

Im Zentrum steht eine ungleiche Allianz

Hauptfokus der Serie sollen zwei Frauen werden, welche auf gänzlich unterschiedlichen Seiten stehen, aber zusammenarbeiten müssen. Auf der einen Seite steht eine menschliche Flüchtlingsfrau namens Cora, gespielt von Hunter Schafer (zuletzt bekannt aus Euphoria), welche in ihrer verzweifelten Lage die Identität einer Blade Runnerin annimmt. Diese trifft auf eine sich in ihren letzten Tagen befindliche Replikantin namens Olwen, gespielt von Michelle Yeoh (bekannt aus zuletzt Star Trek: Sektion 31). Gemeinsam jagen sie eine entflohene Person, die ein Geheimnis verbirgt, welches „die zerbrechliche Stadt zum Einsturz bringen könnte“ (frei übersetzt aus dem Originaltext).

Visuelle Ästhetik: Zurück zum Ursprung, mit neuem Twist

Showrunnerin Silka Luisa sagte „2019 war dunkel und regnerisch. 2049 war kalt und verschneit“. Da sich die aktuelle Serie im Jahr 2099 in der Neugeburtsphase der Stadt befindet, wollte man hier auf einen „Sunshine Noir“ Look hinarbeiten, der sich durch „hartes Sonnenlicht und dunkle Schatten“ auszeichnet, aber trotzdem die bekannten Neontöne enthält. In einem früheren Interview mit Variety hat Tom Burke, eine weiterer Schauspieler aus der Serie gesagt, „die Ästhetik ist viel näher an dem ersten, als an der von dem zweiten Film dran“ (frei übersetzt aus Originaltext). Dies könnte durchaus gelingen, denn einer der Executive Producer von Blade Runner 2099 ist niemand anderes als Ridley Scott, welcher schon verantwortlich für den Klassiker aus 1982 war.

Das Team hinter der Produktion

Nachdem Amazon das Projekt erstmal 2022 angekündigt hat, kann es nun nach fünfjähriger Entwicklungszeit also endlich dem Publikum präsentiert werden. Die Serienproduktion liegt bei Alcon Entertainment, den Inhabern der Blade Runner – IP. Neben den bereits erwähnten weiteren Verantwortlichen mit Luisa und Kosove, ist bereits bekannt, dass Jonathan van Tulleken (bekannt zuletzt für Shōgun) als Regisseur für die ersten beiden Folgen mit dabei sein wird.
Zum Cast gehören als wiederkehrende Gaststars unter anderem Dimitri Abold (zuletzt bekannt aus The Hunger Games: The Ballad of Songbirds & Snakes), Matthew Needham (zuletzt bekannt aus House of the Dragon), Sheila Atim (zuletzt bekannt aus The Woman King), Tom Burke (zuletzt bekannt aus Furiosa), Lewis Gribben (zuletzt bekannt aus Somewhere Boy) und Daniel Rigby (zuletzt bekannt aus Renegade Nell).

Blade Runner 2099 logo
© Prime Video

Der erste Teaser zu Blade Runner 2099 schafft es auf jeden Fall, die bekannte dystopische Stimmung der Blade Runner-Franchise zu vermitteln. Mit einer interessanten Prämisse zur richtigen Zeit – vor allem auf der Meta-Ebene – könnte die Serie genau deshalb zum potenziellen Erfolg werden.
Wir stehen aktuell an einem Punkt an dem es immer mehr darum geht, was Künstliche Intelligenz aktuell noch vom „Menschsein“ unterscheidet. Immer mehr verschwimmen die Grenzen zwischen dem vom Menschen erschaffenen Gut und synthetisch hergestellten Dingen. Sei es im Alltag mit Flyern oder Plakaten die mehr und mehr von KI erstellt werden oder auch KI-Texten und KI-Musik, die eine ernstzunehmende Konkurrenz für Musikkonzerne darstellen, wie in unserem zuletzt erschienenen Artikel des „Kampfes“ von KI gegen die Kreativen beschrieben.
Mit dem Namen von Ridley Scott im Vordergrund, einem soliden Cast und einer Kombination aus „Neugeburt“ und einer bereits bekannten Welt, könnten sowohl alte Fans zufriedengestellt, als auch neue Zuschauer:innen gewonnen werden. Der entscheidende Test wird sein, ob die Serie das hohe philosophische Niveau der Vorgänger halten kann, während sie den Spagat zwischen Respekt vor dem Erbe und notwendiger Innovation meistert.
Der erste Trailer und die bereits bekannten Details lassen sich für mich als „Wagnis mit Potenzial“ zusammenfassen. Egal wie, wird Blade Runner 2099 vermutlich eines der meistbeachteten Streaming-Releases zum Jahresende werden.

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Denny Lo Giudice

Hi, ich bin der Neue! 90-er Kind, gebürtig aus dem Saarland, seit 2021 im Rhein-Neckar-Kreis heimisch. Ich würde mich seit Kindesalter als "sportlichen Nerd" bezeichnen. Ich war entweder in der Sporthalle unterwegs oder vor sämtlichen Bildschirmen zu finden, angefangen mit dem OG Game Boy.

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