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MakerWorld schraubt erneut am Punktesystem

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MakerWorld hat sein Belohnungssystem für Designer erneut angepasst. Die Plattform von Bambu Lab will Punkte künftig stärker danach verteilen, wie hochwertig und relevant ein Modell ist – reine Download-Zahlen verlieren damit weiter an Bedeutung. Für Creator dürfte das System dadurch allerdings noch schwerer vorhersehbar werden.

Bereits seit März 2026 arbeitet MakerWorld mit einer deutlich komplexeren Berechnung. Statt der früheren vier Leistungsstufen gibt es nun neun Stufen für Downloads und Drucke. Zusätzlich fließen weitere Faktoren in die Bewertung ein. Dazu gehören unter anderem Modellqualität, Originalität, praktischer Nutzen, Alter des Modells und teilweise auch die Reputation des Creators.

Mehr Gewicht für Modelle im Mittelfeld

Ein Ziel der Anpassung ist laut MakerWorld, Modelle mit mittlerer Reichweite stärker zu fördern. Sie sollen durch zusätzliche Gewichtungen bessere Chancen erhalten, in höhere Belohnungsstufen aufzusteigen. Gleichzeitig sinkt die Bedeutung eines dauerhaft hohen Download-Zählers.

Wie stark sich die einzelnen Faktoren konkret auf die Punkte auswirken, verrät MakerWorld allerdings nicht. Auch die Grenzen und Multiplikatoren der neun Stufen sind bislang nicht vollständig öffentlich dokumentiert. Damit lässt sich inzwischen kaum noch nachvollziehen, warum Modell A beispielsweise 15 Punkte erhält und Modell B trotz ähnlicher Download- und Druckzahlen deutlich weniger.

Genau das sorgt in der Community seit Monaten für Diskussionen. Mehrere Creator berichten von deutlich niedrigeren Punktelieferungen, obwohl sich die Zahl ihrer Downloads und erfolgreichen Drucke kaum verändert habe. Teilweise ist von Rückgängen um 30 bis 75 Prozent die Rede. Dabei handelt es sich allerdings um Erfahrungsberichte einzelner Nutzer und nicht um von MakerWorld bestätigte pauschale Kürzungen.

MakerWorld selbst erklärte Ende März, dass Modelle ohne Verstöße gegen die Community-Regeln keine ungewöhnlich starken Abzüge erhalten sollten. Gleichzeitig soll das Punktesystem weiter anhand des Community-Feedbacks optimiert werden.

MakerWorld wird damit weniger transparent

Die grundsätzliche Idee ist nachvollziehbar: Ein aufwendig entwickeltes, funktionales Modell soll nicht automatisch schlechter dastehen als der hundertste schnell erstellte Schlüsselanhänger, nur weil letzterer häufiger heruntergeladen wird. Für Creator hat der Umbau aber einen Haken. Aus einem relativ leicht nachvollziehbaren Belohnungssystem wird zunehmend ein Algorithmus, dessen Ergebnis sich kaum überprüfen lässt. Besonders wer MakerWorld-Punkte regelmäßig gegen Filament oder Hardware eintauscht, kann Einnahmen dadurch schlechter kalkulieren.

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Torsten "Pixelaffe" Schmitt

Torsten "Pixelaffe" Schmitt

CvD & Evil Genius
3D-Druck, Serien & Filme, Gaming, jede Art von Gadget
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Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen.

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