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Klartext: Darum ist der PC besser als jede Konsole!

Es ist eine Frage, fast so alt wie die Geschichte der Videospiele selbst: Was ist besser, PC oder Konsole? Dabei ist die Antwort eigentlich ganz klar, denn der Kampf der PC Master Race gegen die Konsoleros kann objektiv betrachtet nur einen Sieger hervorbringen.

Da die Dominanz-Diskussion zwischen Fangirls und Fanboys beider Lager sehr häufig auf emotionaler Ebene stattfindet, wird es hin und wieder Zeit für eine nüchtern-rationale Betrachtung. Und diese Zeit ist jetzt! Bevor ich jetzt aber auf der Fahndungsliste des KKKK (Kapitales Konsolen Killer Kommando) auftauche, noch eine kleine Bitte: Tragt es mit Fassung, ihr Konsolen-Jünger!

Performance, Performance, Performance

Für viele Zocker, insbesondere die Fraktion der Hardcore-Gamer, ist die maximale Performance eines Systems ausschlaggebend. Und an dieser Front schlägt der PC die Konsolen-Konkurrenz ohne Zweifel um Längen. Der Grund dafür ist einfach: Konsolen müssen einen guten Kompromiss aus Leistungsfähigkeit und Kosten für eine möglichst breite Kundschaft bieten, der PC-Käufer bestimmt selber, wie leistungsfähig und kostspielig sein System werden soll. Vom preisgünstigen Office-PC bis zum speziellen Media-PC oder leistungsstarken Highend-Gaming-PC gibt es schier endlose Konfigurationsmöglichkeiten für den perfekten PC, der genau zu euch und eurem individuellen Anforderungsprofil passt.

Versteht mich nicht falsch, die Konsolen-Hersteller machen keinen schlechten Job. Aber letzten Endes handelt es sich bei Konsolen immer um kompromissbehaftete Massenware: Um einen bestimmten, massentauglichen Preis zu erreichen, werden notwendigerweise Zugeständnisse gemacht, die zu Lasten der Leistungsfähigkeit gehen. An sich sind Konsolen heutzutage auch technisch gesehen so etwas wie abgespeckte PCs. Das zeigt sich deutlich daran, dass die Anwendungsmöglichkeiten eines PCs sehr viel umfangreicher sind. Texte schreiben, Bilder bearbeiten, Fotos drucken, Videos schneiden, Webinare mitmachen… alles kein Problem. Umgekehrt darf man als verwöhnter PC-Nutzer fast schon Mitleid mit Konsoleros haben, die an ihrer Konsole im Internet surfen oder E-Mails checken müssen. Kurz gesagt: Der PC kann alles, was Konsolen können – nur besser und noch mehr.

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Upgrade-Möglichkeiten sind für Konsolen ein Fremdwort!

Aufrüstbarkeit und Zukunftstauglichkeit sind weitere Vorteile eines PCs gegenüber einer Konsole. Diese Upgrade-Möglichkeiten variieren zwar von PC-System zu PC-System, sie sind aber immens vielfältiger, als im Falle von Konsolen. Wer seinen PC aufrüsten will, der wird für so ziemlich jede Komponente ein Upgrade finden können, je nachdem was gebraucht wird: mehr Arbeitsspeicher, eine größere Festplatte, ein zusätzliches Laufwerk oder ein stärkeres Netzteil ist ebenso machbar, wie ein neues Mainboard, eine leistungsfähigere Grafikkarte, ein schnellerer Prozessor oder ein besserer Lüfter. Sogar der Look eines PCs lässt sich leicht ändern, indem man vorhandene Komponenten in ein neues Gehäuse packt. Wer seine Konsole aufrüsten will, der kann bestenfalls eine größere Festplatte einbauen oder anschließen. Ein wirkliches Leistungsplus lässt sich bei Konsolen nicht erzielen.

Durch Upgrades kann aber nicht nur die Performance eines PCs enorm gesteigert werden, sondern auch der Lebenszyklus eures bestehenden Systems ohne großen Aufwand verlängert werden. Anstatt einen komplett neuen PC zu kaufen, reicht oft schon eine neue Grafikkarte, um selbst aktuelle Spiele in maximaler Auflösung flüssig spielen zu können. Spiele-Umsetzungen für Konsolen werden indes häufig schon von Hause aus grafisch „beschnitten“, damit sie auf den technisch unterlegenen Konsolen überhaupt vernünftig laufen. Mehr zu dieser traurigen Wahrheit im Abschnitt „Games, Games, Games“ weiter unten.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass der Lebenszyklus der populärsten Konsolen – PlayStation und Xbox – ziemlich kurz ausfällt. Alle paar Jahre kommt eine ganz neue Konsolengeneration auf den Markt und zwischendurch bringen die Konsolenhersteller gerne noch überarbeitete und/oder verkleinerte Versionen auf den Markt, die nicht oder nur unwesentlich leistungsstärker sind als das größere Vorgängermodell. „Upgrades“ sind also – wenn überhaupt – nur im Paket mit einer komplett neuen Konsole zu bekommen. Die untenstehende Tabelle verdeutlicht, wie extrem sich das verhält. Seit dem Jahr 2000 sind 16 neue Modelle von PlayStation/Xbox erschienen – und zusätzlich noch jede Menge kleinerer Hardware-Revisionen (größere Festplatte, geringerer Stromverbrauch).

