Apple bereitet für den Herbst ein größeres Update seiner Services vor. Mit den kommenden 27er-Softwareversionen sollen Apple Karten, „Wo ist?“, Wallet, Apple Pay, Podcasts, iCloud, Apple Music, Apple TV und Fitness+ neue Funktionen erhalten. Im Mittelpunkt stehen weniger einzelne große Umbauten als viele Ergänzungen, die bekannte Dienste stärker miteinander verzahnen. Apple setzt dabei erneut auf Apple Intelligence, Kameraerkennung, mehr Komfort beim Teilen von Informationen und eine engere Anbindung zwischen iPhone, Apple Watch, Mac, Apple TV und iCloud. Einige Funktionen bleiben gewohnt je nach Region eingeschränkt. Hoffen wir mal, dass Deutschland oder die EU gesamt nicht darunter fällt.
Apple Karten erhält ein überarbeitetes Flyover-Erlebnis, das Luftaufnahmen mit KI-gestützter Darstellung kombiniert. Ausgewählte Städte sollen dadurch schärfer, detailreicher und räumlich greifbarer erscheinen. Für Nutzer:innen in den USA kommen außerdem „Local Lists“ hinzu. Die Funktion zeigt lokal relevante Zusammenstellungen von Orten an, etwa Restaurants, Treffpunkte oder Ausflugsziele für Familien. Die Empfehlungen basieren laut Apple auf aktuellen Trends, sollen aber datenschutzorientiert verarbeitet und nicht einzelnen Nutzer:innen zugeordnet werden.
Auch „Wo ist?“ wird flexibler. Standortfreigaben lassen sich künftig genauer befristen, wahlweise für Minuten, Stunden, Tage oder bis zu einem festgelegten Datum samt Uhrzeit. Zusätzlich kann das Teilen des Standorts bis zum Tagesende für einzelne Personen pausiert werden. Auf der Apple Watch führt Apple die bislang getrennten Apps „Geräte suchen“, „Objekte suchen“ und „Personen suchen“ in einer neuen „Wo ist?“-App zusammen. Die Oberfläche rückt stärker die Karte in den Mittelpunkt und soll Personen, Geräte und Gegenstände schneller auffindbar machen.
In Apple Wallet baut Apple vor allem Alltagsfunktionen aus. Mit iOS 27 können Nutzer:innen in unterstützten Märkten Rechnungen über Apple Cash und Apple Intelligence aufteilen. Dafür reicht es, einen Beleg mit der Kamera zu scannen oder ein Foto einer Rechnung zu verwenden. Die Funktion erkennt einzelne Positionen, berechnet anteilige Steuern und Trinkgeld und soll so das Begleichen gemeinsamer Restaurantrechnungen vereinfachen. Zusätzlich können physische Treue- oder Mitgliedskarten mit Barcode digitalisiert und in Wallet gespeichert werden. Auf iPhone und Apple Watch lassen sie sich anschließend als Barcode oder QR-Code vorzeigen.
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Auch Apple Pay bekommt ein neues Design für Online- und App-Zahlungen. Karten lassen sich künftig per Wischgeste wechseln, während relevante Informationen wie Kontostand, Prämien oder spätere Zahlungsoptionen sichtbarer dargestellt werden. Tap to Pay auf dem iPhone wird im Handel durch Tap to Share erweitert. Kund:innen können sich dabei mit dem iPhone eines teilnehmenden Händlers verbinden und etwa Kontakt- oder Lieferinformationen sicher teilen.
Apple Podcasts erweitert sein Videoangebot auf Mac und tvOS. Auf dem Mac werden Videopodcasts inklusive Bild-in-Bild, Transkripten, Kapiteln und zeitlich synchronisierten Links unterstützt. Auf Apple TV erhält Podcasts eine neue Oberfläche mit Videowiedergabe und Seitenleisten-Navigation. Zusätzlich führt Apple eine genauere Suche innerhalb einzelner Sendungen ein, damit ältere Folgen schneller gefunden werden können.
Für iCloud geteilte Alben bringt Apple Freigabe in voller Auflösung, Unterstützung weiterer Dateiformate, Emoji-Reaktionen und temporäre Alben. Auch Personen ohne Apple Gerät können über das Web beitreten und Fotos hinzufügen. Apple Music erhält erweiterte Songtextübersetzungen, zusätzliche Aussprachehilfen, AutoMix auf tvOS und HomePod sowie Lossless und Hi-Res Lossless Audio auf tvOS. Apple TV baut das Sportangebot weiter aus, während Apple Sports in über 170 Ländern und Regionen Echtzeitdaten liefern soll.
Apple Fitness+ ergänzt das Angebot mit „Strong Through Menopause“, einem dreiwöchigen Programm aus Yoga- und Krafttrainingseinheiten für Nutzerinnen in der Perimenopause und Menopause. Die neuen Funktionen stehen zunächst über das Apple Developer Program bereit. Eine öffentliche Beta soll im Juli 2026 folgen, die finalen Updates erscheinen im Herbst als kostenloses Softwareupdate.
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