
Call of Duty: Modern Warfare 4 Beta – Hat das Zeug zur besten Kampagne seit Jahren
Zwischen inhaltlichem Aufbruch und technischen Komplikationen
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So sicher wie das Amen in der Kirche: Activision präsentiert auch in diesem Jahr einen neuen Hauptteil der „Call of Duty„-Serie. Damit läuft aktuell auch die Beta zu Call of Duty: Modern Warfare 4 und gibt Spieler:innen auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series erstmals einen konkreten Eindruck vom diesjährigen Ableger, während die Nintendo Switch 2 erst zum zweiten Wochenende dazustößt. Gleichzeitig zeigt sich schon jetzt, dass nicht alles rund läuft – gerade technisch gibt es noch Baustellen. Inhaltlich fällt die Beta dennoch umfangreich aus und bietet neben Multiplayer auch erste Einblicke in die Kampagne. Unser Fazit zur Beta.
Ich traute meinen leicht schlaftrunkenen Augen kaum – in der Beta eines „Call of Duty“-Serienteils verbarg sich nicht nur rasante Multiplayer-Action, nein, sogar eine komplette Storykampagnen-Mission ganz ohne störenden Online-Anteil. Dazu später mehr – Ursprungsstudio Infinity Ward setzt sichtbar auf klassische Tugenden der Reihe, kombiniert mit einigen spürbaren Anpassungen am Spielgefühl und der Benutzerführung. Besonders auffällig ist, wie stark die Entwickler:innen an Übersichtlichkeit und Tempo arbeiten, nachdem die letzten Teile hier teils für arge Kritik sorgten.
Der Zugang zur Testphase ist gestaffelt: Das erste Beta-Wochenende läuft im Early Access vom 21. August ab 20:00 Uhr bis zum 25. August zur gleichen Zeit und ist an eine Vorbestellung, Discord Nitro oder verteilte Codes etwa über Twitch gekoppelt. Eine Woche später folgt die offene Beta vom 28. August, 19:00 Uhr, bis zum 1. September, ebenfalls 19:00 Uhr, dann ohne Zugangsbeschränkung. Vorab-Downloads starten jeweils am Donnerstag davor. Wer sich vorab Zugriff sichern will, zahlt den regulären Kaufpreis für die Vollversion – zusätzliche Kosten für die Beta selbst fallen nicht an.
Inhaltlich liefert die Beta eine solide Auswahl klassischer Modi wie Team Deathmatch, Domination, Hardpoint oder Search & Destroy, ergänzt durch Varianten wie Kill Confirmed und Kill Block im 10v10-Format – manche davon rotieren in Intervallen. Gespielt wird auf Karten wie Rooftops, Silkworm, Transit 213 und Cachette, die ganz unterschiedliche Spielstile fördern. Gerade der eng geschnittene Reisebus-Friedhof „Transit 213“ könnte sich zur brachialen Kultmap á la Nuketown mausern. So lebt die verträumt französisch angehauchte „Cachette„-Map dank ihres landwirtschaftlichen Charmes von horizontalen Ebenen wie einem urigen Bauernhaus samt holziger Scheune, in der zwei längere Gänge oberhalb für äußerst schnelle Manöver sorgen.
Unterschiedliche Map-Stile
„Rooftops“ hingegen setzt auf vertikale Dächer-Szenarien in New York und sorgt mit schnellen Laufwegen und engen Duellen für echte Adrenalinschübe. Wobei ich persönlich nach ein paar Monaten „CoD“-Abstinenz etwas Zeit brauchte, um wieder in den typischen Flow des Activision-Shooters zu kommen – die mittlerweile sehr agilen Online-Spieler:innen in der Beta machen es einem nicht gerade leicht. Dennoch war Dranbleiben Pflicht und lohnte sich. Ich spielte bis Rang 20, was das Maximum darstellt, und levelte mein M4 bis Stufe 25. Gewohnt nervig: Ihr müsst mit vorgegebenen Setups bis Rang 4 spielen, um den Klasseneditor freizuschalten und eigene Waffenkonfigurationen zu erstellen.
