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STEPX Neo: StepFun kündigt agentisches KI-Smartphone mit eigenem Betriebssystem an

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Der chinesische KI-Entwickler StepFun will das Smartphone nicht einfach mit noch einem Chatbot vollstopfen, sondern die Bedienung grundsätzlich umbauen. Mit dem STEPX Neo hat das Unternehmen ein sogenanntes Agentic Phone angekündigt, dessen KI selbstständig mehrere zusammenhängende Arbeitsschritte ausführen soll. Herzstück ist das eigens entwickelte Betriebssystem Step AOS mit dem integrierten KI-Agenten Amoo.

StepFun bezeichnet das STEPX Neo als weltweit erstes Smartphone, das von Grund auf für einen KI-Agenten entwickelt wurde. Diese Aussage stammt allerdings vom Hersteller selbst. Zudem wurde bei der Vorstellung offenbar noch kein funktionsfähiges Seriengerät öffentlich demonstriert. Preis, technische Daten und Verkaufsstart sind bislang unbekannt. Eine ausführlichere Präsentation soll am 17. Juli 2026 im Rahmen der World Artificial Intelligence Conference in Shanghai folgen.

Die KI soll Aufgaben erledigen statt nur Fragen beantworten

Der entscheidende Unterschied zu bisherigen KI-Smartphones soll darin liegen, dass Amoo nicht nur Texte formuliert oder einzelne Funktionen startet. Nutzer sollen ein gewünschtes Ergebnis beschreiben können, woraufhin der Agent die dafür notwendigen Schritte selbstständig plant und ausführt. Eine Reiseplanung könnte beispielsweise die Suche nach einer passenden Verbindung, die Buchung, die Bezahlung, das Speichern der Unterlagen und das Eintragen der Termine umfassen. Dafür soll Amoo auf Apps, Dateien, Kommunikationsfunktionen und Systemwerkzeuge zugreifen können. Die Bedienung erfolgt per Sprache, Text oder Kamera. Gleichzeitig soll sich das System Vorlieben und wiederkehrende Abläufe merken.

Step AOS greift tief ins System ein

StepFun beschreibt Step AOS nicht als gewöhnliche Android-Oberfläche mit aufgesetzter KI-App. Das Betriebssystem soll aus Bestandteilen von Android, Linux und einem Echtzeitbetriebssystem neu zusammengesetzt worden sein.

Über den offenen MCP-Standard werden Systemfunktionen in einzelne Bausteine zerlegt. Dazu gehören Kommunikation, Apps, Dateien und grundlegende Gerätefunktionen. Der KI-Agent kann diese Komponenten miteinander kombinieren und damit theoretisch komplette Arbeitsabläufe durchführen, ohne dass Nutzer ständig zwischen verschiedenen Apps wechseln müssen.

Für einfache Aufgaben ist das lokale Modell Step Edge vorgesehen. Komplexere Anfragen sollen über eine Kombination aus lokaler Verarbeitung und leistungsfähigeren Cloud-Modellen abgewickelt werden. StepFun verspricht außerdem ein Berechtigungssystem, bei dem Zugriffe nur für die jeweilige Aktion erteilt und anschließend wieder entzogen werden. Ausgeführte Schritte sollen nachvollziehbar und fehlerhafte Aktionen rückgängig zu machen sein.

Bekannte Apps sollen trotzdem erhalten bleiben

Ein komplett appfreies Smartphone plant StepFun offenbar nicht. Stattdessen sollen vorhandene Dienste tiefer mit dem KI-Agenten verbunden werden. Als erste Partner nennt das Unternehmen unter anderem Alipay, Didi, Meituan, WPS, CapCut, Ctrip, Baidu und JD.com. Damit wären unter anderem Zahlungen, Taxifahrten, Reisen, Büroarbeiten und Videobearbeitung abgedeckt.

Auf den bisher gezeigten Bildern besitzt das STEPX Neo außerdem ein zusätzliches Display auf der Rückseite. Weitere Angaben zur Hardware, zum Prozessor, zu den Kameras oder zur Akkulaufzeit hat StepFun noch nicht veröffentlicht.

Große Versprechen, aber noch wenig Smartphone

Das STEPX Neo klingt nach einem interessanten Gegenentwurf zu Smartphones, bei denen KI bisher meist nur als zusätzliche App oder verstreute Einzelfunktion auftaucht. Ein Agent, der tatsächlich mehrere Apps und Systemfunktionen zuverlässig miteinander verbindet, könnte die Bedienung deutlich verändern.

Noch besteht das Gerät allerdings hauptsächlich aus Konzepten, Herstellerangaben und Präsentationsmaterial. Entscheidend wird sein, ob StepFun auf der WAIC ein funktionierendes Smartphone zeigt – oder lediglich eine weitere schicke KI-Demo, die unter kontrollierten Bedingungen beeindruckend aussieht und im Alltag auseinanderfällt.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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