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BOOX frischt sein E-Ink-Portfolio zum Herbst kräftig auf. Neben dem bereits vorgestellten Note Air6 C kommen mit dem BOOX Note Mini C und dem BOOX Palma 3 zwei deutlich kompaktere Geräte. Beide setzen auf Android 16, einen Octa-Core-Prozessor und BOOX Super Refresh (BSR). Während das Note Mini C ein kleines Farb-E-Ink-Tablet zum Schreiben und Arbeiten ist, bleibt der Palma 3 seiner etwas ungewöhnlichen Rolle als E-Reader im Smartphone-Format treu. Gerade der Palma bleibt damit eines dieser Geräte, bei denen man zweimal hinschaut. Smartphone-Form, Android und Apps – aber eben kein klassisches Smartphone-Display, das einen alle paar Minuten mit Instagram, TikTok und irgendwelchem anderen digitalen Gebrüll anspringt.
BOOX Note Mini C: Farbe auf 8,52 Zoll
Das Note Mini C bekommt ein 8,52 Zoll großes Kaleido-3-Display mit 4.096 Farben. Schwarz-Weiß-Inhalte werden mit 2.048 × 1.536 Pixeln beziehungsweise 300 ppi dargestellt, bei Farbe sind es 1.024 × 768 Pixel und 150 ppi. Dazu kommen 6 GB RAM und 64 GB interner Speicher, der über eine microSD-Karte erweitert werden kann. Bedient werden kann das Tablet nicht nur mit den Fingern, sondern auch mit dem magnetischen BOOX InkSight Stylus, der 4.096 Druckstufen unterstützt. BOOX verbaut außerdem Dual-Lautsprecher, ein Mikrofon, WLAN, Bluetooth 6.0 sowie einen Fingerabdrucksensor im Power-Button. Der Akku bietet 3.150 mAh. Mit 300 Gramm und lediglich 6 Millimetern Dicke bleibt das Note Mini C vergleichsweise handlich.
Durch Android 16 lassen sich zudem Apps von Drittanbietern installieren. Das macht das Gerät deutlich flexibler als einen klassischen E-Book-Reader und erlaubt beispielsweise den Einsatz verschiedener Lese-, Cloud- oder Produktivitäts-Apps. Der angekündigte Preis liegt in Deutschland bei 579,99 Euro. Einen konkreten Termin für den Verkaufsstart nennt BOOX bislang noch nicht; im offiziellen Shop wird das Note Mini C derzeit als „Available Soon“ geführt.
BOOX Palma 3: Android für die Hosentasche
Noch interessanter dürfte für viele der Palma 3 sein. BOOX hält am ungewöhnlichen Smartphone-ähnlichen Format fest und verbaut ein 6,13 Zoll großes monochromes E-Ink-Display mit 824 × 1.648 Pixeln und 300 ppi. Gegenüber der bisherigen Generation verspricht BOOX einen höheren Kontrast und tiefere Schwarztöne. Im Inneren arbeiten 6 GB RAM und 128 GB Speicher, letzterer lässt sich erneut per microSD erweitern. Dazu kommen BSR, Android 16, Bluetooth 6.0, ein Fingerabdrucksensor, Lautsprecher, zwei Mikrofone und ein 3.950-mAh-Akku. Selbst die 16-Megapixel-Kamera auf der Rückseite bleibt erhalten. Das Ganze wiegt rund 195 Gramm und misst 159 × 78 × 7,8 Millimeter. Der eigentliche Reiz des Palma-Konzepts bleibt aber Android. Kindle, Pocket, Audible, Spotify oder andere Apps können auf einem Gerät laufen, das sich eher wie ein Smartphone transportieren lässt, aber bewusst auf ein klassisches LCD- oder OLED-Panel verzichtet. Wer beim Lesen weniger Ablenkung möchte, ohne sich an das Ökosystem eines klassischen E-Readers zu ketten, bekommt damit eine ziemlich spezielle Alternative.
BOOX nennt für Deutschland einen Preis von 339,99 Euro. Auch beim Palma 3 steht ein konkreter Verkaufsstart allerdings noch aus. Im internationalen BOOX-Shop wird das Gerät momentan ebenfalls als „Available Soon“ gelistet.
Zwei ziemlich unterschiedliche E-Ink-Konzepte
Damit deckt BOOX mit den beiden Geräten zwei interessante Nischen ab. Das Note Mini C ist im Grunde die kompaktere Arbeitsmaschine für handschriftliche Notizen, PDFs und farbige Dokumente. Der Palma 3 zielt dagegen auf Nutzer, die möglichst viel von der Offenheit eines Android-Geräts wollen, dabei aber bewusst weniger Smartphone haben möchten. Vor allem Android 16 und Bluetooth 6.0 sind dabei bemerkenswert. BOOX liefert seine neue Generation softwareseitig ungewöhnlich aktuell aus – und das ist bei E-Ink-Geräten alles andere als selbstverständlich.
Disclaimer: Titelbild mit ChatGPT erstellt


