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Test zu „Kirby und das vergessene Land + Die Sternensplitter-Welt“ für Nintendo Switch 2

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„Kirby und das vergessene Land“ war schon beim ursprünglichen Erscheinen ein erfrischender Bruch mit den vertrauten 2D-Wurzeln des rosafarbenen Helden. Der Schritt in eine frei erkundbare 3D-Welt verlieh der Reihe neue Tiefe und weckte unser Gespür für Entdeckung, das zuvor in dieser Form unmöglich schien. Nun erhält das Abenteuer auf der Nintendo Switch 2 mit der Erweiterung „Die Sternensplitter-Welt“ ein inhaltliches wie auch atmosphärisches Upgrade, das den ohnehin starken Titel um faszinierende Facetten ergänzt. Anstatt lediglich zusätzliche Level zu liefern, entwirft Nintendo ein kunstvoll erweitertes Geflecht aus Ideen, das spielmechanisch wie gestalterisch überrascht – unsere Review zur Zugabe auf der Switch 2.

Zum Zwecke dieses Tests spielte ich nochmal den Beginn des Kirby-Abenteuers, schon damals beim Release für die Switch 1 (zu unserer Review) überraschte Nintendo hier mit andersartigem Fokus. Denn die rosa Knutschkugel bewegte sich nicht durch kunterbunte Welten sondern eine urbane Großstadt, zumindest zu Beginn, die Fähigkeit durch taktisches Einsaugen der herumwuselnden Gegner deren Fähigkeiten nutzen zu können und als mit Schwertern angreifenden Zelda-Lookalike herumzulaufen erweiterte das Gameplay um sinnvolle Ideen. Nun folgt die Zugabe: Die „Sternensplitter-Welt“ bringt zunächst eine Reihe neuer Gebiete mit, die sich klar von den bisherigen Regionen abheben. Während die Originalkampagne vor allem auf das Wechselspiel zwischen urbanen Ruinen, Naturarealen und fantastischen Traumlandschaften setzte, beschreiten die neuen Level mutigere Wege.

Ein Abschnitt entführt den Spieler:in beispielsweise in eine Sphäre, in der Gravitation nur noch punktuell greift und Kirby über Brücken aus Sternenlicht gleitet, während unter ihm ein endloser Abgrund prangt. An anderer Stelle verzerren Sternensplitter die Umgebung selbst, indem sie Portale öffnen, die gewohnte Strukturen in surreale Formen verwandeln: Gebäude kippen, Plattformen verdrehen sich, und die Orientierung wird zur eigenen kleinen Herausforderung – Inception lässt grüßen! Diese spielerische Irritation ist bewusst inszeniert und vermittelt ein Gefühl von Fremdartigkeit, das in der Hauptkampagne so nicht vorhanden war.

Besonders gelungen ist die Art, wie Nintendo die neuen Mechaniken in den allgemeinen Spielfluss integriert. Die Sternensplitter sind keine bloßen Sammelobjekte, sondern essenzielle Werkzeuge. Sie fungieren als Schlüssel zu geheimen Pfaden, aktivieren temporäre Kräfte oder verwandeln Gegner in kleine Helfer, die Kirby für kurze Zeit begleiten. So entsteht eine Dynamik, in der man nicht nur klassisch die nächste Tür öffnet, sondern überlegt, wie sich die Splitter strategisch einsetzen lassen. Manche Rätsel verlangen, dass man mehrere Splitter gleichzeitig in der Welt positioniert, um Schalterketten auszulösen, während in anderen Situationen der kluge Moment des Einsatzes über den Erfolg im Kampf entscheidet. Dadurch wird das Spielgeschehen abwechslungsreicher, ohne die Zugänglichkeit zu verlieren, die die Reihe traditionell auszeichnet.

Ein weiteres Highlight sind die neuen Verwandlungsformen, die Kirby durch die Sternensplitter erhält. Während er im Hauptspiel mit ikonischen Fähigkeiten wie Schwert, Feuer oder Bohrer bereits ein breites Spektrum abdeckte, kommen nun originelle Erweiterungen hinzu. So kann er etwa einen „Sternenmagneten“ nutzen, um lose Plattformen oder metallische Objekte zu bewegen, wodurch sich ganz neue Rätselkonstellationen ergeben. Eine andere Form erlaubt es, Sternenstrahlen zu bündeln und als mächtige Energiewaffe einzusetzen, die in Bosskämpfen taktische Tiefe schafft. Hier zeigt sich erneut, wie Nintendo vertraute Spielweisen nimmt und sie um frische Ideen bereichert, ohne das vertraute Grundgefühl zu verlieren.

