
| 0 | 0 |
DJI legt bei seiner 360-Grad-Kamera nach. Die neue Osmo 360 II nimmt Rundum-Videos jetzt nativ mit 8K und bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf, soll bei wenig Licht deutlich besser arbeiten und bekommt erstmals vom Nutzer austauschbare Linsen. In Deutschland startet die Kamera am 15. September 2026 ab 589 Euro.
DJI spricht von einer 1-Zoll-360°-Bildgebung. Technisch arbeiten zwei quadratische CMOS-Sensoren, deren genutzte Bildfläche laut Hersteller jeweils der eines klassischen 1-Zoll-Sensors im 4:3-Format entspricht. Gegenüber der ersten Osmo 360 steigt der maximale Dynamikumfang von 13,5 auf 14,5 Blendenstufen. Dazu kommt AI SuperNight 2.0, das Bildrauschen bei Nachtaufnahmen reduzieren soll.
8K/60 fps und 120-Megapixel-Fotos
Normale 360°-Videos sind mit bis zu 7.680 × 3.840 Pixeln bei 60 fps möglich. Panoramafotos erreichen weiterhin 120 Megapixel. Sämtliche Videoformate unterstützen nun 10 Bit Farbtiefe und D-Log M. Für Zeitraffer nennt DJI sogar bis zu 16K, während über die KI-Zwischenbildberechnung in DJI Studio Zeitlupen mit bis zu 64-facher Verlangsamung möglich sein sollen. Bei letzterem handelt es sich allerdings nicht um natives 8K/480-fps-Material, sondern um nachträglich interpolierte Frames.
Neu ist außerdem Spotlight Follow. Damit kann die Kamera ein Motiv automatisch verfolgen und bei der Ausgabe in der Bildmitte halten. Über NFC soll sich die Osmo 360 II schneller mit der DJI Mimo App verbinden lassen.
Endlich lassen sich beschädigte Linsen austauschen
Gerade bei 360-Grad-Kameras sind die stark hervorstehenden Linsen eine ziemlich exponierte Angelegenheit. Beim Vorgänger mussten beschädigte Objektive über DJI repariert werden. Bei der Osmo 360 II können die Linsen dagegen selbst ausgetauscht werden. Zusätzlich versieht DJI sie mit einer härteren Beschichtung gegen Kratzer und Verschleiß.
Die Kamera wiegt 183 Gramm und besitzt 128 GB internen Speicher, von denen rund 105 GB nutzbar sind. Sie ist ohne zusätzliches Gehäuse bis zehn Meter wasserdicht; mit dem optionalen Invisible Waterproof Case sollen bis zu 50 Meter möglich sein.
Eine Akkuladung reicht laut DJI unter Laborbedingungen für bis zu 100 Minuten 8K/30-fps-Aufnahme. Neu ist der Extreme Battery Plus mit 2.150 mAh – genau der größere Akku, der bereits vor einigen Wochen in einem geleakten Unboxing aufgetaucht war.
DJI Osmo 360 II im Überblick
| Merkmal | DJI Osmo 360 II |
|---|---|
| 360°-Video | bis 8K/60 fps |
| Dynamikumfang | bis 14,5 Blendenstufen |
| Panoramafotos | bis 120 MP |
| Nachtmodus | AI SuperNight 2.0 |
| Farbprofile | 10 Bit, D-Log M |
| Speicher | 128 GB, davon 105 GB nutzbar |
| Linsen | austauschbar |
| Wasserdicht | bis 10 m |
| Gewicht | 183 g |
| Akkulaufzeit | bis 100 Min. bei 8K/30 fps |
| Akku | Extreme Battery Plus, 2.150 mAh |
Ab 589 Euro in Deutschland
Die DJI Osmo 360 II ist ab dem 15. September in Deutschland erhältlich. Das Standard Combo kostet 589 Euro, für das Adventure Combo werden 739 Euro fällig. Ein Linsen-Austausch-Set kostet 39 Euro, der Akkuverlängerungsstab 99 Euro.
Damit bessert DJI ziemlich genau an den Punkten nach, die beim ersten Modell noch Luft nach oben ließen: 60 fps bei voller 8K-Auflösung, mehr Dynamikumfang und vor allem selbst austauschbare Linsen. Letzteres dürfte für eine Kamera, deren Glaskuppeln praktisch permanent darauf warten, irgendwo entlangzuschrammen, fast wichtiger sein als noch ein bisschen mehr Auflösung.
