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Commodore 77 bringt den C64 nach Night City

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Mehr 80er und gleichzeitig mehr 2077 geht vermutlich kaum: Commodore und CD Projekt Red haben den Commodore 77 vorgestellt, eine offizielle Cyberpunk-2077-Sonderedition des Commodore 64 Ultimate. Hinter dem auffälligen Night-City-Look steckt weiterhin ein FPGA-basierter C64 – allerdings mit etwas kräftigerer Hardware und exklusiven Inhalten. Das Gehäuse kombiniert transparente, rauchgraue Kunststoffteile mit Metallelementen, Graffiti, türkiser Beleuchtung und zahlreichen Anspielungen auf Cyberpunk 2077. Selbst der BASIC-2.0-Startbildschirm, Menüfarben und die Power-LED wurden angepasst. Dazu packt Commodore Sticker, Pins, eine spezielle Verpackung und ein Cyberpunk-Handbuch mit BASIC-Programmen in den Karton.

Mehr FPGA-Power als beim normalen C64 Ultimate

Technisch basiert der Commodore 77 auf dem Commodore 64 Ultimate, bekommt jedoch einen leistungsfähigeren AMD Artix XC7A100T FPGA. Beim normalen C64 Ultimate steckt ein XC7A50T im Gehäuse. Commodore spricht beim Sondermodell von Taktraten von bis zu 77 MHz – ein ziemlich deutlicher Sprung gegenüber dem rund 1 MHz schnellen Original-C64.Das bedeutet natürlich nicht, dass plötzlich Cyberpunk 2077 auf dem Brotkasten läuft. Der Commodore 77 bleibt eine moderne FPGA-Neuauflage des C64 und soll laut Hersteller mit mehr als 99,9 Prozent der über 10.000 bestehenden C64-Spiele und Peripheriegeräte kompatibel sein. Moderne Anschlüsse des C64 Ultimate ergänzen die klassischen Schnittstellen.

Einen eigenen Cyberpunk-Ausflug bekommt der Rechner trotzdem. Mitgeliefert wird ein exklusives „Arasaka“-Cartridge, dessen Gestaltung an die Shards aus Cyberpunk 2077 erinnert. Darauf steckt eine nicht interaktive Demo der polnischen C64-Demoszene-Gruppe Arise mit Musik von Chiptune-Künstler LukHash. Die Demo nutzt unter anderem 24 Stereo-SID-Kanäle und lässt die LEDs des Computers passend zur Musik aufleuchten.

Die Zusammenarbeit ist für Commodore durchaus bemerkenswert. Nach eigenen Angaben handelt es sich beim Commodore 77 um die erste Hardware-Kooperation mit einem Franchise in der 68-jährigen Geschichte der Marke. Retro-Hardware mit Cyberpunk-Lizenz ist dabei eine überraschend passende Kombination: Schließlich wirkt ein klobiger Heimcomputer mit blinkenden LEDs in Night City fast weniger deplatziert als ein modernes MacBook.

Commodore 77 kostet 377 Dollar

Der Commodore 77 kann bereits direkt bei Commodore vorbestellt werden. Der Hersteller verlangt knapp 325 Euro und nennt als Auslieferungszeitraum Anfang 2027.

Der Commodore 77 ist damit weniger ein neuer Gaming-PC als eine ziemlich konsequente Sammleredition des C64 Ultimate. Wer schon immer BASIC tippen wollte, während der Rechner aussieht, als hätte ihn ein Netrunner aus einem Hinterzimmer in Watson geklaut, bekommt Anfang 2027 zumindest die passende Hardware dafür.

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Torsten "Pixelaffe" Schmitt

Torsten "Pixelaffe" Schmitt

CvD & Evil Genius
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Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen.

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