Gaming

The Great Giana Sisters: Der legendäre Mario-Klon und seine kurze, turbulente Geschichte

Da ich ja vor ein paar Tagen die Mario Spiele versucht habe aufzulisten, wollte ich auch noch ein anderes Spiel erwähnen, das nur ein paar Sprites unterschied zu Super Mario hat – The Great Giana Sisters.

Als The Great Giana Sisters im Jahr 1987 erschien, sorgte das Spiel schnell für Aufmerksamkeit – allerdings nicht nur wegen seines Gameplays. Der Plattformtitel für den Commodore 64 erinnerte auffällig stark an das kurz zuvor veröffentlichte Super Mario Bros. von Nintendo.

Die Ähnlichkeiten führten zu juristischen Problemen und machten das Spiel zu einem der bekanntesten Beispiele für einen vermeintlichen „Klon“ in der Videospielgeschichte. Trotz seiner kurzen Marktpräsenz entwickelte sich The Great Giana Sisters später zu einem Kultklassiker der Heimcomputer-Ära.

Entstehung von The Great Giana Sisters

The Great Giana Sisters wurde vom deutschen Entwicklerstudio Rainbow Arts veröffentlicht. Entwickelt wurde das Spiel maßgeblich von Programmierer Armin Gessert und Grafiker Manfred Trenz.

Die Idee war simpel: Ein klassischer Jump-’n’-Run-Titel für Heimcomputer, der sich am Gameplay erfolgreicher Konsolenspiele orientiert. Spieler steuern die beiden Schwestern Giana und Maria durch verschiedene Level voller Gegner, Plattformen und Geheimnisse.

Das Spiel bot:

  • über 30 Level

  • versteckte Bonusbereiche

  • Power-ups

  • verschiedene Gegner und Bosskämpfe

Für viele C64-Spieler war das Spiel eine der wenigen Möglichkeiten, ein modernes Jump-’n’-Run zu erleben, das an Konsolenhits erinnerte.

Die Nähe zu Super Mario Bros.

Schon kurz nach der Veröffentlichung wurde klar, dass The Great Giana Sisters sehr stark von Super Mario Bros. „inspiriert“ war.

Zu den auffälligen Parallelen gehörten:

  • ähnliche Levelstruktur

  • vergleichbare Gegnerarten

  • fast identische Power-up-Mechaniken

  • ähnliche Soundeffekte

  • parallele Levelgestaltung

Zwar handelte es sich technisch nicht um eine direkte Kopie, doch die Gemeinsamkeiten waren so offensichtlich, dass Nintendo rechtliche Schritte einleitete.

Rechtliche Probleme und Marktrückzug

Nach kurzer Zeit wurde The Great Giana Sisters wieder aus dem Handel genommen.

Berichten zufolge drohte Nintendo mit rechtlichen Maßnahmen wegen der starken Ähnlichkeit zu Super Mario Bros.. Offizielle Gerichtsverfahren wurden zwar nie öffentlich dokumentiert, doch der Druck reichte offenbar aus, damit der Publisher das Spiel zurückzog.

Die Folge:

  • Verkauf wurde gestoppt

  • Restbestände verschwanden aus dem Handel

  • geplante Versionen für andere Plattformen wurden eingestellt

Dadurch entwickelte sich das Spiel schnell zu einer Rarität auf dem Markt für Commodore-64-Software.

Der legendäre Soundtrack

Ein Grund für den Kultstatus des Spiels ist bis heute der Soundtrack. Die Musik wurde von Chris Hülsbeck komponiert, einem der bekanntesten Komponisten der europäischen Computerspielszene.

Die Titelmusik von The Great Giana Sisters gilt als eines der berühmtesten Stücke der SID-Chip-Ära des Commodore 64.

Der Soundtrack zeichnete sich aus durch:

  • komplexe Melodien

  • ungewöhnlich dynamische Kompositionen

  • intensive Nutzung des SID-Soundchips

Viele Retro-Fans betrachten die Musik bis heute als eine der besten Kompositionen der 8-Bit-Ära.

In der Retro-Gaming-Community gilt das Spiel heute als eines der bekanntesten europäischen Jump-’n’-Runs der 1980er-Jahre.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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