Modell-Historie Sony PlayStation

Modell
Release
Preis bei Release

PlayStation
September 1995
599 DM

PSone
September 2000
249 DM

PlayStation 2
November 2000
869 DM

PlayStation 2 Slimline
Oktober 2004
179 €

PlayStation 3
März 2007
599 €

PlayStation 3 Slim
September 2009
299 €

PlayStation 3 Super Slim
September 2012
229/299 € (je nach Ausstattung)

PlayStation 4
November 2013
399 €

PlayStation 4 Slim
September 2016
299 €

PlayStation 4 Pro
November 2016
399 €

Modell-Historie Microsoft Xbox

Modell
Release
Preis bei Release

Xbox
März 2002
479 €

Xbox 360
Dezember 2005
399 €

Xbox 360 S
Juli 2010
249 €

Xbox 360 E
Juni 2013
199/299 € (je nach Ausstattung)

Xbox One
November 2013
499 €

Xbox One S
August 2016
299 €

Xbox One X
November 2017
499 €

Tatsächlich braucht es keinerlei technische Begabung, um einzelne Komponenten eines PCs erfolgreich auszutauschen. Ganz zu schweigen davon, dass es im Internet jede Menge hilfreiche Anleitungen und Youtube-Videos gibt, bei denen jeder Handgriff anschaulich erklärt wird. Selbst diejenigen Menschen, die im PC im Grunde genommen ein „unbekanntes Wesen“ sehen, brauchen keinerlei Berührungsängste mit dem PC zu haben. Und das sollten sie auch nicht, immerhin besitzen inzwischen 90% der Haushalte irgendeinen Personal Computer.

Aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes geht außerdem hervor, dass in mehr als 70% der deutschen Haushalte ein Laptop bzw. Notebook zu finden ist. So ein tragbarer Personal Computer ist ja auch ungemein praktisch. Schließlich bietet er im Prinzip die gleichen Möglichkeiten wie ein Desktop-PC, ist aufgrund der Tragbarkeit aber deutlich flexibel einsetzbarer. Vorbei sind die Zeiten klobiger Klopperteile, die fortschreitende Miniaturisierung von leistungsstarken Komponenten sorgt dafür, dass Laptops immer leistungsfähiger und dabei eleganter werden. Deshalb ist nicht nur arbeiten am Laptop prima möglich, auch beim Spielen müssen keine Abstriche gemacht werden. Entsprechend gut ausgerüstete Gaming-Laptops zielen sogar direkt darauf ab, selbst besonders anspruchsvolle Games zu bewältigen. Daher erfreuen sich Gaming-Laptops seit einigen Jahren auch stetig wachsender Beliebtheit.

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Gaming unterwegs ist mit leistungsstarken Konsolen schlichtweg undenkbar! Und kommt mir bitte nicht mit der Nintendo Switch, mit ihrem Tablet- und Handheld-Modus. Es ist gewiss kein schlechtes Konzept, aber die Hardware ist einfach viel zu schwach um grafisch anspruchsvolle Spiele zu unterstützen und sich mit einem tragbaren Computer vergleichen zu lassen – und es gibt immer noch extrem wenige Spiele.

Asus ROG Chimera Hands On auf der IFA 2017

Games, Games, Games

Das bringt mich zum letzten, großen Punkt: Games. Was hilft gute Performance oder ein interessantes Konzept, wenn es nix zum Spielen gibt? Eben. Und genau darum können sich PC-Spieler (oder solche, die es werden wollen) entspannt zurücklehnen. Keine Konsole hat eine so große Auswahl an Spielen, wie der PC. Und auf keiner Konsole sehen die Spiele so toll aus, wie auf einem guten PC. Ob es immer die beste und tollste Grafik in der höchsten Auflösung sein muss, das soll jeder selbst entscheiden dürfen. Konsolenspieler indes MÜSSEN sich häufig mit niedrigeren Auflösungen und geringerer Grafikqualität zufriedenstellen, ob sie wollen oder nicht. Oft gibt es für beliebte, liebgewonnene und in die Jahre gekommene Games auf dem PC auch sogenannte Mods (Modifications), welche z.B. die Grafik verbessern oder dem Spiel neue Inhalte bescheren. Ihr könnt auf einem PC also nicht nur alte Spiele längst vergangener Tage spielen, sondern diese bestenfalls auch noch mehr genießen, als je zuvor.