Gerade die Bosskämpfe profitieren spürbar von dieser Erweiterung. Statt nur mit brachialer Kraft anzugreifen, erfordern die neuen Endgegner geschickten Umgang mit den Splittern. Ein gigantisches Wesen, das wie eine verzerrte Sternenformation wirkt, wirft etwa Projektile, die Kirby nicht nur abwehren, sondern aktiv umlenken kann, um Schwachpunkte zu treffen. Ein anderer Gegner verlagert den Kampf in eine sich ständig drehende Arena, in der Orientierung und Timing entscheidend sind. Diese Begegnungen fordern Aufmerksamkeit, belohnen aber zugleich mit kreativen Inszenierungen, die visuell wie spielerisch im Gedächtnis bleiben.

Auch abseits der großen Spektakel überzeugt die Erweiterung durch Liebe zum Detail. Kleine Nebenaufgaben, wie das Sammeln versteckter Splitterfragmente, fördern Erkundungslust und belohnen aufmerksames Spielen. Manche Fragmente sind nur über verschlungene Umwege erreichbar, andere verlangen, dass man mehrere Verwandlungen geschickt kombiniert. Wer sich auf diese Herausforderungen einlässt, entdeckt nicht nur zusätzliche Inhalte, sondern auch einen spielerischen Rhythmus, der weit über das klassische „Level durchlaufen“ hinausgeht. Gerade diese kleinteilige Belohnungsstruktur verleiht „Die Sternensplitter-Welt“ ihren besonderen Reiz.

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Kirby und das vergessene Land - Nintendo Switch 2 Edition, Sternensplitter-Welt
135 Bewertungen
Kirby und das vergessene Land - Nintendo Switch 2 Edition, Sternensplitter-Welt
  • Begleite Kirby auf einer magischen Reise!
  • Erkunde 3D-Jump-‘n‘-Run-Level in einer geheimnisvollen Welt.
  • Rette die entführten Waddle Dees und besiege mächtige Gegner.

Optisch schöpft der DLC spürbar aus den neuen Möglichkeiten der Switch-2-Hardware. Die Texturen wirken deutlich schärfer, Lichteffekte setzen die Sternenlandschaften glanzvoll in Szene, und die enorm farbenfrohen Animationen entfalten auf den neuen Bildschirmen eine beeindruckende Tiefe. Die stabilen 60fps schlagen sich in geschmeidigen Bewegungen aus, man hat nicht mehr das Gefühl Gegneraufkommen und detailreiche Levelgebiete bilden hier den Widerspruch. Besonders in den Passagen, in denen Kirby scheinbar schwerelos zwischen Splittern umhergleitet, entsteht eine wirkungsvolles Präsentation mit poetischen Anleihen, das sich mit dem gewohnt verspielten Charakterdesign verbindet. Die herrlich komponierte Musik begleitet diese Szenen mit variantenreichen Arrangements, die mal verträumt, mal dynamisch den Ton angeben und die neuen Welten stimmungsvoll untermalen.

Unser Fazit zur Nintendo Switch 2-Version von „Kirby und das vergessene Land“

Inhaltlich fügt sich „Die Sternensplitter-Welt“ harmonisch in das Gesamtpaket von „Kirby und das vergessene Land“ ein. Wer die Hauptgeschichte abgeschlossen hat, findet hier eine würdige Erweiterung, die den Schwierigkeitsgrad leicht anzieht, ohne den Charme der Serie zu verlieren. Zugleich eignet sich die Erweiterung auch für Spieler:innen, die noch mitten im Hauptspiel stecken, da die neuen Gebiete als eigenständige Episoden zugänglich sind. Dieses flexible Konzept macht es einfach, die Erweiterung in das eigene Spieltempo zu integrieren. Zudem nutzen die Entwickler technisch clever die gesprengten Limitierungen der Switch 1 und drehen Texturschärfe, Weitsicht und flüssige 60fps für die neue Switch-Konsole richtig auf. Am Ende bleibt der Eindruck einer Zusatzwelt, die den Charakter von „Kirby und das vergessene Land“ nicht verändert, sondern elegant erweitert. Nintendo beweist damit einmal mehr, dass das Talent ihrer Entwickler darin liegt, bekannte Formeln behutsam weiterzudenken und ihnen neue Schattierungen zu verleihen. „Die Sternensplitter-Welt“ ist keine unnötige Dreingabe, sondern eine Bereicherung, die Kirbys 3D-Debüt endgültig zu einem der kreativsten Titel im Portfolio der Switch 2 erhebt.

Release: 28.08.2025 | Entwickler: Nintendo | Genre: Jump’n’Run | Preis: 79,99 Euro | Für Nintendo Switch 1/2 | USK: ab 6

Kirby und das vergessene Land (Nintendo Switch 2)

Spielspaß - 88%
Gameplay - 90%
Grafik - 89%
Technik - 85%

88%

Empfehlung!

Im Original schon ein abwechslungsreicher Plattformer, der dank Sternensplitter-DLC an Umfang gewinnt, grafisch auftrumpft und Spieler:innen mit kniffligen Ideen fordert.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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