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JBL Home Uncovered in Frankfurt – spezielle Multi-Room Tour mit der Cove-Serie

"Follow me" wurde nicht nur musikalisch ernst genommen

So stimmen unsere Leser ab:

Frankfurt, heller Vormittag, ein Reihenhaus irgendwo zwischen Vorstadt und Design-Katalog. Genau hierhin lud uns JBL zu ihrem „Home Uncovered“-Event ein. Kein steriler Bankettraum eines unpersönlichen Hotels oder sonstiges Gedränge inmitten einer Publikumsmesse – stattdessen Wohnzimmer, Küche, Terrasse mit Pool. Überall lief Musik. Mal leise im Hintergrund, mal ordentlich Druck. Die Idee dahinter war schnell klar: Sound soll nicht an der Zimmertür enden. Unsere Eindrücke und alle Infos zur neuen Cove-Serie.

Im Mittelpunkt dieses Events stand die neue JBL Cove Serie. Drei Lautsprecher, ein System, das sich durchs ganze Zuhause zieht. Klingt erstmal nach dem üblichen Multiroom-Versprechen unterschiedlicher Hersteller – vor Ort hat sich das aber erstaunlich greifbar angefühlt. Du gehst vom Wohnzimmer in die Küche, die Musik bleibt einfach bei dir. Kein Gefummel mit dem Smartphone notwendig, ob eine Art Bewegungsradar zur Verwendung kommt, blieb bisher unklar.

JBL packt das Ganze als „Whole-Home-Audio“ an. Heißt: Du kannst klein anfangen und später erweitern, was das System ähnlich wie ein Klemmbausteinset imer größer werden lässt. Zwei Speaker im Schlafzimmer, einer im Bad, noch einer im Wohnzimmer – alles hängt nach JBL-Logik zusammen. Gesteuert wird das über die JBL One App. Die Einrichtung? Drei Schritte, fertig. Tatsächlich haben sie uns das auf dem Event einmal live präsentiert. Speaker an den Strom, Smartphone raus, verbinden – Musik läuft.

Die Serie selbst besteht aus drei verschiedenen Modellen. Der Cove M1 ist der Kompakte. Unauffällig, passt also in nahezu jedes Regal und macht genau das, was man im Alltag braucht. Der Cove P1 geht einen Schritt weiter. Handlich: Ein Akku ist fest verbaut, also ist es möglich ihn auch mal mit auf den Balkon oder in den Garten nehmen. Und dann gibt’s noch den Cove X1 – das große Speaker für richtig Druck im Raum. Vier Hochtöner, zwei Tieftöner, dazu der Sound, welcher sich spürbar im Raum verteilt. Gerade im großen Wohnzimmer des Hauses hat man gemerkt, was da geht und interessanterweise gelingt JBL spürbaren Bass ganz ohne Subwoofer zu erzeugen.

Pikant wurde es bei den kleinen Details. Die Lautsprecher passen sich automatisch an den jeweilgen Raum an. Stellst du sie anders hin, regeln sie den Klang per tonalem Sonar neu ein. Egal ob auf dem Sideboard, in der Ecke oder frei im Raum. Dazu kommen Features wie „AI Sound Boost“, das Verzerrungen bei hoher Lautstärke reduziert. Heißt in der Praxis: auch wenn du aufdrehst, bleibt es sauber. Was JBL ziemlich clever gelöst hat: Du kannst Lautsprecher gruppieren, aber trotzdem individuell nutzen. Beispiel aus der Roomtour: Im Erdgeschoss lief eine voreingestellte Playlist durchgehend, oben im Schlafzimmer lief parallel etwas anderes.

Spannend auch die Verbindung zum Fernsehgerät. Die Cove-Modelle lassen sich mit den JBL Bar-MK Soundbars koppeln. So werden sie zu hinteren Lautsprechern fürs Heimkino. Das wurde im Wohnzimmer demonstriert – Film an, Sound kommt nicht nur von vorne, sondern auch von hinten. Funktioniert, ohne dass man sich durch zehn Menüs klicken muss. Aber wie hört sich das Cove-System denn jetzt in Gebrauch an? Richtig gut! Anhand einer Sequenz des letzten James Bond-Abenteuers „No Time to Die“ schwirrten uns förmlich die Kugeln nur so um die Ohren, feinste Abstufungen innerhalb der gesetzten Tonlagen waren gar blind auszumachen. Es machte regelrecht Spaß diese Action nur audiovisuell wahrzunehmen. Dafür kamen die kleineren M1-Speaker zum Einsatz hinter uns zum Einsatz, während die Soundbar vorne am Fernseher mit dem Subwoofer für die Audio-Frontline sorgte. Zur Wahrheit gehört auch: Auf das Ausgangsmaterial kommt es hier wirklich an – eine 4K-Blu-ray macht wesentlich mehr den Unterschied als eine Folge von „Markus Lanz“.

Ein Feature, das auf dem Event ungefähr zehn Mal angesprochen wurde: die „Follows Me“-Taste. Im Grunde simpel gedacht. Du startest Musik in einem Raum und nimmst sie mit, sobald du weitergehst. Per Taste am Lautsprecher ganz ohne App also müsst ihr nicht dauernd an euer Smartphone denken. Sie dient auch als Multifunktionstaste um vorab gespeicherte Setlists abzuspielen oder per längeren Druck Radio per App TuneIn zu starten.

Technisch sind die Cove-Modelle breit aufgestellt. WLAN, Bluetooth, AirPlay 2, Google Cast, Spotify Connect – alles dabei. Auch Sprachsteuerung ist zudem mit Alexa geplant, soll später nachgereicht werden. Wichtig: Du bist nicht an einen Dienst gebunden. Hinsichtlich des Datenschutz-Gedankens ist diese Lösung nicht schlecht, dennoch ist es möglich direkt am Speaker das Mikrofon abzuschalten ähnlich der „ECHO“-Geräte von Amazon selbst.

Angebot

Preislich startet das Ganze bei 229,99 Euro für den Cove M1. Der P1 liegt bei 449,99 Euro, der große X1 bei 499,99 Euro. Verfügbar ab Oktober, jeweils in Schwarz und Weiß.

Die Cove-Serie ist ein neuer Versuch, Multiroom endlich alltagstauglich und vielleicht sogar für kleinere Geldbeutel zugänglich zu machen. Dieses Mal von JBL. Von Mitbewerbern wie Sonos ist das Konzept bereits seit Jahren bekannt. Dennoch: Genau das hat das Setting im Reihenhaus ganz gut gezeigt: Musik gehört nicht ausschließlich in ein dediziertes Gerät. Sie gehört in unseren beweglichen Alltag.

Disclaimer: JBL übernahm die Reisekosten zum Event. Eine Beeinflussung seitens des Herstellers fand nicht statt.

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Benny Illgner

Benny Illgner

Redakteur
Tech-Journalist
Seit 20161.816 Artikel309 Tests

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter/Threads unter @IamIllgner an.

Schreibt und lebt nebenher das glorreiche Leben eines Technik-Bloggers. Interessiert sich für technische Spielereien jeglicher Art und spielerische Technik der allgegenwärtigen Videospiel-Konsolen. Primär für Gaming-, Smart Home-Krams und Reviews zuständig. Schlechte Wortspiele in Reviews eingeschlossen.

Expertise:
GamingSmart HomeAudio
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