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The Last Ninja Collection im Review: Retro pur auf der Switch

Es gibt Spiele, die beim Start nicht einfach nur ein Menü öffnen, sondern eine Tür. The Last Ninja Collection + Bonus Games ist genau so ein Fall. Die Sammlung ist am 5. März 2026 für die Nintendo Switch erschienen, kostet im eShop 29,99 Euro und bringt die komplette Last-Ninja-Reihe in den C64-Versionen sowie – wo verfügbar – zusätzlich Amiga- und Spectrum-Fassungen zurück. Dazu kommen mit International Karate, IK+ und Bangkok Knights noch drei Bonusspiele obendrauf.

Schon nach den ersten Minuten war ich wieder genau in diesem ganz speziellen Retro-Modus. Diese Collection bewahren. Genau das macht ihren Reiz aus. System 3 beschreibt das Paket selbst als Sammlung der gesamten Serie über mehrere klassische Plattformen hinweg.

Ein Paket, an Diskette, Röhrenmonitor und Samstagnachmittag erinnert

Was mich an dieser Sammlung sofort abgeholt hat, ist dieses Retro-Feeling. Allein die Präsentation der alten Fassungen, das Umschalten zwischen den Varianten und dieses Wissen, hier nicht irgendein loses Throwback-Projekt zu spielen, sondern ein echtes Stück Heimcomputer-Geschichte, hat bei mir sofort etwas ausgelöst. The Last Ninja war nie nur ein Spiel für mich.

Und ja, genau diese Musik ist immer noch ein verdammt großer Teil der Magie. Beim Original von 1987 auf dem Commodore 64 stammen Musik und Soundtrack von Ben Daglish und Anthony Lees, programmiert wurde das Spiel von John Twiddy, während Hugh Riley für die Grafik mitverantwortlich war.

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Was an der Collection heute noch funktioniert

Die Sammlung lebt für mich vor allem von Atmosphäre. Diese isometrischen Landschaften funktionieren immer noch. Nicht, weil sie technisch heute noch beeindrucken würden, sondern weil sie sofort diese alte Computer-Magie wieder anschalten.

Dazu kommt der reine Umfang. Enthalten sind The Last Ninja, Last Ninja 2, Last Ninja 3 und Ninja Remix, dazu die drei erwähnten Bonusspiele.

Aber die alten Macken treten dir immer noch vors Schienbein

So sehr ich das Retro-Gefühl feiere, so ehrlich muss ich auch sein: The Last Ninja ist bis heute ein Spiel, das einen manchmal mit voller Absicht gegen die Wand laufen lässt. Die isometrische Perspektive ist stilvoll, aber sie bleibt gerade bei Sprüngen und bei der genauen Positionierung eine kleine Zicke. Man merkt immer wieder, dass diese Spiele aus einer anderen Zeit stammen, in der Präzision, Geduld und Frusttoleranz noch als ganz normale Zutaten galten.

Das betrifft vor allem die Sprungpassagen, aber auch die Kämpfe fühlen sich nicht immer so sauber an, wie man es heute erwarten würde. Mal trifft man genau, mal wirkt alles etwas störrisch, mal verliert man Leben, obwohl man selbst das Gefühl hatte, eigentlich sauber gespielt zu haben.

Das macht für mich den Charme aus, gesteurt wie mit einem 35 Jahre alten unzerstörbaren Quickjoy Pro.

Die Bonusspiele tun der Sammlung richtig gut

Dass International Karate, IK+ und Bangkok Knights mit drin sind, macht das Paket noch attraktiver. Gerade IK+ ist so ein Spiel, das sofort wieder diesen alten Heimcomputer-Stolz wachruft. System 3 hebt die drei Bonusspiele auch selbst klar als Teil des Pakets hervor.

Für mich sorgt das dafür, dass die Collection nicht nur wie ein Museumsregal für eine einzelne Serie wirkt, sondern eher wie ein kleiner Besuch in einer ganz bestimmten Ära von System 3.

Das Originalspiel: Warum The Last Ninja bis heute nachwirkt

Der erste Teil The Last Ninja erschien 1987 für den Commodore 64 und erzählt die Geschichte des Ninja Armakuni, der gegen den Shogun Kunitoki antritt. Die Reise führt ihn durch mehrere Areale, darunter Berge, Gärten, Dungeons und schließlich den Palast seines Gegners. Das Grundgerüst aus Kämpfen, Item-Nutzung, Rätseln und isometrischer Erkundung war damals markant und ist bis heute das Herzstück der Reihe.

The Last Ninja wirkte auf dem C64 wie ein Spiel, das größer träumte als viele andere Titel seiner Zeit. Grafik, Musik, Stil und dieses fast schon mystische Ninja-Flair sorgten dafür, dass man nicht zu schnell den Spaß verlor.

Mein Eindruck

The Last Ninja Collection ist für mich keine Sammlung, die man nur mit dem Kopf bewertet. Sie funktioniert vor allem über Gefühl. Über Erinnerung. Über dieses Kribbeln, wenn alte Sounds, starre Animationen und harte Bildschirmwechsel plötzlich wieder exakt das auslösen, was sie früher ausgelöst haben. Ich hatte beim Spielen immer wieder diesen Moment von: Ja, genau so hat sich das damals angefühlt. Ein bisschen unfair, ein bisschen hakelig, aber eben auch verdammt besonders.

Wer moderne Bequemlichkeit sucht, wird hier fluchen. Wer echtes Retro-Feeling sucht, bekommt dagegen eine Collection, die sich nicht anbiedert und gerade deshalb funktioniert. Falls ihr euch fragt „Warum?“ – weil ich ein alter Sack bin und mich gerne an meine Jugend und deren Spiele zurückerinnere.

Für mich ist genau das die Stärke dieser Sammlung.

The Last Ninja Collection + Bonus Games USK NS
  • Enthält: Last Ninja 1, Last Ninja 2, Last Ninja 3 & Last Ninja Remix – PLUS International Karate, IK+ & Bangkok Knights!
  • Dieses Paket emuliert alle Formate, auf denen die Spiele veröffentlicht wurden, darunter C64, Spectrum und Amiga.
  • Erleben Sie sieben der kultigsten Retro-Klassiker, die jemals veröffentlicht wurden!

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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