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Blaupunkt will das klassische Babyfon nicht mit noch mehr Kameras, Mikrofonen und Cloud-Gedöns aufrüsten, sondern geht beim BodyTag einen anderen Weg. Der kleine Sensor wird direkt an der Windel befestigt und überwacht dort unter anderem Herzfrequenz, Blutsauerstoff und Temperatur. Die Messwerte landen per Bluetooth auf dem Smartphone, eine WLAN-Kamera oder ein kostenpflichtiges Abo braucht es nicht. Gedacht ist der BodyTag vor allem für Babys und Kleinkinder im Alter von 0 bis 18 Monaten beziehungsweise mit einem Gewicht zwischen 2,5 und 13,5 Kilogramm. Blaupunkt sieht den Sensor allerdings nicht als medizinisches Gerät. Er soll Eltern zusätzliche Informationen liefern, ersetzt aber ausdrücklich keine medizinische Überwachung oder ärztliche Diagnose.
Vitalwerte direkt an der Windel
Der runde Sensor misst laut Hersteller Herzfrequenz, Herzratenvariabilität (HRV), Blutsauerstoff und Temperatur. Zusätzlich berechnet die zugehörige App einen Stresswert. Werden zuvor festgelegte Grenzwerte überschritten, kann das Smartphone eine Warnung ausgeben.
Mit 31,8 Millimetern Durchmesser und 5,3 Millimetern Höhe fällt der BodyTag ziemlich klein aus. Der Sensor selbst wiegt 4,4 Gramm, zusammen mit dem BPA-freien Silikonclip sind es 16 Gramm. Befestigt wird er bei Babys direkt am Windelbund. Nach IP68 ist das Gehäuse gegen Wasser geschützt.
Bluetooth statt Cloud
Interessant ist vor allem der Datenschutzansatz. Der BodyTag kommuniziert per Bluetooth 5.1 direkt mit dem Smartphone. Eine WLAN-Verbindung, Kamera oder dauerhafte Cloud-Speicherung ist laut Blaupunkt nicht notwendig. Die Gesundheitsdaten werden lokal auf dem Smartphone gespeichert und auch einen Account-Zwang gibt es nicht. Beim Akku gibt Blaupunkt abhängig vom gewählten Messintervall eine Laufzeit von drei bis fünf Tagen an. Anschließend wird der Sensor kontaktlos geladen, eine vollständige Ladung soll etwa 90 Minuten dauern.
Verwaltet wird der Sensor über die Blaupunkt Health App für Android und iOS. Ein kostenpflichtiges Abonnement ist für den BodyTag nicht erforderlich.
Kein Ersatz für medizinische Überwachung
Blaupunkt positioniert den BodyTag als Wellness- und Überwachungsprodukt und weist selbst darauf hin, dass es sich nicht um ein medizinisches Gerät handelt. Die Werte sollten deshalb eher als zusätzliche Information verstanden werden und nicht als Ersatz für medizinische Geräte oder ärztlichen Rat.
Das Konzept ist trotzdem interessant. Statt noch eine WLAN-Kamera ins Kinderzimmer zu stellen und Videodaten irgendwo in eine Cloud zu schicken, beschränkt sich der BodyTag auf Sensorwerte und eine lokale Bluetooth-Verbindung. Ob die Messungen und Warnungen im Alltag zuverlässig genug funktionieren, muss allerdings ein Praxistest zeigen.
Blaupunkt BodyTag kostet 149 Euro
Der Blaupunkt BodyTag ist bereits erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 149 Euro. Zum Lieferumfang gehören Sensor, Silikonclip, Ladegerät beziehungsweise Ladestation mit USB-C sowie fünf hautfreundliche Pflaster.
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