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Apple legt nach dem neuen Mac mini auch beim großen Bruder Hand an: Der Mac Studio bekommt den M5 Max und den komplett neuen M5 Ultra. Vor allem das Ultra-Modell ist eine ziemlich brutale Ansage. Bis zu 36 CPU-Kerne, 80 GPU-Kerne und satte 512 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher stecken künftig in Apples kompaktem Desktop. Vorbestellungen starten heute, ausgeliefert wird ab dem 22. September 2026.
Optisch bleibt Apple seiner bisherigen Linie treu. Das bekannte Aluminiumgehäuse wird nicht neu erfunden, im Inneren hat sich dafür einiges getan. Der M5 Max kombiniert eine 18-Core-CPU mit bis zu 40 GPU-Kernen und unterstützt maximal 128 GB Unified Memory. Noch deutlich weiter dreht Apple beim M5 Ultra auf.
Der neue Spitzenchip setzt erstmals bei einem M-Chip auf eine Quad-Die-Architektur. Apples nächste UltraFusion-Generation verbindet dabei zwei M5-Max-Chips – die selbst bereits aus zwei Dies bestehen – zu einem einzigen SoC. Heraus kommen maximal 36 CPU- und 80 GPU-Kerne sowie eine Speicherbandbreite von bis zu 1,2 TB/s. Damit ist der M5 Ultra laut Apple der bislang leistungsstärkste eigene Chip.
Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra im Vergleich
| Technische Daten | Mac Studio M5 Max | Mac Studio M5 Ultra |
|---|---|---|
| Chip | Apple M5 Max | Apple M5 Ultra |
| CPU | 18 Kerne | bis zu 36 Kerne |
| GPU | bis zu 40 Kerne | bis zu 80 Kerne |
| Neural Engine | 16 Kerne | 32 Kerne |
| Neural Accelerators | in jedem GPU-Kern | in jedem GPU-Kern |
| Unified Memory | bis zu 128 GB | bis zu 512 GB |
| Speicherbandbreite | bis zu 614 GB/s | bis zu 1,2 TB/s |
| SSD | ab 512 GB | ab 1 TB |
| Thunderbolt | Thunderbolt 5 | Thunderbolt 5 |
| Ethernet | 10 Gbit/s | 10 Gbit/s |
| WLAN | Wi-Fi 7 | Wi-Fi 7 |
| Bluetooth | Bluetooth 6 | Bluetooth 6 |
| HDMI | ja | ja |
| SDXC-Kartenleser | ja | ja |
| USB-A | 2× | 2× |
| Betriebssystem | macOS 27 | macOS 27 |
| Verkaufsstart | 22. September 2026 | 22. September 2026 |
Gerade der Arbeitsspeicher ist interessant. Beim bisherigen Mac Studio hatte Apple wegen der angespannten Speicherlage zuletzt mehrere große RAM-Konfigurationen aus dem Sortiment genommen. Mit bis zu 512 GB Unified Memory kehren die richtig dicken Ausbaustufen nun zurück. 
Das ist längst nicht nur dafür gedacht, in Final Cut ein paar mehr Spuren übereinanderzuklatschen. Apple positioniert den Mac Studio inzwischen ausgesprochen deutlich als Rechner für lokale KI-Workloads. Große Sprachmodelle können komplett im gemeinsamen Speicher liegen und damit lokal verarbeitet werden, ohne Daten in irgendeine Cloud schieben zu müssen.
Apple drückt bei lokaler KI aufs Gas
Beim M5 Max spricht Apple von einer bis zu 3,9-fach höheren KI-Leistung gegenüber der Vorgängergeneration. Der M5 Ultra soll bei entsprechenden Berechnungen sogar bis zu 4,3-mal schneller als der M3 Ultra und bis zu 9,8-mal schneller als der alte M1 Ultra sein. Wie immer handelt es sich dabei um Apples eigene Benchmark-Angaben und nicht um unabhängige Messungen. Auch klassische Workloads profitieren. Gegenüber dem vorherigen Spitzenmodell verspricht Apple mit dem M5 Ultra bis zu 1,3-mal mehr CPU-Performance und bis zu 1,8-mal höhere Grafikleistung. Die SSD soll je nach Aufgabe bis zu doppelt so schnell arbeiten.
Eine interessante Funktion für KI-Entwickler ist zudem das Zusammenschalten mehrerer Mac-Studio-Systeme über Thunderbolt 5. Apple nennt für verteilte KI-Inferenz mit mehreren Rechnern bis zu dreimal mehr Leistung als bei einem einzelnen System. Damit wird der kleine Aluminiumklotz zunehmend zur Mini-Workstation beziehungsweise zum persönlichen KI-Rechencluster. Nur beim Stromzähler dürfte der Begriff „mini“ irgendwann etwas relativ werden.
Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 ziehen ebenfalls ein
Auch bei der Konnektivität gibt es ein Update. Der neue Mac Studio unterstützt erstmals Wi-Fi 7 und Bluetooth 6. Thunderbolt 5 bleibt ebenso an Bord wie 10-Gigabit-Ethernet, HDMI, zwei klassische USB-A-Anschlüsse, ein SDXC-Kartenleser und der 3,5-mm-Kopfhöreranschluss.
Das ist gerade nach dem Ende des Mac Pro relevant. Apple hat den klassischen Tower inzwischen aus dem Programm genommen, womit der Mac Studio endgültig die Rolle des leistungsstärksten Desktop-Mac übernimmt. Interne PCIe-Karten wie beim Mac Pro kann man zwar weiterhin vergessen, schnelle Thunderbolt-5-Gehäuse sollen zumindest einen Teil dieser Lücke schließen.
Ab 22. September erhältlich
Apple nimmt Vorbestellungen für den neuen Mac Studio ab sofort entgegen, die Auslieferung beginnt am 22. September 2026. Der Einstieg in die Baureihe liegt im deutschen Apple Store weiterhin bei 2.999 Euro.
Damit ist ziemlich klar, an wen sich das Ding richtet. Schon der M5 Max dürfte für die meisten normalen Nutzer völlig hemmungslos überdimensioniert sein. Der M5 Ultra ist endgültig Hardware für 3D-Rendering, große Videoprojekte, wissenschaftliche Berechnungen und lokale KI-Modelle. 512 GB gemeinsamer Speicher in einem Rechner dieser Größe sind trotzdem ziemlich absurd – im positiven Sinne.


