
Devil May Cry 5 ist so ein Spiel, das eigentlich gar nicht beweisen müsste, wie gut es ist. Und genau deshalb ist die Switch-2-Version so interessant. Nicht, weil Capcom hier ein komplett neues Spiel aus dem Hut zieht, sondern weil Devil May Cry 5 Devil Hunter Edition zeigt, wie brutal gut ein sechs Jahre altes Actionspiel altern kann, wenn das Fundament einfach sitzt.
Die Kurzfassung: Das Ding knallt immer noch. Nicht ein bisschen nostalgisch. Nicht nur für Fans, die Dante seit der PS2-Zeit hinterherhecheln. Sondern als Actionspiel, das vielen modernen Konkurrenten immer noch zeigt, wo der Dämon die Locken hat.
Was steckt in der Devil Hunter Edition?
Die Devil Hunter Edition bringt Devil May Cry 5 auf die Nintendo Switch 2 und packt ordentlich Zusatzkram dazu. Mit an Bord sind unter anderem Vergil als spielbarer Charakter, Bonuswaffen, alternative Kostüme, zusätzliche Musik und weitere DLC-Inhalte. Das macht diese Version ziemlich rund, auch wenn sie nicht ganz die ultimative Ausgabe ist, die manche Fans erwartet haben.
Denn ja, hier fehlt Turbo Mode und Legendary Dark Knight Mode, die man aus anderen Versionen kennt, sind nicht dabei. Gerade Legendary Dark Knight wäre auf der Switch 2 natürlich ein schöner Stresstest gewesen, weil dieser Modus die Arenen mit Gegnern vollrotzt, bis selbst Dante kurz über seine Lebensentscheidungen nachdenken müsste. Ein Dealbreaker? Für mich nicht.
Drei Helden, drei völlig unterschiedliche Arten, Dämonen zu demütigen
Devil May Cry 5 lebt davon, dass es seine Action nicht nur schnell, sondern auch abwechslungsreich hält. Nero ist der ideale Einstieg. Schwert, Knarre, Devil Breaker-Arme, fertig ist das Chaos. Er fühlt sich direkt, bissig und kontrollierbar an. Gleichzeitig steckt in seinen Tools genug Tiefe, damit man nicht nur wild auf Knöpfe hämmert, sondern wirklich besser werden will.
Dante ist dagegen die komplette Eskalation. Waffenwechsel, Stile, Kombos, Spielereien, Unsinn. Dieser Mann ist ein laufender Waffenladen mit Ego-Problem und genau deshalb macht er so viel Spaß. Wenn man mit ihm einmal in den Flow kommt, fühlt sich Devil May Cry 5 weniger wie ein Actionspiel und mehr wie eine sehr aggressive Tanzfläche an.
Und dann ist da V. Ich weiß, Für mich funktioniert er, weil er anders ist. Er steht nicht selbst mitten im Getümmel, sondern lässt seine Kreaturen die Drecksarbeit machen. Das wirkt anfangs fast zu bequem, bekommt aber mit Timing, Positionierung und Ressourcenmanagement seinen eigenen Reiz. Außerdem passt dieser bleiche Gothic-Lyrik-Onkel herrlich in eine Reihe, die nie Angst davor hatte, völlig drüber zu sein.
Technik auf Switch 2: Genau so muss ein Port laufen
Der wichtigste Punkt bei Devil May Cry 5 auf der Switch 2 ist nicht die Auflösung, nicht der Detailgrad und auch nicht, ob jede Kante im Docked-Modus perfekt glattgebügelt ist. Der wichtigste Punkt ist: Es läuft sauber und schnell. Und genau das braucht Devil May Cry 5.
Die Devil Hunter Edition zielt auf 60 fps im TV- und Handheld-Modus und das merkt man dem Spiel an. Trefferfenster, Ausweichmanöver, Launcher, Schussketten und Luftkombos fühlen sich direkt an. Gerade im Handheld-Modus macht das erstaunlich viel her. Devil May Cry 5 in dieser Qualität unterwegs spielen zu können, ist schon ziemlich frech. Also frech im guten Sinne. Wie Dante mit Cowboyhut während der Apokalypse.
Optisch sieht man natürlich, dass diese Version nicht die schärfste und luxuriöseste Fassung des Spiels ist. Im Docked-Modus können Kanten auffallen, Effekte wirken nicht immer ganz so edel wie auf stärkeren Plattformen.
Die Bosse bleiben herrlich bescheuert
Was Devil May Cry 5 bis heute auszeichnet, ist nicht nur das Kampfsystem. Es ist diese ganze irre Präsentation. Die Bosse sind grotesk, überzeichnet und oft seltsam. Genau das liebe ich an dieser Reihe.
Andere Spiele wollen cool sein. Devil May Cry 5 ist cool, weil es komplett akzeptiert, wie dämlich es manchmal ist. Dante tanzt. Nero rotzt Sprüche raus, die eigentlich körperlich weh tun müssten. Nico wirkt, als wäre sie aus einer ganz anderen Serie hereingefahren. Und trotzdem ergibt am Ende alles einen erstaunlich stimmigen Cocktail aus Pathos, Krach, Stil und Dämonen-Gulasch.
Für wen lohnt sich die Switch-2-Version?
Wer Devil May Cry 5 noch nie gespielt hat und eine Switch 2 besitzt, bekommt hier eine sehr starke Version eines der besten modernen Hack-and-Slash-Spiele. Punkt. Das Kampfsystem ist tief, die Inszenierung hat Eier, der Umfang stimmt und die Performance macht genau das, was sie machen muss.
Wer Devil May Cry 5 bereits auf PS5, Xbox Series X|S oder PC besitzt, muss genauer überlegen. Die fehlenden Modi sind ärgerlich und technisch gibt es stärkere Fassungen. Der große Vorteil dieser Version ist klar die Mobilität. Devil May Cry 5 im Handheld-Modus mit stabiler Action zu spielen, ist kein kleines Argument. Das ist ein ziemlich dicker Dämonenhammer.
- Schöner als alles, was du je gesehen hast – und schneller, als du mithalten kannst.
- Rasante Geschwindigkeit, eine Steuerung, die genau das tut, was du willst,
- und eine Story, die dein Adrenalin in Wallung bringt, verschmelzen zu einem unvergleichlichen Gefühl purer Ekstase.
Bewertung
Devil May Cry 5 Devil Hunter Edition ist nicht die perfekte Version von Devil May Cry 5, aber eine verdammt gute Switch-2-Umsetzung. Die fehlenden Zusatzmodi kosten Punkte, doch das fantastische Kampfsystem, die starke Performance und der irre Stil reißen das Ding locker wieder aus der Hölle.
Devil May Cry 5 Devil Hunter Edition
Gameplay & Kampfsystem - 96%
Technik & Performance - 88%
Umfang & Zusatzinhalte - 84%
Präsentation, Stil & Bossdesign - 92%
Preis-Leistung - 82%
88%
Devil May Cry 5 Devil Hunter Edition ist auf der Switch 2 kein vollständiger Ersatz für die technisch stärksten Fassungen, aber eine schnelle, saubere und herrlich überdrehte Umsetzung. Wer Capcoms Dämonenprügler mobil erleben will, bekommt hier eines der besten Actionspiele seiner Generation in einer sehr überzeugenden Version.
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