
| 0 | 0 |
DJI bringt seine zweite Saugroboter-Generation jetzt offiziell auf den internationalen Markt. Die DJI ROMO 2 Serie besteht zunächst aus dem ROMO P2 und ROMO A2 und startet im September auch in Deutschland. Neben 36.000 Pa Saugleistung verspricht DJI eine deutlich verbesserte Hinderniserkennung, einen weit ausschwenkenden Reinigungsarm und eine weitgehend selbstreinigende Basisstation.
Ganz neu sind die Geräte für uns nicht. Bereits im Mai hatte DJI die ROMO-2-Serie zunächst in China vorgestellt. Damals fehlte allerdings noch die Bestätigung für Europa. Genau die gibt es jetzt – inklusive Europreisen und einer durchaus kräftigen Rabattaktion zum Verkaufsstart.
ROMO 2 erkennt sogar sehr dünne Kabel
Viel Technik übernimmt DJI aus Bereichen, in denen das Unternehmen ohnehin reichlich Erfahrung gesammelt hat. Für die Navigation und Hinderniserkennung setzt der ROMO 2 auf ein neu entwickeltes Sensorsystem, das laut Hersteller Objekte auf Bodenhöhe millimetergenau erfassen kann. Selbst Kabel und Gegenstände mit einer Dicke von lediglich 2 Millimetern sollen erkannt werden. DJI verspricht außerdem, dass der Roboter auch mit unbekannten Hindernissen umgehen und aus vergangenen Reinigungseinsätzen lernen kann. Besonders interessant ist die Erkennung transparenter Objekte wie Glas. Gerade bodentiefe Glastüren und spiegelnde Flächen sind für optische Navigationssysteme schließlich gerne mal das robotische Äquivalent einer unsichtbaren Wand.
Eine Beleuchtung an der Unterseite hilft dem System zudem dabei, Schmutz und Hindernisse bei schlechten Lichtverhältnissen zu erkennen.
KI entscheidet, wie der Dreck beseitigt wird
Die Sensoren dienen nicht nur der Navigation. Der ROMO 2 soll unterschiedliche Verschmutzungen erkennen und anschließend selbst entscheiden, wie er damit umgeht. Auf Teppichen wird beispielsweise automatisch die Saugleistung erhöht. Erkennt der Roboter verschüttete Flüssigkeiten, soll er gezielt seinen Wischarm einsetzen und verhindern, dass die Brühe erst einmal dekorativ über den kompletten Küchenboden verteilt wird.
Die Wischpads können abhängig von der Situation angehoben werden. Außerdem kann der Roboter zunächst frei zugängliche Bereiche abarbeiten und bestimmte Stellen später erneut reinigen.
36.000 Pa und ein Arm mit 123 Grad Bewegungsfreiheit
Bei der Saugleistung legt DJI gegenüber der ersten ROMO-Generation ebenfalls ordentlich nach. Der ROMO 2 erreicht laut Hersteller bis zu 36.000 Pa. Auf Teppichen wird zusätzlich eine Druckplatte abgesenkt, um den Bereich unter dem Roboter möglichst dicht abzuschließen und mehr der verfügbaren Saugleistung tatsächlich auf den Teppich zu bringen.
Spannender ist allerdings der neue Reinigungsarm. Er kann sich um 123 Grad bewegen und reicht laut DJI 7,8 Zentimeter weiter als bei der vorherigen Generation. Unter freistehenden Möbeln sollen dadurch Bereiche bis zu 4,5 Zentimeter tiefer erreicht werden. Ein integrierter LiDAR-Sensor hilft dabei, den Arm möglichst dicht an Wänden, Möbeln und Tischbeinen entlangzuführen.
Zwei Seitenbürsten kümmern sich zusätzlich um losen Schmutz und sollen durch ihre Konstruktion verhindern, dass sich lange Haare darin verfangen.
Bis zu 8,5 Zentimeter hohe Doppelschwellen
DJI hat dem ROMO 2 außerdem ein anhebbares Fahrwerk spendiert. Einzelne Schwellen mit einer Höhe von bis zu 4 Zentimetern sollen überwunden werden können. Bei zweistufigen Hindernissen nennt DJI sogar bis zu 8,5 Zentimeter. Der Roboter erkennt die Schwelle und hebt sein Gehäuse kontrolliert an.
