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Es gibt Hobbys. Es gibt Nischenhobbys. Und dann gibt es BrushHammer: Miniature Painter. Das Mixed-Reality-Spiel von Soliton Interactive lässt euch Miniaturen bemalen – nur eben ohne Miniaturen, ohne Farbe und ohne den obligatorischen Klecks auf dem Tisch.
Damit wäre also auch die letzte Ausrede beseitigt, warum die echte Armee aus grauem Plastik seit Monaten unangetastet im Regal steht. Denn seien wir ehrlich: Wer Miniaturen sammelt, besitzt vermutlich ohnehin mehr Figuren, als er jemals in diesem Leben vollständig bemalen wird. Jetzt können wir uns zusätzlich einen virtuellen Stapel unbemalter Miniaturen aufbauen. Fortschritt!
Airbrush, Washes und Kitbashing ohne Sauerei
BrushHammer bildet ziemlich viele Dinge nach, die man aus dem echten Miniaturen-Hobby kennt. Figuren lassen sich aus unterschiedlichen Teilen zusammensetzen beziehungsweise kitbashen, anschließend kommen verschiedene virtuelle Werkzeuge zum Einsatz. Dazu gehören unter anderem Airbrushes, Sprühdosen, Shade Brushes, Drybrush-Techniken, Decals und unterschiedliche Oberflächen-Finishes.
Der offensichtliche Vorteil: Farbe kostet nichts, der Schreibtisch bleibt sauber und ein komplett verhunztes Farbschema lässt sich einfach rückgängig machen. BrushHammer unterstützt Undo und Redo, womit sich auch wilde Farbkombinationen ausprobieren lassen, ohne anschließend eine echte 40-Euro-Figur minutenlang in Isopropanol baden zu müssen.
Die Nische in der Nische
Dabei bedient BrushHammer schon eine bemerkenswert spezifische Zielgruppe. VR ist weiterhin kein Massenmarkt, Miniaturenmalerei ebenfalls nicht – und die Schnittmenge aus Menschen, die eine Meta Quest besitzen und gerne winzige Kunststoffmenschen bemalen, dürfte vermutlich auf überschaubare Weihnachtsfeiern passen. BrushHammer versucht gar nicht erst, der nächste große VR-Shooter zu sein, sondern bildet ein extrem konkretes Hobby nach. Und wer schon einmal eine Miniatur drei Stunden lang bemalt hat, nur um anschließend festzustellen, dass die Augen aussehen wie zwei betrunkene Spiegeleier, dürfte den Undo-Button sehr schnell lieben lernen.
Sogar eine Karriere als virtueller Miniaturenmaler ist drin
Wer nicht einfach nur entspannt pinseln möchte, bekommt außerdem einen Karriere-Modus. Dort sollen Aufträge erledigt, Bewertungen von virtuellen Juroren gesammelt und Punkte verdient werden. Die wiederum lassen sich im Hobby-Shop in neue Werkzeuge, Zubehör und Verbesserungen für den eigenen Arbeitsplatz investieren. Ob der Karriere-Modus bereits direkt zum Release vollständig verfügbar sein wird, ist derzeit allerdings noch nicht eindeutig bestätigt. Die fertigen Miniaturen lassen sich anschließend im eigenen Mixed-Reality-Raum platzieren und fotografieren beziehungsweise mit anderen teilen. Der virtuelle Maltisch wird dabei in die reale Umgebung eingeblendet.
BrushHammer erscheint am 26. August
BrushHammer: Miniature Painter erscheint am 26. August 2026 für Meta Quest und kann bereits auf die Wunschliste gesetzt werden. Eine PC-VR-Version über Steam ist ebenfalls geplant, für diese gibt es bislang aber noch keinen konkreten Veröffentlichungstermin.
Und irgendwo sitzt jetzt vermutlich jemand vor 87 grundierten Warhammer-Figuren und denkt sich: „Geil, dann male ich heute Abend erst einmal eine virtuelle Miniatur.“
Prioritäten müssen schließlich sein.
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- Sichtfeld : 360.0 degrees
- Artikelabmessungen: 4.72 inches
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