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Garmin schickt seine Outdoor-Smartwatch in die nächste Runde. Mit der fēnix 9, fēnix 9 Pro und fēnix 9 Pro Solar gibt es diesmal direkt zum Start drei Varianten. Neben deutlich helleren Displays, mehr Speicher und schnellerer Kartendarstellung bekommt vor allem die Pro-Version ein ordentliches Upgrade: Auf Wunsch bleibt sie dank LTE und Satellitenfunk auch ohne Smartphone erreichbar.
Alle drei Modellreihen gibt es in 43, 47 und 51 Millimetern. Die normale fēnix 9 setzt ausschließlich auf ein AMOLED-Touchdisplay, das laut Garmin doppelt so hell wie bei der fēnix 8 sein soll. Dazu kommen Saphirglas, wasserdichte Metalltasten, eine LED-Taschenlampe sowie jetzt 64 GB interner Speicher.
fēnix 9 Pro mit bis zu 3.000 Nits
Deutlicher wird der Unterschied bei der fēnix 9 Pro. Hier erreicht das AMOLED-Display laut Garmin eine Spitzenhelligkeit von bis zu 3.000 Nits. Bei der 51-mm-Version wächst das Display außerdem auf bis zu 1,5 Zoll. Wer weiterhin lieber möglichst lange ohne Steckdose auskommen möchte, bekommt die Pro auch wieder mit MIP-Display und Solar-Ladelinse. Diese Variante steht allerdings nur bei den Gehäusegrößen 47 und 51 Millimeter zur Wahl.
Das Gehäuse der Pro-Modelle besteht komplett aus Titan. Auch die integrierte Taschenlampe bekommt ein kleines Upgrade und kann neben weißem und rotem jetzt zusätzlich grünes Licht erzeugen.
| Merkmal | fēnix 9 | fēnix 9 Pro | fēnix 9 Pro Solar |
|---|---|---|---|
| Größen | 43 / 47 / 51 mm | 43 / 47 / 51 mm | 43 / 47 / 51 mm |
| Display | AMOLED | AMOLED / MIP Solar* | AMOLED / MIP Solar* |
| AMOLED-Helligkeit | doppelt so hell wie fēnix 8 | bis 3.000 Nits | bis 3.000 Nits |
| Speicher | 64 GB | 64 GB | 64 GB |
| Gehäuse | Polymer, Metall/Titan | Titan | Titan |
| LED-Taschenlampe | Weiß / Rot | Weiß / Rot / Grün | Weiß / Rot / Grün |
| LTE | – | – | ja |
| Satellitenkommunikation | – | – | ja |
| Akkulaufzeit 51 mm | bis 29 Tage | bis 31 Tage / Solar bis 57 Tage | bis 31 Tage / Solar bis 57 Tage |
Satellitenfunk direkt am Handgelenk
Am interessantesten wird es bei der fēnix 9 Pro mit inReach. Diese Modelle beherrschen LTE und Satellitenkommunikation und können damit bestimmte Funktionen auch ohne gekoppeltes Smartphone bereitstellen.
Über LTE sind unter anderem Anrufe, Nachrichten und LiveTrack möglich. Über Satellit können Textnachrichten verschickt, Wetterinformationen abgerufen und die neue Garmin-Locate-Funktion verwendet werden. Bei einem Notfall lässt sich außerdem ein interaktiver SOS-Ruf an die rund um die Uhr besetzte Garmin-Response-Zentrale senden.
Ganz ohne Kleingedrucktes kommt das Ganze allerdings nicht aus. Für die inReach-Funktionen werden die Garmin-Messenger-App und grundsätzlich ein entsprechendes Abonnement benötigt. Garmin bietet zunächst eine 30-tägige Testphase an. Verfügbarkeit und Funktionsumfang von LTE und Satellit hängen außerdem vom jeweiligen Land ab.
Schnellere Karten und Garmin Epic
Auch unter der Haube hat Garmin gearbeitet. Mehr Arbeitsspeicher und eine schnellere Karten-Engine sollen die Navigation flüssiger machen. Laut Hersteller lassen sich Kartenausschnitte dadurch bis zu 30 Prozent schneller verschieben. Neu ist außerdem eine perspektivische Kartendarstellung des vorausliegenden Geländes.
Mit Garmin Epic lassen sich mehrere Aktivitäten über Tage, Wochen oder sogar Monate zu einer zusammenhängenden Tour beziehungsweise Story verbinden. Hinzu kommen eine überarbeitete Stamina- und Ausdaueranalyse sowie zusätzliche Werte für Indoor-Rudern und Rucking.
Bei der Akkulaufzeit nennt Garmin für die 51-mm-Version der normalen fēnix 9 bis zu 29 Tage im Smartwatch-Modus. Die fēnix 9 Pro kommt mit AMOLED auf bis zu 31 Tage. Mit Solar sollen unter idealen Bedingungen sogar bis zu 57 Tage möglich sein.
Preislich bleibt die fēnix erwartungsgemäß weit oben im Regal. Die Garmin fēnix 9 startet bei rund 1.000 Euro, für die fēnix 9 Pro werden mindestens rund 1.100 Euro fällig. Je nach Größe, Material, Display und inReach-Ausstattung geht es entsprechend weiter nach oben.
Die spannendste Neuerung ist damit weniger das nächste Fitness-Feature als die stärkere Trennung der Modelle. Wer einfach eine extrem umfangreiche Sport- und Outdoor-Uhr möchte, bekommt die normale fēnix 9. Bei der Pro bezahlt man dagegen inzwischen ziemlich eindeutig für Titan, das hellere Display und auf Wunsch die Fähigkeit, sich auch mitten im Funkloch bemerkbar zu machen.
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