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gamescom 2016 – „Alien Isolation 2“ ließ uns fluchen und zittern

Hands-On an der erwarteten Fortsetzung des Überraschungshits von 2014

So stimmen unsere Leser ab:

Mörderischer Killerinstinkt, dynamisches Verhalten und eine paar arme Seelen, deren Schicksal eine harte Wendung einschlagen wird. Wir spielten eine sehr frühe Version der kommenden Fortsetzung des Survival-Horror Hits „Alien Isolation“ von 2014 und beantworten euch vermutlich die Frage, ob der schleichende Grusel einer außerirdischen Lebensform mit ätzendem Schleim im Gewebe auch zwölf Jahre überzeugt.

Eines muss man Publisher SEGA zweifelsohne lassen – Überraschungen beherrschen sie nur zu gut. Anders ist einerseits die fast schon überraschend nostalgisch-rotzige Rückkehr der „Crazy Taxi„-Reihe mit „World Tour“ kaum zu erklären und dann darf der erneute Auftritt des gefährlichsten Wesens abseits unserer Stratosphäre nicht unerwähnt bleiben – Ridley Scott schuf mit „Alien“ nicht nur ein Meisterwerk des Science-Fiction Kinos sondern etablierte mit der namensgebenden Lebensform eine ernsthafte Bedrohung für Figuren der Filmreihe und das Nervenkostüm einiger Zuschauer:innen. Nach dutzenden Shooter-Ausflügen erfüllte „Creative Assembly“ wohl vielen Fans einen digitalen (Alb)Traum – das mehrheitlich für Rundenstrategie bekannte Studie ging mit „Alien Isolation“ ein frech kalkuliertes Wagnis ein, was geschieht, wenn wir eine Person ohne Kampferfahrung oder Wissen um die herrschende Gefahr in ein Raumschiff sperren, in dem nur ein einziges Alien sein Unwesen treibt, jedoch gegen Feuer und Kugeln immun ist und selbst sonstige Angriffe ihn nicht sonderlich stören? Zur Gegenwehr hilft nur Verstecken und mit List samt Ablenkung gegen den Doppelkiefer-Killer ankämpfen.

Matsch of Horror

Nachdem genau diese Limitierung im Gameplay nicht nur die Fachpresse zu Lobeshymnen anregte, fielen bedauerlicherweise die Verkaufszahlen eher mager aus. Doch SEGA startet jetzt einen frischen Versuch einen zweiten, kommerziell, hoffentlich erfolgreicheren Teil zu etablieren. Wir nahmen allen Mut zusammen und wagten den Einblick in die Fortsetzung.

In der uns vorgestellten Hands-On Version handelte sich sich um eine Pre-Alpha – wobei der Build für unseren Geschmack grafisch und inszenatorisch kräftig die Muskeln spielen ließ. Die Jungs und Mädels greifen hierbei auf einen frischen Startpunkt, nein, wir schlüpfen nicht wieder in die Rolle von Ellen Ripleys Tochter, sondern von „Blake“ einer Wayland-Yutani Managerin welche mit ihrem Team auf einem fremden Planeten nach einem abgestürzten Raumschiff sucht. Erstmal laufen wir durch wir innerhalb der Reihe durch natürliche Umgebungen, hier einem wäldlichen Sumpfgebiet, in dem es kräftig schüttet und wir bei Nacht uns durch’s Unterholz bewegen. Der Matsch ist dank audiosivuseller Präsentation an den Fußsohlen zu spüren. Das ist echt atmospährisch, gar gruselig, weil sich die Musik nur auf wenige melodische Untermalungen zurückhält und das Gefühl sprechen lässt. Irgendwas ist hier mächtig faul. Dieses Gefühl verstärkt sich am Hang hängenden Raumschiff angekommen. Im Inneren wurde mutwillig die Energiezufuhr gekappt und ein stark verätzter Android greift uns gewaltsam an. Was hier ist nur los?

Grusel bei schummrigen Licht

Dank eingesetzter Unreal Engine 5 als Grafikmotor ist Dunkelheit wirklich tiefschwarz düster. Nicht mal die Hand vor Augen ist damit zu erkennen. Daher taten wir uns im hell erleuchteten Hinterraum auf dem SEGA-Stand etwas schwer die bestimmte Konsole für die Aktivierung von Energie aufzufinden. Mit etwas Spielzeit gelang es uns jedoch – plötzlich stand das schwarz glänzende Ungetüm vor uns – zum Glück kauerte sich Blake selbstständig unter den Tisch. Nun heißt es gebückt die Flucht antreten während ein unverwundbarer und schneller Killer nach uns sucht. Was Creative Assembly (noch heute) bestens beherrscht sind gezielte Schocks samt enorm bedrohlicher Stimmung. Die unheilvolle Musik im Hintergrund ist genauso der Indikator wie Trittgeräusche hinter uns, sich öffnende Türen – die gesamte Soundkulisse darf als Schmankerl bezeichnet werden.

Angebot
Alien: Isolation (PS4)
  • Das ultimative Survival Horror Erlebnis, angelehnt an das Grauen und die Spannung, die Ridley Scotts Kultfilm von 1979 ausgemacht haben.
  • Vom Erfolgsstudio The Creative Assembly, bekannt für die mehrfach ausgezeichnete Total War-Reihe

Unsere Flucht brauchte ungefähr 20 Versuche. Natürlich gewollt *räusper*, weil wir unbedingt testen wollten, ob das Verhalten unseres schleimigen Widersachers, wie im Erstling, auch wieder dynamisch ist. Können wir hiermit bestätigen. Das Alien sucht sich mehrere Wege, in unterschiedlichen Zugängen, um uns zu erwischen. Unabsichtliche Geräusche sind ebenfalls zu vermeiden wie kurze Sprints – das Monster greift gnadenlos an. Dies könnte zu Frust-Momenten führen. Zumal „Alien Isolation 2“ aufgrund wohl von höherer Gewalt das tiefrote USK 18-Siegel erhielt, obwohl wir keine Veränderung zu diesem Punkt zu Teil Eins feststellen konnten. Leider ist bisher nichts über den Release bekannt – aber der First Look macht deutlich Hunger auf mehr!

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Benny Illgner

Benny Illgner

Redakteur
Tech-Journalist
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Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter/Threads unter @IamIllgner an.

Schreibt und lebt nebenher das glorreiche Leben eines Technik-Bloggers. Interessiert sich für technische Spielereien jeglicher Art und spielerische Technik der allgegenwärtigen Videospiel-Konsolen. Primär für Gaming-, Smart Home-Krams und Reviews zuständig. Schlechte Wortspiele in Reviews eingeschlossen.

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