Wie schon angekündigt, ist parallel mit „Im Graben“ bereits eine erste Mission der kommenden Storykampagne spielbar, die den Ton klar vorgibt: moderner Militäreinsatz, enge Gefechte und ein Fokus auf taktische Entscheidungen unter Zeitdruck. Man merkt, dass Infinity Ward auf das Feedback der Community gehört und spürbar am Look & Feel gearbeitet hat. Die inszenatorisch abwechslungsreiche Mission lässt zumindest vermuten, dass uns bei gleichbleibender oder sogar noch besserer Qualität eine der stärkeren Kampagnen der letzten Jahre erwartet. Das liegt auch am wieder ernsteren Ton: Endlich sind wir wieder Teil einer Einheit im direkten Kampfgeschehen und nicht irgendeiner mysteriösen Spezialeinheit mit fragwürdigen Aufträgen.
Mehr inhaltliche Ernsthaftigkeit
Der zuletzt veröffentlichte Hauptteil „Black Ops 7“ verzettelte sich spielerisch mit überladenem Koop-Gameplay und einer selbst für CoD-Verhältnisse sehr abgehobenen Story. In MW4 rückt stattdessen wieder klassisches Kriegsgeschehen in den Fokus – mit atmosphärischen Passagen durch Frontgräben und sogar einem fast schon altmodischen Panzer-Abschnitt. Mitsamt kleinerer Trial-and-Error-Momente, für die die Serie früher durchaus bekannt war. Eine gute halbe Stunde kämpfte ich mich durch Südkorea zu einem schwer bewachten AKW, um eine Kernschmelze zu verhindern – inklusive Tauchgang und Flucht durch ein einstürzendes Gebäude mit einem neuen, bislang aber noch recht rudimentären Klettersystem.
Beim Fortschritt bleibt die Beta strikt getrennt vom Hauptspiel, kosmetische Belohnungen lassen sich jedoch freischalten und später übernehmen. Dazu gehören Embleme, Sticker oder ein Operator-Skin, die an bestimmte Level gebunden sind. Spielerisch kommt die Rückkehr eines klassischeren Perk-Systems gut an, ebenso die überarbeitete Menüführung, die deutlich strukturierter wirkt als in den direkten Vorgängern. Ebenfalls kommen mit Killstreaks freischaltbare Gadgets wie automatisierte Drohnen oder Artillerie zurück welche mal mehr oder weniger für explosiven Krach auf der Map sorgen. Beispielsweise ist das Waffenmenü nun optisch aufgeräumter, Aufsätze lassen sich per Tastendruck direkt anbringen und eine kleine Vergleichstabelle zeigt die wichtigsten Werte übersichtlich an. Geht doch!
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Weniger positiv fallen aktuell technische Probleme ins Gewicht. Besonders das Spawn-System sorgt für Frust, da Gegner teils direkt hinter oder neben der eigenen Figur erscheinen. Auch Reaktionszeiten nach Treffern wirken teilweise eingeschränkt. Auf Xbox trat zudem kurzzeitig ein Disc-Read-Error auf, der inzwischen behoben wurde. Genau für solche Fälle gibt es eine Beta – allerdings war gerade am gestrigen Samstagabend der Multiplayer wegen sekundenlanger Latenzen und Freezes kaum spielbar. Am heutigen Sonntagmittag war dieses Problem dank eines Updates weitgehend behoben. Trotz genannter Schwächen deutet vieles darauf hin, dass Modern Warfare 4 spielerisch wieder stärker zu seinen Wurzeln zurückfindet.
Call of Duty: Modern Warfare 4 erscheint am 23. Oktober 2026 und kommt für PC (Steam und Battle.net) sowie für PlayStation 5, Xbox Series X/S und Nintendo Switch 2.
Call of Duty: Modern Warfare 4 | Plattform: PC, PS5, Xbox Series, Nintendo Switch 2 | Release: 2026 | Publisher: Activision.
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