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The Heir will klassische Uhren smart machen – ohne Display am Handgelenk

Wer seine klassische Uhr liebt, aber auf ein paar smarte Funktionen nicht komplett verzichten will, bekommt mit The Heir ein ungewöhnliches Gadget. Statt direkt eine Smartwatch zu tragen, sitzt hier ein kleines Modul auf der Rückseite der Uhr und ergänzt Funktionen wie Aktivitäts-Tracking, Benachrichtigungen per Vibration und Mediensteuerung. Entwickelt wird das Ganze von Ganance.

Smartwatch-Funktionen für analoge Uhren

Das Konzept ist schnell erklärt: The Heir wird per Microsuction-Technik an der Rückseite einer klassischen Uhr befestigt und soll dabei weder Werkzeuge noch Umbauten noch Magnete benötigen. Laut Hersteller trackt das Modul Schritte, Kalorien, aktive Zeit und Distanz, synchronisiert die Daten mit Apple Health unter iOS beziehungsweise Health Connect unter Android und informiert per haptischer Vibration über Anrufe, SMS und App-Benachrichtigungen. Auch eine Mediensteuerung per Tap-Geste gehört zum Funktionsumfang.

Unauffällig, leicht und für viele Uhren gedacht

Technisch fällt das Modul vor allem durch seine kompakte Bauform auf. The Heir misst laut Ganance 30 mm im Durchmesser, ist 3 mm dünn und bringt gerade einmal 5 Gramm auf die Waage. Kompatibel ist das System laut Hersteller mit den meisten modernen Uhren mit flachem oder leicht gewölbtem Gehäuseboden, idealerweise ab etwa 34 mm Gehäusegröße. Bei stark strukturierten oder gravierten Rückseiten kann die Haftung aber schlechter ausfallen.

Akku und Preis: spannend, aber kein Schnäppchen

Beim Akku nennt Ganance eine Laufzeit von bis zu 42 Stunden. Das bedeutet in der Praxis: Ganz ohne regelmäßiges Nachladen geht es nicht, eher alle zwei Tage als einmal pro Woche. Preislich startet The Heir aktuell bei 149 US-Dollar im Pre-Order, eine Abo-Gebühr fällt laut Hersteller nicht an.

Idee gut, Alltag noch nicht komplett sorgenfrei

Spannend ist der Ansatz trotzdem, weil The Heir ein Problem anspricht, das viele Uhrenfans kennen: Entweder klassische Uhr oder Smartwatch. Ganance versucht genau diese Lücke zu besetzen. Ganz reibungslos wirkt das Projekt bislang aber noch nicht. Im Apple App Store finden sich frühe Nutzerstimmen, die das Zusammenspiel aus App und Hardware teils als fehleranfällig beschreiben. Das heißt nicht automatisch, dass das Produkt scheitert, aber es zeigt, dass zwischen cleverer Idee und sauberem Alltagseinsatz noch ein Unterschied liegen kann.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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