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Elantris – Ein erster Blick in Brandon Sandersons Cosmere

Mit „Elantris“ veröffentlichte Brandon Sanderson im Jahr 2005 seinen ersten Roman – und legte damit den Grundstein für ein Universum, das heute unter dem Namen Cosmere bekannt ist.

Nachdem bekannt wurde, dass Apple sich umfangreiche Rechte an Werken von Sanderson gesichert hat, wollte ich mir endlich selbst anschauen, was hinter dem Hype um den Autor steckt. Also begann ich mit seinem Debütroman – „Elantris“.

Worum es in Elantris geht

Die Geschichte spielt in einer Welt, in der die legendäre Stadt Elantris einst als Ort göttlicher Wesen galt. Menschen, die von einer mysteriösen Transformation betroffen waren, wurden dort zu nahezu unsterblichen, magiebegabten Gestalten.

Doch diese glorreichen Zeiten sind längst vorbei. Die Verwandlung bringt heute keine Macht mehr, sondern ein schleichendes, qualvolles Dasein. Wer betroffen ist, wird aus der Gesellschaft verbannt und in die verfallene Stadt Elantris gesperrt.

Ohne ins Detail zu gehen oder zu spoilern: Die Handlung folgt mehreren Figuren, die aus sehr unterschiedlichen Perspektiven versuchen, mit dieser Situation umzugehen – politisch, religiös und persönlich. Gerade dieses Zusammenspiel macht einen großen Teil des Reizes des Romans aus.

Stärken des Romans

Sanderson zeigt eine seiner größten Stärken: durchdachte Welten und klar strukturierte Magiesysteme. Die Welt von Elantris wirkt glaubwürdig aufgebaut, mit eigenen Religionen, politischen Spannungen und kulturellen Konflikten.

Auch die Perspektivwechsel funktionieren gut. Mehrere Handlungsstränge greifen ineinander und sorgen dafür, dass die Geschichte trotz eher begrenzter Schauplätze dynamisch bleibt.

Ein Kritikpunkt: die Länge

Mit über 1000 Seiten ist Elantris kein kurzer Roman. Und genau hier liegt auch einer der wenigen Kritikpunkte.

Gerade im Mittelteil merkt man dem Buch an, dass es Sandersons Erstling ist. Einige Passagen ziehen sich spürbar und hätten durchaus etwas straffer erzählt werden können. Der Kern der Geschichte bleibt zwar spannend, aber eine etwas kompaktere Struktur hätte dem Lesefluss stellenweise gutgetan.

Fazit

Elantris ist kein perfekter Roman – dafür merkt man ihm stellenweise zu sehr an, dass es ein Debüt ist. Trotzdem bietet das Buch eine faszinierende Welt, starke Ideen und einen guten Einblick in den Beginn des Cosmere.

Wer wissen möchte, warum Brandon Sanderson heute zu den wichtigsten Stimmen moderner Fantasy gehört, sollte Elantris unbedingt lesen.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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