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OpenAI verpasst seiner Bild-KI das nächste größere Upgrade. ChatGPT Images 2.5 soll Bilder schneller generieren, Details besser erhalten und vor allem bei nachträglichen Änderungen weniger kreative Eigenmächtigkeit entwickeln. Dazu kommen neue Werkzeuge wie Skizzen, Vorlagen und Kommentare direkt im Bild. Wie intensiv die Bildgenerierung inzwischen genutzt wird, zeigt eine Zahl von OpenAI: Mehr als drei Milliarden Bilder pro Woche entstehen derzeit über ChatGPT Images und die GPT-Image-Modelle der API. Entsprechend dreht OpenAI nicht nur an der reinen Bildqualität, sondern zunehmend am eigentlichen Workflow.
Bilder schneller erstellen und präziser verändern
ChatGPT Images 2.5 soll gegenüber Images 2.0 eine bis zu 50 Prozent geringere Latenz bei der Bildgenerierung erreichen. Gleichzeitig verspricht OpenAI natürlichere Beleuchtung, detailliertere Texturen und eine bessere Erhaltung von Personen und anderen Motiven aus Referenzbildern.
Interessanter wird es allerdings bei der Bearbeitung vorhandener Bilder. Images 2.5 soll besser verstehen, was eben nicht verändert werden soll. Wer beispielsweise nur den Hintergrund austauscht, ein Produkt verändert oder einen Schriftzug ergänzt, soll nicht anschließend feststellen müssen, dass die KI nebenbei auch noch Gesicht, Kleidung und halbe Bildkomposition neu erfunden hat. Auch bei mehreren aufeinanderfolgenden Änderungen sollen einmal festgelegte Details zuverlässiger erhalten bleiben. Gerade für die ernsthaftere Nutzung der Bild-KI dürfte das mindestens genauso wichtig sein wie eine hübschere erste Generation.
Mit Sketch reicht künftig auch eine krakelige Idee
Neu ist außerdem Sketch. Damit lässt sich direkt in ChatGPT eine einfache Zeichnung erstellen und anschließend zusammen mit einer Beschreibung an die KI übergeben. Eine grobe Raumaufteilung, die Position eines Gegenstands oder die gewünschte Form muss damit nicht mehr umständlich in Worte gepresst werden. Auf Mobilgeräten lässt sich Sketch über das @-Menü im Eingabefeld aufrufen.
Das Ergebnis sieht dann bei mir so aus:
Hinzu kommen Templates für häufig verwendete Bildformate. OpenAI nennt beispielsweise Flyer und Produktfotos. ChatGPT kann dabei zusätzliche Fragen stellen, um aus einer zunächst groben Idee eine passendere Vorlage zu bauen.
Praktisch ist auch die neue Kommentarfunktion. Änderungswünsche lassen sich direkt an bestimmten Stellen eines Bildes hinterlassen. Statt „mach das Ding links neben dem anderen Ding etwas kleiner“ lässt sich also endlich genauer zeigen, welches verdammte Ding eigentlich gemeint ist.
Beim Teilen eines generierten Bildes kann zudem der dazugehörige Prompt mitgegeben werden. Andere Nutzer können diesen anschließend als Ausgangspunkt für eigene Varianten verwenden.
Zwei neue Modelle für Entwickler
Parallel zu ChatGPT Images 2.5 bringt OpenAI zwei Modelle in die API. GPT-Image-2.5 Flare ist als Standardmodell für viele Anwendungen gedacht und kombiniert höhere Bildqualität mit deutlich geringerer Latenz als GPT-Image-2.
GPT-Image-2.5 Sunburst richtet sich dagegen an anspruchsvollere Workflows, bei denen präzise Bearbeitungen wichtiger sind als maximale Geschwindigkeit. OpenAI nennt hier unter anderem fertige Kampagnenmotive und hochwertige Produktbilder als mögliche Einsatzbereiche.
OpenAI behält außerdem seine Kennzeichnung für KI-generierte Inhalte bei. Images 2.5 verwendet weiterhin C2PA-Metadaten und unsichtbare Wasserzeichen, um mit den eigenen Werkzeugen erzeugte Bilder identifizierbar zu machen.
ChatGPT Images 2.5 wird bereits verteilt
ChatGPT Images 2.5 wird seit dem 8. September 2026 für Nutzer aller ChatGPT-Tarife ausgerollt. Das gilt für Desktop, mobile Apps und Web sowie für ChatGPT Work und Codex. Die bisherigen Limits für die Bildgenerierung ändern sich durch das Update nicht. Einige Funktionen unterscheiden sich während des Rollouts allerdings noch zwischen Plattformen; Templates stehen beispielsweise zunächst nicht in Work zur Verfügung.
Unterm Strich ist Images 2.5 damit weniger der nächste große „Schaut mal, die KI kann jetzt Bilder malen“-Moment. Spannender ist, dass OpenAI versucht, aus dem Generator zunehmend ein tatsächlich benutzbares Bildbearbeitungswerkzeug zu machen. Weniger Würfeln, mehr Kontrolle – und genau da hatten generative Bildmodelle bislang noch ordentlich Luft nach oben.
