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Der Patentstreit zwischen Disney und InterDigital sorgt in Deutschland für die nächste konkrete Einschränkung bei Disney+. Nach Problemen mit HDR und zeitweise auch 4K trifft es nun die Cast-Funktion: Inhalte lassen sich aktuell nicht mehr wie gewohnt vom Smartphone oder Rechner auf einen Chromecast übertragen. Hintergrund ist erneut ein Patentverfahren. Diesmal geht es um das europäische Patent EP 2 080 349, das ursprünglich von Sony Ericsson angemeldet wurde und Technologien zur geräteübergreifenden Wiedergabe beziehungsweise Synchronisation von Medien beschreibt. Die Rechte liegen inzwischen bei InterDigital. Die Düsseldorfer Lokalkammer des Einheitlichen Patentgerichts (UPC) sieht das Patent als gültig und von Disney verletzt. Die Verfügung betrifft Deutschland und die Niederlande. Disney kann gegen die Entscheidung Berufung einlegen.
Chromecast meldet angebliche Ländersperre
Für Nutzer sieht das Ganze zunächst wie ein technischer Fehler aus. Beim Versuch, Disney+ auf einen Chromecast zu übertragen, erscheint teilweise die Meldung, dass Streaming über Chromecast im Herkunftsland nicht verfügbar sei. Das eigentliche Disney+-Konto oder die Internetverbindung sind dabei allerdings nicht das Problem. Berichte von Nutzern aus Deutschland und den Niederlanden bestätigen, dass die Cast-Funktion seit Anfang September nicht mehr wie gewohnt funktioniert.
Wer Disney+ direkt über eine native App auf dem Smart-TV, Fire TV oder einem anderen Streaminggerät startet, kann den Dienst weiterhin verwenden. Betroffen ist vor allem die Übergabe beziehungsweise Steuerung eines Streams von einem anderen Gerät.
Für Disney wird der Patentstreit damit zunehmend unangenehm. InterDigital hat bereits mehrere Unterlassungsverfügungen gegen den Konzern erwirkt. Frühere Verfahren betrafen unter anderem HDR und den HEVC-Codec. Disney wich beim 4K-Streaming teilweise auf VP9 aus – doch auch dagegen geht InterDigital inzwischen rechtlich vor.
Das Katz-und-Maus-Spiel rund um Disney+ wird damit langsam ziemlich absurd. Kunden zahlen schließlich nicht dafür, bei jedem Filmabend zu rätseln, welche Funktion diese Woche noch funktioniert.
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