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Google streicht Assistant für Kinder auf Android

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Google räumt beim Assistant weiter auf – und diesmal betrifft es gezielt Kinderkonten mit Elternaufsicht. Ab dem 21. September 2026 will Google den Zugriff auf Google Assistant auf Android-Smartphones und -Tablets von Kindern schrittweise abschalten. Auch gekoppelte Geräte wie Wear-OS-Uhren oder kompatible Kopfhörer sind davon betroffen. Eltern mit entsprechend verwalteten Google-Konten werden derzeit direkt per E-Mail über die Änderung informiert. Die Abschaltung erfolgt nicht auf einen Schlag: Laut Google kann es mehrere Wochen dauern, bis sie bei allen betroffenen Konten angekommen ist.

Auf Smart-Home-Geräten bleibt Google Assistant dagegen vorerst erhalten.

Damit wird die ohnehin laufende Wachablösung durch Gemini nun auch bei Kinderkonten deutlich sichtbarer.

„Hey Google“ verschwindet vom Kinder-Smartphone

Schon im Zuge der Umstellung lässt sich Google Assistant auf betroffenen Android-Geräten nicht mehr wie bisher über „Hey Google“ oder durch längeres Drücken der Ein/Aus-Taste starten. Das betrifft nicht nur Smartphones und Tablets. Ist beispielsweise eine Wear-OS-Smartwatch oder ein kompatibler Kopfhörer mit dem Smartphone des Kindes verbunden, steht Google Assistant auch dort nicht mehr als mobiler Assistent zur Verfügung. Google verabschiedet damit gleichzeitig Voice Match auf diesen Mobilgeräten. Einstellungen zum erneuten Trainieren oder Entfernen des Sprachmodells verschwinden dort ebenfalls.

Auf gemeinsam verwendeten Lautsprechern und Smart Displays bleibt Voice Match erhalten und kann weiterhin über Google Home verwaltet werden. Google bestätigt in seinen Support-Dokumenten, dass Kinder mit beaufsichtigten Konten Assistant weiterhin auf kompatiblen gemeinsam genutzten Geräten verwenden können.

Gemini soll übernehmen – nur nicht überall

Als Ersatz sieht Google erwartungsgemäß Gemini vor. Eltern können über Family Link festlegen, ob ihr Kind Zugriff auf die Gemini-Apps erhält. Google führt diesen Zugriff schrittweise für beaufsichtigte Konten ein und versieht Gemini für Minderjährige mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen.

Für Deutschland gibt es allerdings einen ziemlich dicken Haken.

Googles aktuelle deutsche Support-Seite nennt ausdrücklich, dass Gemini-Apps für Konten mit Elternaufsicht im Europäischen Wirtschaftsraum, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich derzeit nicht verfügbar sind. Deutschland gehört zum EWR. Sollte Google daran bis zum 21. September nichts ändern, entsteht damit zumindest zeitweise eine ziemlich kuriose Situation: Assistant verschwindet vom Android-Gerät, während der vorgesehene Nachfolger Gemini mit einem beaufsichtigten Kinderkonto hierzulande noch gar nicht genutzt werden kann. Google formuliert entsprechend vorsichtig und verweist darauf, dass Gemini nur genutzt werden kann, wenn das jeweilige Gerät die Voraussetzungen erfüllt und der Dienst in der Region verfügbar ist.

Für Eltern lohnt sich deshalb ein Blick in Family Link. Dort lässt sich der Gemini-Zugriff verwalten – sofern Google ihn für das jeweilige Konto und die Region bereits freigeschaltet hat. Google weist außerdem darauf hin, dass seine Schutzfilter für minderjährige Nutzer nicht fehlerfrei sind und Eltern die Nutzung gemeinsam mit ihren Kindern begleiten sollten.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen.

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