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Apple schickt den Mac mini in die nächste Runde. Der kompakte Desktop-Rechner bekommt wahlweise den neuen M6 oder den bereits bekannten M5 Pro, schnelleres Netzwerk und einige Detailverbesserungen bei der Ausstattung. Optisch bleibt Apple dagegen beim extrem kompakten Gehäuse der bisherigen Generation. Vorbestellungen laufen ab sofort, ausgeliefert wird ab dem 22. September 2026.
Die spannendere Neuerung steckt erwartungsgemäß im Inneren. Der M6 besitzt im Mac mini eine 12-Core-CPU sowie eine 12-Core-GPU. Apple spricht gegenüber dem M4 von bis zu 40 Prozent mehr CPU-Leistung, bis zu doppelt so schneller Grafik und bis zu vierfacher KI-Leistung. Letzteres liegt unter anderem an Neural Accelerators in jedem GPU-Kern sowie der neuen Dual-16-Core Neural Engine. Die Speicherbandbreite steigt auf bis zu 170 GB/s.
Beim Arbeitsspeicher startet der Mac mini M6 weiterhin mit 16 GB Unified Memory, lässt sich nun aber bis auf 32 GB konfigurieren. Interessant ist außerdem, dass Apple beim M6-Modell wieder eine Variante mit 256 GB SSD anbietet. Diese war beim Vorgänger zwischenzeitlich aus dem deutschen Apple Store verschwunden.
Mac mini M6 und M5 Pro: Technische Daten
| Merkmal | Mac mini M6 | Mac mini M5 Pro |
|---|---|---|
| Prozessor | Apple M6 | Apple M5 Pro |
| CPU | 12 Kerne | bis zu 18 Kerne |
| GPU | 12 Kerne | bis zu 20 Kerne |
| Neural Engine | Dual 16-Core Neural Engine | Neural Accelerators in den GPU-Kernen |
| Unified Memory | 16 bis 32 GB | bis zu 64 GB |
| Speicherbandbreite | bis 170 GB/s | bis 307 GB/s |
| SSD | ab 256 GB | ab 512 GB |
| Vorderseite | 2× USB-C (USB 3), 3,5-mm-Klinke | 2× USB-C (USB 3), 3,5-mm-Klinke |
| Rückseite | 3× Thunderbolt 4, HDMI, Ethernet | 3× Thunderbolt 5, HDMI, Ethernet |
| Ethernet | 2,5 Gbit/s, optional 10 Gbit/s | 2,5 Gbit/s, optional 10 Gbit/s |
| WLAN | Wi-Fi 7 | Wi-Fi 7 |
| Bluetooth | Bluetooth 6 | Bluetooth 6 |
| Betriebssystem | macOS 27 | macOS 27 |
| Verkaufsstart | 22. September 2026 | 22. September 2026 |
Der M5 Pro ist dagegen für Nutzer gedacht, denen ein normaler Mac mini zu zahm ist. Apple bietet hier bis zu 18 CPU- und 20 GPU-Kerne sowie maximal 64 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher. Die Speicherbandbreite liegt bei bis zu 307 GB/s. Gegenüber dem M4 Pro verspricht Apple unter anderem bis zu 1,4-mal schnelleres Raytracing-Rendering in Blender und bis zu viermal mehr Leistung beim Verarbeiten von LLM-Prompts in LM Studio. Wie üblich stammen solche Werte allerdings aus Apples eigenen Benchmarks und sollten daher eher als Größenordnung verstanden werden.
Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und schnelleres Ethernet
Auch bei der Konnektivität legt Apple nach. Beide Varianten unterstützen jetzt Wi-Fi 7 und Bluetooth 6. Das bisherige Gigabit-Ethernet wird standardmäßig durch 2,5-Gigabit-Ethernet ersetzt, optional bleibt eine 10-Gbit-Variante erhältlich. An der Vorderseite sitzen weiterhin zwei USB-C-Buchsen mit USB 3 sowie der Kopfhöreranschluss. Hinten unterscheiden sich die beiden Modelle deutlicher: Der M6 bekommt drei Thunderbolt-4-Anschlüsse, während Apple dem M5 Pro dreimal Thunderbolt 5 spendiert. HDMI und Ethernet gehören bei beiden zur Grundausstattung.
Neu ist zudem Genlock-Unterstützung über USB-C, mit der sich beispielsweise Bildschirme und Kameras präzise synchronisieren lassen. Apple nennt hier ausdrücklich auch das iPhone 17 Pro als mögliche Kamera. Beim M5-Pro-Modell lassen sich über Thunderbolt 5 außerdem mehrere Mac minis für größere lokale KI-Workloads miteinander verbinden.
Preis und Verfügbarkeit
Vorbestellungen für den neuen Mac mini sind ab sofort möglich. Apple nennt den 22. September als offiziellen Verkaufs- und Lieferstart. Im deutschen Apple Store werden aktuell unter anderem Varianten mit M6 und 16 GB RAM sowie M5 Pro mit 24 GB RAM angeboten. Apple listet den Mac mini in Deutschland derzeit grundsätzlich ab 949 Euro.
Der Mac mini bleibt damit äußerlich der kleine Aluminiumklotz, den Apple Ende 2024 deutlich geschrumpft hat. Technisch ist das Update aber alles andere als kosmetisch: Gerade M6, Wi-Fi 7 und 2,5-Gbit-Ethernet machen die Basisversion wesentlich moderner. Wer dagegen regelmäßig Videos rendert, größere lokale KI-Modelle bewegt oder andere schwere Workloads fährt, dürfte vor allem beim M5 Pro feuchte Augen bekommen – bis der Konfigurator die Rechnung präsentiert.


