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Google macht Android-Backups zum Speicherfresser

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Google ändert die Regeln für Gerätesicherungen unter Android. Künftig werden sämtliche Daten eines Android-Backups auf das Speicherlimit des Google-Kontos angerechnet. Bislang belegten vor allem MMS-Nachrichten und Teile der App-Daten den verfügbaren Cloudspeicher.

Die neue Regel gilt bereits für Nutzer, die erstmals eine Android-Sicherung einrichten. Bei bestehenden Konten soll die Umstellung innerhalb der kommenden Wochen erfolgen. Einen festen Stichtag für alle Nutzer nennt Google nicht.

SMS, Anruflisten und Einstellungen zählen künftig mit

Von der Änderung betroffen sind alle Daten, die über die Android-Backup-Einstellungen gesichert werden. Dazu gehören unter anderem:

  • SMS- und MMS-Nachrichten
  • Anruflisten und Anrufverlauf
  • Geräteeinstellungen
  • App-Daten und App-Einstellungen

Diese Daten teilen sich den verfügbaren Speicher künftig mit Gmail, Google Drive, Google Fotos und bereits heute angerechneten WhatsApp-Sicherungen. Ein kostenloses Google-Konto stellt standardmäßig bis zu 15 GB gemeinsamen Speicherplatz zur Verfügung.

Gerade bei älteren Konten kann es damit schnell eng werden. Wer viele Fotos, große Mail-Anhänge oder umfangreiche Nachrichtenverläufe gespeichert hat, könnte durch die Android-Sicherung näher an das Speicherlimit rutschen.

Google führt neue Backup-Schalter ein

Immerhin bekommen Nutzer künftig mehr Kontrolle darüber, was tatsächlich in der Cloud landet. Auf Geräten ab Android 9 sollen sich einzelne Datentypen und Apps von der Sicherung ausschließen lassen. Damit können Nutzer beispielsweise unwichtige App-Daten deaktivieren und den benötigten Speicher reduzieren.

Ist das Google-Konto vollständig belegt, werden neue Sicherungen nicht mehr durchgeführt. Zusätzlich können Uploads zu Google Drive und Google Fotos sowie das Senden und Empfangen von E-Mails über Gmail eingeschränkt werden.

Mehr Speicher oder weniger Backup

Google verkauft die Umstellung als einheitlichere Speicherregelung. Für Nutzer bedeutet sie aber vor allem, dass der kostenlose Speicher künftig schneller voll werden kann. Wer kein kostenpflichtiges Google-One-Abonnement abschließen möchte, sollte seine Backup-Einstellungen überprüfen und nicht benötigte Sicherungsdaten deaktivieren.

Eine zusätzliche lokale Sicherung wichtiger Fotos und Dokumente auf einer externen SSD bleibt ohnehin sinnvoll. Sie ersetzt zwar kein vollständiges Android-Gerätebackup, sorgt aber dafür, dass persönliche Dateien nicht ausschließlich bei einem Cloudanbieter liegen.

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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