Die Idee des Kinofest 2025 ist so schlicht wie verführerisch: ein Wochenende, ein Einheitspreis, alle Filme. Am 13. und 14. September heißt es bundesweit wieder „Wir lieben Kino!“ – und zwar zum Taschengeldtarif. Für 5 Euro pro Ticket öffnen über 700 Lichtspielhäuser ihre Säle und laden dazu ein, Lieblingsfilme nachzuholen, Premieren zu entdecken und Klassiker neu zu erleben. Das Format senkt bewusst die Schwelle: egal welcher Film, egal welcher Sitzplatz, egal welches Kino. Familien finden ebenso ihren Stoff wie Arthouse-Fans, Date-Night-Duos oder Freundescliquen auf spontaner Tour.
Viele Häuser flankieren das Programm mit Snack-Deals und kleinen Aktionen im Foyer – es geht nicht nur um Leinwände, sondern um Atmosphäre. Nach den Rekordzahlen des Vorjahres – rund 1,2 Millionen Besucher:innen am Kinofest-Wochenende – setzt die Branche darauf, den Rückenwind zu konservieren und das Ritual zu verstetigen. Zwei Tage, die zeigen sollen, dass Kino nicht nur Premium, sondern vor allem Community ist.
Unter dem Motto „Filme für alle. Kino für alle.“ kuratieren Verleiher groß und klein ein Schaufenster der Vielfalt. Exklusive Vorabstarts bringen frische Namen ins Gespräch: Die emotionale Komödie „Ganzer halber Bruder“ zielt auf Herz und Humor, „Karla“ erzählt als kraftvolles Drama von Selbstbehauptung in rauen Zeiten, die Gesellschaftssatire „The Toxic Avenger“ reizt Genregrenzen aus, während „The Negotiator“ Hochspannung ohne Sicherheitsnetz verspricht. Parallel dazu rollen Neustarts den roten Teppich in die Breite: „Tafiti“ lädt als tierisches Familienabenteuer zum ersten Kinobesuch ein, „Dangerous Animals“ kitzelt die Nerven mit sauber gesetzten Schocks, „The Long Walk“ blickt dystopisch in eine fragile Zukunft, und „Kung Fu in Rome“ mixt Herzschmerz mit Handkantenschlägen.
Wer es vertraut mag, bekommt Publikumsfavoriten in Serie: das komplette „Magische Tiere“-Universum für Generation Popcorn, „Lilo & Stitch“ als charmante Wohlfühldosis, „Drachenzähmen leicht gemacht“ fürs große Staunen, die Neuauflage von „Mädchen, Mädchen“ als Feel-Good-Rückkehr, „Wicked“ als Musical-Event, „Das Kanu des Manitu“ als langersehnte Fortsetzung, „Was ist Liebe wert“ für romantische Seelen, „28 Years Later“ für Adrenalinfreunde und „Mission: Impossible – The Final Reckoning“ als Action-Abrissbirne. Und weil das nur ein Ausschnitt ist, lohnt sich der Blick ins jeweilige Hausprogramm: viele Kinos nutzen das Kinofest, um Perlen aus allen Ecken des Jahres noch einmal groß zu zeigen.
Gemeinsame Kräfte zwischen den Verleihern
Getragen wird das Wochenende von einer Branche, die hier ungewöhnlich Schulter an Schulter steht. Warner Bros., Sony Pictures Germany, Studiocanal, Constantin Film, Walt Disney Company Germany, Pandora Film, Mindjazz Pictures und viele weitere Verleiher spielen mit – ein breites Bündnis, das die Kassenhalle ebenso belebt wie die Startlisten. Prominente Stimmen geben dem Ganzen zusätzlich Reichweite: Von Iris Berben über Heino Ferch, Heike Makatsch, Jessica Schwarz, Tim Oliver Schultz, Mala Emde und Helena Zengel bis zu Anne Ratte-Polle, Meret Becker, Alexander Scheer, Andreas Dresen, Luis Vorbach, Nina Eichinger, Alexandra Maria Lara, Emma Nova und Aaron Altaras reichen die Fürsprecher:innen, die in kurzen Aufsagern das Offensichtliche aussprechen: Hingehen lohnt sich.
Dass das Kinofest längst mehr ist als ein Marketing-Gag, belegen nicht nur die Vorjahreszahlen. Der Termin im Frühherbst fängt die Sehnsucht nach Ritualen ein, wenn Ferien enden und Alltag beginnt; das Gemeinschaftserlebnis wird zum Kontrastprogramm zur endlosen Stream-Bibliothek. Viele Häuser in ländlichen Regionen berichten zudem von Gästen, die ihre Kinos neu entdecken – ein Effekt, der über das Wochenende hinaus trägt. Und weil Preisfairness allein kein Popcornduft ist, sorgen die Rahmenangebote – vergünstigte Menüs, kleine Bühnenmomente, Gespräche mit lokalen Filmschaffenden – fürs gewisse Mehr, das Heimleinwände nicht abbilden.
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Auch die Fan-Community kommt auf ihre Kosten: Bereits am 9. September stimmt ein Creator-Screening von „Dangerous Animals“ im Kinopolis HafenCity Hamburg auf das Wochenende ein – mit Horror-Creator Kyo sowie Gaming- und Lifestyle-Influencerin ReginaHixt. Solche Brücken zwischen Online-Reichweite und Vor-Ort-Erlebnis gehören inzwischen zum Werkzeugkasten moderner Kinokultur, die dort am stärksten ist, wo sie Menschen zusammenbringt.
Einige Marken flankieren das Event: Sky und Magenta Moments verlosen Tickets, Medienpartner wie Kino.de, Filmstarts, Moviepilot, Kulturnews und Klassik Radio tragen das Programm in die Feeds und auf die Radiowellen. Praktisch: Der Einheitskurs von 5 Euro vereinfacht die Entscheidung, das Platzwahl-Prinzip bleibt dennoch bestehen – wer Lieblingsplätze will, bucht früh. Und weil über 700 Kinos mitziehen, ist die Chance groß, dass das eigene Stammhaus dabei ist.
Mehr Informatioen zum Kinofest 2025.
Quelle: Pressemitteilung
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