
Blizzard hat Diablo 4 für die Nintendo Switch 2 weiterhin nicht offiziell angekündigt. Trotzdem wird die Nummer langsam schwerer zu ignorieren. Nach einer Alterseinstufung in Indonesien ist nun offenbar auch in Taiwan eine Einstufung für Diablo 4: Lord of Hatred mit Bezug zur Switch 2 aufgetaucht.
Lord of Hatred als möglicher Einstieg
Interessant ist vor allem, dass die Hinweise nicht nur auf das Basisspiel zeigen, sondern auf Diablo 4: Lord of Hatred. Die Erweiterung ist inzwischen für die bestehenden Plattformen verfügbar und bringt unter anderem neue Inhalte, neue Klassen und frisches Endgame-Futter. Sollte Blizzard tatsächlich eine Switch-2-Version vorbereiten, wäre ein Paket aus Basisspiel und Erweiterung naheliegend. Alles andere wäre auch ein bisschen knauserig.
Für Nintendo wäre Diablo 4 ein ziemlich dicker Drittanbieter-Titel. Die Switch 2 hat mehr Leistung als der Vorgänger, und genau das ist bei einem dauerhaft online angebundenen Action-Rollenspiel wie Diablo 4 nicht ganz unwichtig. Die alte Switch hätte bei Diablo 4 vermutlich geschnauft wie ein alter Dämon mit Raucherhusten.
Technisch spannend, aber nicht trivial
Ein Diablo 4 auf der Switch 2 klingt sinnvoll, aber nicht automatisch einfach. Das Spiel lebt von Online-Anbindung, Seasons, Crossplay, Cross-Progression und regelmäßigen Updates. Genau diese Live-Service-Baustelle ist auf Nintendo-Systemen traditionell etwas speziell. Es geht also nicht nur darum, ob die Hardware genug Pixel schubsen kann. Es geht auch darum, ob Blizzard seine komplette Infrastruktur sauber auf Nintendos Plattform bekommt.
Diablo 3 und Diablo 2: Resurrected haben bereits gezeigt, dass die Reihe auf Nintendo-Hardware funktioniert. Diablo 4 wäre aber eine andere Hausnummer. Größer, aktueller, stärker auf dauerhafte Online-Systeme ausgelegt. Also genau die Art Spiel, bei der eine portable Version reizvoll wäre, aber bitte nicht mit Technik-Krampf serviert werden sollte.
Ankündigung könnte näher rücken
Rating-Einträge tauchen oft kurz vor einem Release auf. Sie bedeuten auch nicht automatisch, dass ein Spiel morgen im eShop landet. Aber sie sind ein guter Hinweis darauf, dass intern bereits etwas weit genug fortgeschritten ist, um überhaupt bewertet zu werden. Wenn Blizzard und Nintendo die Sache tatsächlich planen, wäre eine Ankündigung in den kommenden Monaten durchaus plausibel.
Bis dahin bleibt es bei einer verdichteten Gerüchtelage. Aber wenn jetzt noch ein dritter Rating-Eintrag, ein Store-Datensatz oder ein versehentlich zu früh hochgeladener Trailer auftaucht, kann Blizzard das Höllentor eigentlich gleich offen lassen.
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