
Valve hat mit dem neuen Steam Controller offenbar nicht nur ein Eingabegerät gebaut, sondern auch ein ziemlich dämliches kleines Wohnzimmerfahrzeug. Ein Entwickler namens Very Lazy Pixels hat eine Web-App veröffentlicht, mit der sich der neue Steam Controller über glatte Oberflächen bewegen lässt. Nicht schnell. Nicht elegant. Aber er fährt. Also gut, er rutscht. Aber bei einem Gamepad ohne Räder wollen wir mal nicht kleinlich werden.
Der Trick dahinter sind die Haptik- beziehungsweise Vibrationsmotoren des Controllers. Die Web-App spricht diese gezielt an und lässt sie in bestimmten Mustern pulsieren. Dadurch bewegt sich das Gehäuse über den Tisch, ähnlich wie bei diesen kleinen Bristlebot-Basteleien, die sich nur durch Vibration fortbewegen. Das ist technisch gesehen völlig albern. Und genau deshalb natürlich interessant.
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Läuft direkt im Browser
Installieren muss man dafür nichts. Die Anwendung läuft im Browser und nutzt WebHID, damit die Website direkt mit dem Controller sprechen kann. Voraussetzung ist allerdings ein Chromium-basierter Browser wie Chrome, Edge oder Brave. Firefox und Safari fallen raus, weil WebHID dort nicht entsprechend unterstützt wird.
Nach dem Öffnen der Seite klickt man auf „Link the controller“, wählt den Steam Controller im Gerätefenster aus und kann ihn anschließend per Tastatur bewegen. W oder Pfeil nach oben fährt vorwärts, A und D lenken, die Leertaste stoppt das Ding. Einen Rückwärtsgang gibt es nicht. Der Controller ist also eher so ein sehr motivierter Teppichkäfer mit Führerschein auf Probe.
Mehr Experiment als Feature
Einen echten Nutzen hat das Ganze natürlich nicht. Niemand wird ernsthaft seinen Steam Controller durchs Wohnzimmer schicken, um die Fernbedienung zu holen. Wobei… nein, lassen wir das. Spannend ist eher, was die Community aus Valves Hardware herausholt. Schon vorher gab es Spielereien, bei denen der Controller über seine Haptikmotoren Geräusche oder Musik erzeugt hat. Auch Valves seltsames Wilhelm-Schrei-Easter-Egg passt in diese Ecke.
Die Web-App selbst warnt ausdrücklich vor möglichen Schäden. Das Gerät reibt beim „Fahren“ über die Oberfläche, was auf Dauer Kratzer und Abnutzung verursachen kann. Auf einem Tisch mit Kante kann daraus außerdem schnell ein sehr teurer Sturztest werden. Also bitte nicht auf dem Esstisch ausprobieren, während darunter Fliesen lauern wie Endgegner.
Okay neben dem Schrei wenn man ihn fallen lässt nun auch noch das…. what´s next?
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