
Die nächste Hollywood-Fusion ist einen großen Schritt weiter. Das US-Justizministerium hat seine Prüfung der geplanten Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance abgeschlossen und sieht nach eigener Aussage keine wahrscheinliche Gefahr für Wettbewerb oder Verbraucher. Geprüft wurden unter anderem Streaming, lineares Fernsehen sowie Entwicklung, Produktion und Verleih von Kinofilmen.
Kein kleiner Studiodeal, sondern ein Medienklotz
Der Deal wird auf rund 111 Milliarden US-Dollar beziffert. Damit würden unter einem Dach künftig Marken und Sparten wie Paramount, Warner Bros., HBO Max, CNN, DC, Harry Potter und zahlreiche TV- und Kabelmarken landen. Also nicht gerade die kleine freundliche Studiohochzeit im Hinterzimmer, sondern eher: Hollywood zieht sich einen neuen Riesenanzug an und hofft, dass niemand merkt, wie eng der an den Nähten sitzt.
Komplett durch ist die Sache noch nicht
Wichtig ist aber: Die US-Freigabe bedeutet nicht automatisch, dass der Deal morgen fertig ist. In Europa und Großbritannien laufen weiter Prüfungen. Die EU schaut unter anderem auch auf mögliche ausländische Subventionen und die Finanzierungsstruktur des Geschäfts. Eine Entscheidung der EU-Kommission zur Subventionsprüfung wird laut Reuters bis 14. Juli 2026 erwartet.
In den USA könnten außerdem noch einzelne Bundesstaaten gegen die Übernahme vorgehen. Genau deshalb ist die Meldung eher ein Meilenstein als das Finale.
Streaming-Kampf gegen Netflix, Disney und Amazon
Strategisch ist klar, worum es geht: Paramount und Warner Bros. Discovery sind allein zu klein, um im Streaming dauerhaft bequem gegen Netflix, Disney und Amazon zu stehen. Zusammen hätten sie mehr Inhalte, mehr Marken und mehr Verhandlungsmacht. Gleichzeitig wächst damit die Sorge vor noch mehr Konzentration im Medienmarkt. Weniger Studios heißt am Ende oft auch weniger Risiko, weniger Jobs und weniger Platz für Projekte, die nicht schon beim Pitch nach Franchise riechen.
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