Conventions & MessenEvents

Subs zwischen Gaming & Creator – Was macht Subway auf der gamescom 2026?

20.000 ausgegebene Sandwiches und cleveres Marketing über die Messe hinaus

So stimmen unsere Leser ab:

Auf der derzeit stattfindenden gamescom 2026 werden Messebesucher:innen nicht nur die neuesten Abenteuer von Geralt von Riva erleben oder ganz freiwillig einem schleimigen Alien aus dem Weg gehen – die Meisten werden die Fast-Food Kette Subway als Partner für die Stärkung zwischendurch entdecken. Eine groß angelegte Präsenz mit geplant über 20.000 ausgegebenen Subs, die sowohl als Chicken Teriyaki in der klassischen Fleischvariante als auch in einer Plant-Based-Version sorgen für ein interessantes Marketingkonzept. Der leuchtend grüne Stand setzt dabei bewusst nicht auf wohlfeile Werbebotschaften, sondern auf ein interaktives Konzept, das sich eng an die Messe-Atmosphäre anlehnt und Besucher:innen aktiv einbinden will – eine kleine Erörterung zum Subway-Auftritt.

Denkt man an eine popkulturelle Messe, deren hauptsächliches Publikum aus jungen Erwachsenen und Fans von klassischen Nerd-Themen wie Videospiele, Anime, Manga oder Comics besteht, liegt der Auftritt von alltäglichen Marken recht nahe, darf aber gemeinhin als bloße öffentliche Demonstration von PR-Budget abgetan werden. Zu gewollt oder zu verbissen wirkt die Präsentation und auf das kostenlose Schlüsselbändchen ist ohnehin gepfiffen. Interessant wird es sobald sich über die Landesgrenzen hinweg bekannte Marken konzeptionell auf die gamescom einlassen. Über den Tellerrand hinaus gucken. Messe unabhängig funktionierte dies mit den aus der Taufe gehobenen „Lidlletten“ des bekannten Discounters mit dem gelb-rot-blauen Logo bestens. Was uns zur Sandwichbuden-Kette „Subway“ führt – was machen die also auf der gamescom?

Zweite gamescom-Teilnahme baut auf starkem Vorjahr auf

Linksseitig angedockt an die Bühne von der E-Sport Organisation, SK Gaming, ähnelt der Stand einer typischen Filiale. Zentraler Bestandteil ist jedoch ein spielerisches Konzept rund um ein Wheel of Fortune namens „Lucky Sub“ sowie eine horizontal gesetzte Wurfwand, bei der Besucher:innen Punkte sammeln können. Jeder Wurf trägt zum individuellen Punktestand bei, der am Ende in frei wählbare Merchandise-Artikel umgewandelt wird. Zur Auswahl stehen unter anderem Hüte im Cookie-Design, Socken sowie ein XXL-Mauspad im NYFTER-Design. Der Ansatz ist damit klar gamifiziert ohne sich dem Zielpublikum anzubiedern und orientiert sich an klassischen Messemechaniken, die auf Belohnung samt Interaktion setzen.

Für Subway ist es erst der zweite Auftritt auf der gamescom. Bereits im vergangenen Jahr verteilte die Marke rund 25.000 Subs (!) und verzeichnete eine hohe Nachfrage sowie starke Besucherfrequenz am Stand. Die diesjährige Umsetzung knüpft daran an, erweitert das Konzept jedoch gezielt um zusätzliche spielerische Elemente und Belohnungen nach Gusto.

Langfristige Markenbindung statt kurzfristiger Werbung

Im Mittelpunkt steht also nicht nur die kurzfristige Sichtbarkeit, sondern eine nachhaltige Erinnerung an den Messebesuch. Man möchte bei jeder Standbesucher:in den Gedanken verankern – es gab nicht nur ein frisch belegtes Footlong, ich erspielte mir so überraschend einen Hoodie. Insofern gut gelöst, weil der Messestand der Sandwich-Kette längst keine Ausmaße wie der sagenumwobene Xbox-Stand von vor zwei Jahren annimmt, jedoch inhaltlich überzeugt. Ein Beispiel dafür sind exklusive Gutscheine, die ausschließlich vor Ort erhältlich sind. In diesem Jahr wird unter anderem eine Aktion angeboten, bei der zehn Cookies für sechs Euro erhältlich sind. Ziel ist es, den Kontakt über die Messe hinaus zu verlängern und Besucher auch nach der gamescom erneut in die Filialen zu bringen. Andere „Non-Endemics“ (Nicht-Gaming-Marken) denken größtenteils deutlich kürzer, glauben alleine ihr Logo würde schon die Massen auf ihre Fläche ziehen, was einerseits stimmen mag, aber andererseits keine Erinnerungen schafft. Selbst Videospiel-Publisher fanden unlängst heraus – Goodies nach dem Hands-On an der Demostation sorgen für positive Empfindungen.

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Das Gesamtkonzept wirkt dabei recht simpel: Kostenlose Produkte, spielerische Interaktion und exklusive Anreize greifen ineinander und sprechen gezielt das Publikum der gamescom an, das erfahrungsgemäß offen für erlebnisorientierte Markenauftritte ist.

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Benny Illgner

Benny Illgner

Redakteur
Tech-Journalist
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Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Instagram. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter/Threads unter @IamIllgner an.

Schreibt und lebt nebenher das glorreiche Leben eines Technik-Bloggers. Interessiert sich für technische Spielereien jeglicher Art und spielerische Technik der allgegenwärtigen Videospiel-Konsolen. Primär für Gaming-, Smart Home-Krams und Reviews zuständig. Schlechte Wortspiele in Reviews eingeschlossen.

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