Das Thema Abwärtskompatibilität beherrscht der PC auch besser, als jede Konsole. Während man bei den aktuellen Konsolengenerationen schon froh sein muss, wenn man überhaupt irgendwelche Spiele von Vorgänger-Systemen spielen kann, so laufen auf aktuellen PCs oftmals auch noch sehr alte PC-Games. Schmeißt im Notfall einfach den Windows-Kompatibilitätsmodus an und startet euer Spiel oder behelft euch mit einem Emulator. Emulatoren können – für die Extra-Portion Retro-Spaß – komplette andere Systeme nachbilden (emulieren), vom alten Atari 2600 über den Amiga 500 bis hin zu so kultigen Konsolen wie Nintendo NES/SNES oder Sony PlayStation.

Wer alte Spiele auf neuen Konsolen spielen will, der kann sie schlimmstenfalls überhaupt nicht mehr spielen oder bestenfalls nochmal kaufen und neu herunterladen. Das geht dann noch extra ins Geld. Wieso „extra“ fragt ihr? Weil Games für Konsolen allgemein deutlich teurer sind, als PC-Spiele. Ich rede nicht von irgendwelchen komischen Überkreuz-Vergleichen. Wo ein neues Spiel für Playstation 4 oder Xbox gerne mal ca. 60 – 70 Euro kostet, kostet das gleiche PC-Game ca. 40 – 50 Euro. Ist die Konsolenvariante günstiger, dann kostet das PC-Spiel noch weniger. Ausnahmen gibt es da so gut wie gar nicht. Zumal PC-Spiele zum Download in sogenannten Key-Stores sogar regelmäßig noch günstiger zu haben sind.

Last but not least gewinnt auch die virtuelle Realität in Zockerkreisen mehr und mehr Bedeutung. Auf dem PC stehen mit Oculus Rift und HTC Vive bereits seit längerem ziemlich ausgereifte VR-Systeme zur Verfügung. Und unter dem Label „Windows Mixed Reality“ stehen gleich fünf weitere VR-Headsets von Acer, HP, Dell, Lenovo und Samsung in den Startlöchern – wobei seitens Samsung noch nicht bestätigt wurde, dass deren in den USA bereits erhältliches Windows Mixed Reality-Headset auch offiziell nach Europa kommt. Im Konsolen-Lager herrscht nahezu gäääähnende Leere. Einzig die PSVR genannte VR-Brille aus dem Hause Sony bringt die virtuelle Realität auf die Playstation 4. Doch diese Lösung hat gegenüber der Konkurrenz für PC deutlich das Nachsehen, denn gerade im Bereich der rechenintensiven 3D-Spiele macht sich die stärkere Hardware der PCs bemerkbar. Das gilt natürlich auch dann noch, wenn Microsoft sich entschließen sollte, seine Windows Mixed Reality Headsets kompatibel zur Xbox One X zu machen. Je später, desto mehr…

FAZIT: Technischer K.O. Sieg für den PC

Egal welchen Bereich ich mir anschaue, der PC steckt die Konsolen in die Tasche: Stärkere Performance, bessere Upgrade-Möglichkeiten, und deutlich mehr Einsatzmöglichkeiten als eine Konsole sind schon echte Killer-Argumente. Außerdem gibt es nicht nur eine deutlich größere Auswahl vorgefertigter Systeme für bestimmte Anwendungsbereiche, sondern es sind auch individuell abgestimmte Rechner mit Wunschkonfiguration möglich. Vom einfachen Office-PC bis zum Highend-Gaming-Rechner gibt es schier endlos viele Möglichkeiten, den perfekten PC zu finden oder zusammenzustellen.

Und obwohl Gaming im Prinzip die Domäne der Konsolen ist, weist der PC seine Konkurrenz auch hier eindrucksvoll in die Schranken. Es gibt viel mehr Spiele, man kann grafisch mehr herausholen und der PC ist auch noch abwärtskompatibler als jede Konsole. Wer dann auch noch mit dem Gedanken spielt, in die Welt der virtuellen Realität einzutauchen, der ist beim PC sowieso besser aufgehoben!

Vorteile/Nachteile PC

PRO
CONTRA

Potentere Hardware (auch VR + 3D)
Man kann viel Geld in einen Highend-PC investieren…

Umfangreichere Auswahl an verfügbaren, vorkonfigurierten Systemen

Individuelle System-Konfigurationen möglich

Zahlreiche, einfache Upgrade-Optionen

Vielfältigere Einsatz-Möglichkeiten

Größere Spieleauswahl, sehr viele Exklusivtitel

Günstigere Games, insbesondere durch Key-Shops

Vollwertige Spiele auch unterwegs (Gaming-Laptop)

Vorteile/Nachteile Konsolen

PRO
CONTRA

Relativ günstiger Anschaffungspreis
Schwächere Hardware

Vorgegebene System-Konfiguration

Keine/kaum Upgrade-Optionen, technisch schnell überholt

eingeschränktere Einsatzmöglichkeiten

Geringere Spieleauswahl, weniger Exklusivtitel

Teurere Spiele

Unterwegs spielen nicht möglich, oder nur eingeschränkt (Switch)

Tags

Sascha

Tech-Guy

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