Dreierpack auf einer Scheibe – Scary Movie 1-3 ab jetzt im Heimkino erhältlich
Von versauter Scream-Parodie bis amüsantem David Zucker-Spätwerk
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Drei Filme, die Anfang der 2000er den Ton für das moderne Parodie-Kino gesetzt haben – ohne jede Zurückhaltung. Die „Scary Movie“-Reihe funktioniert heute noch erstaunlich direkt, gerade weil sie sich nie für Subtilität interessiert hat. Diese Blu-ray-Box bündelt die ersten drei Teile in einer technisch sauberen HD-Auswertung und bringt das Chaos kompakt zurück ins Wohnzimmer – unsere Vorstellung zum Heimkino-Release.
Der Erstling bleibt der präziseste Eintrag innerhalb der Serie. Er nimmt sich übertriebene Slasher-Klischees wie „Scream“ oder „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ vor und zerlegt sie in schnellen, oft absurden Gags. Vieles ist bewusst billig gedacht – genau das macht den Rhythmus aus. Ein Witz landet, der nächste kommt sofort hinterher, egal ob er funktioniert oder nicht. Anna Faris als Cindy trägt das Ganze mit einer Mischung aus Naivität und völliger Schmerzfreiheit gegenüber jeder Form von Peinlichkeit nachhaltig gut.
Teil zwei dreht stärker ins Groteske. Spukhaus-Setting, Exorzismus-Parodien, mehr Humor unter der Gürtellinie, der deutlich weiter geht als im Vorgänger. Hier merkt man aber auch, wie schnell sich das humoristische Konzept abnutzt. Einzelne Szenen bleiben hängen – andere wirken wie lose Sketche, die eher nebeneinanderstehen als zusammen. Trotzdem: Wenn der Film trifft, dann hart und ohne Vorwarnung.
Der dritte Teil ist deutlich anders getaktet. Mit Kult-Autor David Zucker („Die Nackte Kanone“-Reihe) im Regiestuhl verschiebt sich der Fokus Richtung klassischer Spoof-Komödie. Die Parodien auf „The Ring“, „Signs“ und ähnliche Horror- und Mysterystoffe sind hier die Zielscheiben – Gags sauberer gesetzt. Weniger dreckig, dafür punktgenauer und dank Charlie Sheen noch prominenter besetzt. Gerade im direkten Vergleich wirkt Teil drei fast wie eine eigene Interpretation der Reihe.
Technisch liefert die Blu-ray-Box genau das, was man erwarten darf. Das Bild liegt in 1080p vor und zeigt die Filme sichtbar klarer als frühere DVD-Veröffentlichungen, ohne die typische Körnung komplett zu glätten. Farben sind stabil, Kontraste ordentlich, auch wenn man merkt, dass das Ausgangsmaterial aus einer analogen Zeit stammt. Beim Ton gibt es DTS-HD-Varianten sowie Stereo-Spuren, insgesamt solide, aber nicht spektakulär. Dialoge bleiben jederzeit verständlich, was bei der hohen Gagdichte entscheidend ist.
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Die Box selbst umfasst drei Discs mit einer Gesamtspielzeit von rund 257 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Sprachlich sind als Tonspuren Deutsch, Englisch und Französisch enthalten – dazu passende Untertitel.
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