Gerade bei modernen Topmodellen wird die Fähigkeit, höhere Türschwellen zu überwinden, zunehmend zum neuen Wettrüsten. 30.000 oder 40.000 Pascal auf ein Datenblatt zu klatschen ist schließlich irgendwann nicht mehr genug – inzwischen müssen die kleinen Dinger offenbar auch klettern können.
Basisstation soll bis zu 365 Tage Ruhe geben
Auch die Basisstation wurde überarbeitet. Ihr Waschbereich besitzt eine nanokristalline Oberfläche, an der sich Verschmutzungen schlechter festsetzen sollen.
Vier Hochdruckdüsen reinigen den Bereich, während eine 16 Millimeter große Öffnung das Schmutzwasser absaugt. DJI spricht unter seinen Testbedingungen von bis zu 365 Tagen wartungsfreiem Betrieb. Komplett ein Jahr vergessen sollte man seinen Saugroboter deshalb vermutlich trotzdem nicht. Staubbeutel, Tanks und andere Verbrauchsmaterialien lösen sich schließlich auch bei reichlich KI noch nicht in Luft auf.
Gleichzeitig soll die Station leiser geworden sein. DJI gibt eine Verringerung der Schallenergie um bis zu 85 Prozent gegenüber der vorherigen Generation an. Beim leisen Wischen werden 38 dBA genannt.
Lokaler Datenmodus kommt Ende 2026
Da im ROMO 2 Kameras und Mikrofone stecken, dürfte der Datenschutz für einige Käufer nicht ganz unwichtig sein. DJI kündigt deshalb einen lokalen Datenmodus an. Wird dieser aktiviert, trennt die DJI Home App ihre Internetverbindung. Fotos und Videos sollen dann nicht mit externen Servern synchronisiert werden. Kamera und Mikrofon lassen sich zusätzlich über die App deaktivieren.
Einen Haken gibt es allerdings noch: Der lokale Datenmodus steht zum Verkaufsstart nicht zur Verfügung. DJI plant die Funktion derzeit für Ende 2026.
DJI ROMO 2: Preise in Deutschland
DJI bringt die neue Serie im September in mehreren Varianten auf den Markt.
| Modell | Regulärer Preis | Early-Bird-Preis |
|---|---|---|
| DJI ROMO Clean More Combo | 1.349 Euro | 1.099 Euro |
| DJI ROMO P2 | 1.299 Euro | 1.059 Euro |
| DJI ROMO A2 | 1.199 Euro | 1.049 Euro |
Die reduzierten Preise gelten laut DJI in Deutschland vom 9. bis 30. September 2026. Angeboten werden die Modelle im DJI Store sowie bei teilnehmenden Handelspartnern. Auch Amazon gehört laut Hersteller zu den Vertriebskanälen der Launch-Aktion. Der ROMO 2 unterstützt zudem 55-Watt-Schnellladen und soll einen vollständigen Ladevorgang in rund 2,5 Stunden schaffen. Während der Reinigung wird der Akku außerdem nachgeladen, sobald der Roboter zum Waschen seiner Mopps an die Station zurückkehrt.
Aus China wird jetzt ein echter Deutschlandstart
Die neue Ankündigung ist damit vor allem aus deutscher Sicht relevant. Im Mai war der ROMO 2 zunächst lediglich in China gestartet. Jetzt steht fest: DJI bringt seine zweite Saugroboter-Generation tatsächlich international in den Handel.
Mit maximal 36.000 Pa, dem weit ausschwenkenden Wischarm und der aufwendigen Hinderniserkennung greift DJI dabei direkt die aktuellen Topmodelle von Roborock, Dreame, Ecovacs und Co. an.
Billig wird der Spaß trotzdem nicht. Selbst mit Launch-Rabatt beginnt die neue Generation bei 1.049 Euro.
Andererseits war auch nicht wirklich damit zu rechnen, dass ausgerechnet DJI plötzlich den 299-Euro-Krümelvernichter für unter den Küchentisch baut.


