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Oura macht Ernst mit dem Börsengang. Der Hersteller hinter dem Oura Ring hat am 3. September 2026 seine Registrierung für einen Börsengang bei der US-Börsenaufsicht SEC öffentlich eingereicht. Geplant ist eine Notierung an der Nasdaq unter dem ziemlich naheliegenden Kürzel OURA.
Ganz an der Börse ist Oura damit allerdings noch nicht. Das Unternehmen hat den entscheidenden Schritt zum IPO gemacht, Preis, Anzahl der angebotenen Aktien und damit auch das tatsächliche Volumen des Börsengangs stehen derzeit aber noch nicht fest. Genau diese Angaben lässt der aktuelle S-1-Prospekt noch offen.
Interessanter als das Börsenkürzel sind ohnehin die Zahlen, die Oura mit der Veröffentlichung erstmals ziemlich weit herunterlassen musste.
Oura wächst verdammt schnell
In den neun Monaten bis zum 30. Juni 2026 erzielte Oura einen Umsatz von 1,2145 Milliarden US-Dollar. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es noch 697,6 Millionen Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 74 Prozent. Auch beim Gewinn sieht es inzwischen deutlich freundlicher aus. Der Nettogewinn stieg im selben Zeitraum von 1,6 Millionen auf 60,8 Millionen US-Dollar. Die Bruttomarge verbesserte sich von 51 auf 55 Prozent. Oura weist im Börsenprospekt allerdings selbst darauf hin, dass das Unternehmen erst seit kurzer Zeit profitabel arbeitet und nicht garantiert werden kann, dass dies dauerhaft so bleibt.
Ein wichtiger Teil des Geschäftsmodells ist inzwischen nicht mehr nur der Ring selbst, sondern das dazugehörige Abo. Zum 30. Juni meldete Oura rund 5 Millionen zahlende Mitglieder in 56 Märkten. Die gewichtete Kundenbindung über zwölf Monate lag laut Unternehmen bei rund 85 Prozent. Dass Smart Rings längst mehr als eine kleine Biohacker-Nische sind, zeigen auch die Verkaufszahlen. Innerhalb der zwölf Monate bis Ende Juni 2026 verkaufte Oura nach eigenen Angaben 3,6 Millionen Ringe.
Börsenwert könnte deutlich steigen
Wie teuer Oura beim IPO tatsächlich bewertet wird, steht offiziell noch nicht fest. Medienberichte hatten zuletzt allerdings von einer möglichen Bewertung von mehr als 16 Milliarden US-Dollar gesprochen. Zuvor war das Unternehmen bei einer Finanzierungsrunde 2025 mit rund 11 Milliarden Dollar bewertet worden. Auch ein mögliches Emissionsvolumen von bis zu 3 Milliarden Dollar wurde zuletzt genannt. Diese Zahlen sind bislang jedoch keine bestätigten Konditionen des Börsengangs.
Goldman Sachs, Morgan Stanley, J.P. Morgan, Allen & Company und BofA Securities gehören laut den veröffentlichten Unterlagen zu den beteiligten Banken. Einen konkreten ersten Handelstag nennt Oura bisher nicht.
Für den Smart-Ring-Markt ist der Börsengang trotzdem ein ziemlich dickes Ausrufezeichen. Oura hat aus einem zunächst recht nerdigen Schlaftracker inzwischen ein Milliardenunternehmen mit Hardware- und Abo-Umsätzen gebaut. Samsung, RingConn, Ultrahuman und zunehmend weitere Hersteller drängen ebenfalls in den Markt – Oura zeigt nun ziemlich eindrucksvoll, wie groß das Geschäft mit ein paar Gramm Titan am Finger geworden ist.
Auf Techkrams haben wir uns zuletzt unter anderem den aktuellen Oura Ring 5 genauer angesehen. Der neue Ring wurde Ende Mai vorgestellt und ist seit Juni erhältlich.
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