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Dieser Roboterarm füttert euch beim Zocken

Viele Zocker kennen das Problem: Während man am PC oder der Konsole sitzt, hat man keine Hand zum Snacken mehr frei. Gab es in meiner Jugend hier noch keine Aussicht auf einen Ausweg aus der Misere, haben Forscher aus Australien und Indien sich der Problematik jetzt engagiert und heroisch angenommen. Das Ergebnis? Der Arm-A-Dine.

Der Arm-A-Dine könnte demnach die perfekte Lösung für hungrige Gamer sein. Man muss nicht mehr auf das Abendbrot verzichten und auch nicht die hochglanzpolierte und blinkende Peripherie mit Fettfingern und Krümeln einsauen. Natürlich könnte er aber auch ein gefährlicher Ersatz für viele Mütter werden, die ihre Liebsten bisher noch Stück für Stück am PC gefüttert haben.

Essens als amüsantes soziales Event

Beim Arm-A-Dine handelt es sich um einen am Körper befestigten Roboterarm, der gekonnt Nahrungsmittel erkennt und diese gezielt in euren oder den Mund eurer Liebsten manövriert. (Ein ähnlicher Versuch ging 2017 bereits schief.) Natürlich ist der Gaming-Bezug nicht die eigentliche Intention der Erfinder gewesen. Da er in meinen Gedanken natürlich trotzdem total viel Sinn ergibt, will ich ihn euch nicht vorenthalten. Tatsächlich geht es nämlich um das gefährliche Füttern spuckfreudiger Kleinkinder, das zukünftig der abwaschbare Roboterarm übernehmen soll. Das ist natürlich ebenfalls Quatsch.

Anstatt die romantische Geste des gemeinsamen Pralinenvernaschens durch ein liebloses mechanisches Vollstopfen zu ersetzen, wollen die Mitarbeiter der RMIT University in Australien und des indischen Institute of Information Technology Design tatsächlich den Fokus weg von der Zubereitung auf das Essen selbst legen. Arm-A-Dine soll die Nahrungsaufnahme also wieder zum sozialen Event machen und anprangern, dass jeder nur noch emotionslos vor dem Smartphone oder PC Essen in sich hineinschaufelt.

Wer den Arm-A-Dine anlächelt, bekommt den Zuschlag

Arm-A-Dine kann aber nicht nur Essen kapern, sondern auch euer Smartphone. Das benötigt er nämlich, um zu entscheiden, an wen er das Stück Kuchen weitergibt. Dafür benötigt er eine mit ihm verbundene Smartphone-App, die den Gesichtsausdruck der Teilnehmer des Festschmauses analysiert. Lächelnde Gesichter bekommen das Essen, abgeneigte nicht. Bei unentschlossenen bleibt auch der Roboterarm unentschlossen. Natürlich bewegt sich das Ganze nicht auf einer kommerziellen Ebene. Beim Arm selbst verhält es sich zudem wie bei jenen, die ihn zu häufig einsetzen: Die Bewegungsfreiheit ist stark beschränkt.

So stoppt der Arm aus Sicherheitsgründen auch zehn Zentimeter vor dem Mund. Das ist aber kein Beinbruch, denn wie im Video zu sehen ist, macht der Arm-A-Dine essen tatsächlich wieder zu einem amüsanten und kommunikativen Ereignis. Ein bisschen an Alien erinnert mich die Konstruktion schon, aber ich finde die Idee hinter dem Projekt sehr vorbildlich. Ich erwische mich selbst oft dabei, die Mittagspause vor dem Bildschirm zu verbringen. Was könnte es also bessere gegen Technik geben, die uns vom kommunikativen Essen weggebracht hat? Richtig: andere Technik.

via The Verge
Bilder: Youtube

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Alexander

Metalhead, Audiophil, meist mit Kopfhörern anzutreffen. Seit Kindertagen am PC unterwegs und seitdem nicht davon weggekommen. Schreibt dinge über PCs, Smartphones und Notebooks ins Internet.

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