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Boeing zieht sich aus der direkten Entwicklung eigener Flugtaxis zurück. Der US-Luftfahrtkonzern verkauft Wisk Aero, SkyGrid und den Drohnenhersteller Insitu an Archer Aviation. Ganz raus ist Boeing damit allerdings nicht: Im Gegenzug erhält der Konzern einen Anteil von 19,75 Prozent an Archer und behält Zugriff auf wichtige Technologien für autonomes Fliegen.
Wisk ist dabei der für Flugtaxis interessanteste Teil des Deals. Das ursprünglich gemeinsam von Boeing und Kitty Hawk gegründete Unternehmen entwickelt autonome elektrische Senkrechtstarter, sogenannte eVTOLs. Mit der sechsten Generation seines Flugtaxis hat Wisk bereits umfangreiche Flugtests durchgeführt und arbeitete zuletzt unter anderem gemeinsam mit der NASA an autonomen Flugbetrieben.
Boeing bleibt über Archer an Bord
Der Deal bedeutet also nicht, dass Boeing die Technologie komplett abschreibt. Der Konzern darf die von Wisk entwickelten Systeme für autonomes Fliegen weiterhin für eigene Verkehrs- und Militärflugzeuge verwenden. Gleichzeitig kann sich Boeing stärker auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Archer bekommt dagegen auf einen Schlag Know-how bei Flugtaxis, autonomen Flugsystemen, Drohnen und digitalem Flugverkehrsmanagement.
Für Archer könnte die Übernahme ein ziemlich dicker Schritt nach vorne sein. Das Unternehmen arbeitet selbst an elektrischen Flugtaxis und plant erste Testdienste in mehreren US-Regionen. Mit Wisk landet nun ausgerechnet ein früherer Konkurrent unter dem eigenen Dach – inklusive einer Technologie, in die Boeing über Jahre kräftig investiert hat.
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