
| 0 | 0 |
Apple bekommt neuen Ärger wegen Face ID. Die BASF-Tochter trinamiX hat den Konzern in den USA verklagt und wirft Apple vor, insgesamt sieben Patente rund um Gesichtsauthentifizierung und Materialerkennung zu verletzen. Die Klage wurde am 3. September 2026 beim US-Bezirksgericht für den westlichen Bezirk von Texas in Midland eingereicht.
Im Mittelpunkt stehen Technologien, mit denen Gesichtserkennungssysteme echte menschliche Haut von Fotos, 3D-gedruckten Masken oder Silikon-Nachbildungen unterscheiden sollen. trinamiX arbeitet seit Jahren an solchen Verfahren zur optischen Haut- und Materialerkennung. Laut Klageschrift soll Apple entsprechende Technik inzwischen in mehreren iPhone- und iPad-Modellen einsetzen. Genannt werden unter anderem Geräte der iPhone-15-, iPhone-16- und iPhone-17-Reihe sowie verschiedene iPad-Pro-Modelle. Interessant dabei: trinamiX behauptet nicht, dass bereits die ursprüngliche Face-ID-Version im iPhone X von 2017 betroffen gewesen sei. Die mutmaßlich patentverletzende Technik soll erst in späteren Generationen hinzugekommen sein.
trinamiX verlangt Schadenersatz in bislang nicht genannter Höhe und fordert außerdem, dass Apple die weitere Nutzung der beanstandeten Technologie unterlässt. Apple hatte sich zum Zeitpunkt der Berichte noch nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Ob tatsächlich Patente verletzt wurden, muss nun das Gericht klären.
