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Nintendo verklagt US-Regierung wegen Zöllen – Milliardenrückzahlung gefordert

Nintendo hat Klage gegen die US-Regierung eingereicht. Hintergrund sind Importzölle aus der Amtszeit von Donald Trump, die nach einem Urteil des Supreme Court of the United States als rechtswidrig eingestuft wurden. Nintendo fordert nun eine vollständige Rückerstattung der gezahlten Gebühren – inklusive Zinsen.

Klage vor dem US-Handelsgericht

Die Klage wurde am 6. März 2026 von Nintendo of America beim United States Court of International Trade eingereicht. Das Verfahren trägt den Namen Nintendo of America Inc. v. U.S. Department of the Treasury.

Nintendo argumentiert, dass Importzölle, die 2025 auf Grundlage des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) verhängt wurden, rechtswidrig waren. Der Oberste Gerichtshof der USA entschied im Februar 2026, dass dieses Gesetz dem Präsidenten nicht die Befugnis gibt, eigenständig Zölle zu erheben.

Damit könnten Unternehmen Anspruch auf Rückerstattungen in Milliardenhöhe haben.

Auswirkungen auf die Switch-2-Einführung

Die Zölle trafen Nintendo zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. 2025 stand der Marktstart der neuen Konsole Nintendo Switch 2 bevor.

Nintendo produziert einen großen Teil seiner Hardware in China und Vietnam – Länder, die von den damaligen US-Zöllen besonders betroffen waren.

Die Folgen:

  • Verzögerte US-Vorbestellungen der Switch 2

  • Preissteigerungen bei Zubehör

  • wirtschaftliche Unsicherheit rund um den Launch

Nintendo musste die geplanten Vorbestellungen zunächst verschieben, um die Auswirkungen der neuen Handelsmaßnahmen zu bewerten.

Milliarden an Zöllen stehen im Raum

Der Fall betrifft nicht nur Nintendo. Insgesamt wurden laut Schätzungen über 130 Milliarden bis 200 Milliarden US-Dollar an Zöllen unter den umstrittenen Regelungen erhoben. Viele Unternehmen versuchen nun, ihr Geld zurückzubekommen.

Neben Nintendo haben auch große Firmen aus Logistik, Industrie und Handel entsprechende Klagen eingereicht.

Das US-Handelsgericht muss nun klären, ob und wie die Regierung die Zölle zurückzahlen muss. Der Supreme Court hatte zwar entschieden, dass die Maßnahmen unzulässig waren, ließ jedoch offen, wie die Rückerstattung organisiert werden soll.

Sollte Nintendo Erfolg haben, könnte der Konzern nicht nur seine eigenen Zahlungen zurückerhalten – der Fall könnte auch als Präzedenz für viele weitere Unternehmen dienen.

Disclaimer: Titelbild mit ChatGPT generiert

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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