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Ob Konzert, Festival, DTM oder eine andere Großveranstaltung: Wenn am Hockenheimring mehrere Zehntausend Besucher zusammenkommen, wird nicht unbedingt die Veranstaltung selbst zur Geduldsprobe – sondern An- und Abreise. Rund um die Rennstrecke gibt es zwar zahlreiche Parkflächen, nach Veranstaltungsende kann der Weg zurück auf die Autobahn aber dauern.
Diesen Artikel hatte ich ursprünglich 2015 anlässlich eines Konzerts der Böhsen Onkelz geschrieben. Der damalige Geheimtipp ist inzwischen mehr als zehn Jahre alt. Zeit also, daraus einen allgemeinen Ratgeber für Großveranstaltungen am Hockenheimring zu machen.
Parken direkt am Hockenheimring
Grundsätzlich stehen rund um den Ring zahlreiche Parkflächen zur Verfügung. Welche davon geöffnet werden, hängt allerdings von der jeweiligen Veranstaltung und der aktuellen Parksituation ab. Wer aus Norden anreist, wird laut Hockenheimring üblicherweise in Richtung P1, P2, P8 oder P9 geleitet, aus Süden kommen vor allem P1, P6 und P7 infrage.
Viele dieser Flächen sind Wiesen oder geschottert. Gerade nach Regen sollte man deshalb nicht unbedingt mit den weißen Sneakern anrücken. Für Veranstaltungsbesucher sind die frei zugänglichen Tagesparkplätze zwischen 6 und 20 Uhr in der Regel kostenlos. Das ist allerdings keine Garantie: Abhängig von der Veranstaltung können Parkgebühren verlangt werden. Bei Großveranstaltungen gibt es teilweise zusätzlich reservierbare Sonderparkplätze.
Wichtig ist außerdem die 20-Uhr-Regel. Regulär gilt das Abstellen eines Fahrzeugs zwischen 20 und 6 Uhr als kostenpflichtige Sondernutzung. Davon ausgenommen sind unter anderem Konzerte, Festivals und andere Veranstaltungen mit Abendprogramm. Entscheidend sind deshalb immer die Besucherinformationen des jeweiligen Events.
Mein alternativer Parkplatz-Tipp

Wer bei einem richtig großen Event nicht zwingend auf einem offiziellen Parkplatz stehen möchte, kann auch die Umgebung in Betracht ziehen. Mein alter Tipp von 2015 führte beispielsweise gar nicht nach Hockenheim, sondern nach Oftersheim. Wie ihr auf dem Ausschnitt aus Google Maps erkennen könnt, müsst ihr, wenn ihr auf einem der „Außenparkplätze“ parkt, komplett durch Hockenheim durch. Von dort kann man in der Nähe des Friedhofs beziehungsweise am Rand des Hardtwaldes einen legalen öffentlichen Parkplatz suchen und den restlichen Weg zu Fuß zurücklegen. Der Haken: Bis zum Hockenheimring sind es je nach Ausgangspunkt ungefähr vier Kilometer durch den Wald.
Das ist kein offizieller Parkplatz des Hockenheimrings und selbstverständlich gilt: nur dort parken, wo es tatsächlich erlaubt ist. Ein vermeintlicher Geheimtipp für die Karre ist ziemlich schnell keiner mehr, wenn am Ende ein Knöllchen oder Abschleppwagen wartet.
Der Vorteil zeigt sich vor allem nach der Veranstaltung. Statt gemeinsam mit Tausenden Autos direkt vom Ring wegzufahren, startet man außerhalb des unmittelbaren Veranstaltungsverkehrs. Ob die zusätzliche Wanderung dafür besser ist als das Warten auf dem Parkplatz, muss jeder selbst entscheiden.
Alternativ mit dem Zug nach Hockenheim
Wer komplett auf das Auto verzichten möchte, kann über den Bahnhof Hockenheim anreisen. Von Mannheim und Karlsruhe bestehen Zugverbindungen nach Hockenheim. Vom Bahnhof sind es laut Betreiber zu Fuß ungefähr 30 Minuten bis zum Hockenheimring. Je nach Veranstaltung können zusätzliche Verkehrsangebote eingerichtet werden. Gerade bei Konzerten und anderen sehr großen Veranstaltungen ist das durchaus eine Überlegung wert. Denn egal, welchen Parkplatz man erwischt: Wenn zehntausende Menschen gleichzeitig nach Hause wollen, kann auch die beste Verkehrsplanung nicht zaubern.
Deshalb gilt für jede Großveranstaltung am Hockenheimring: Vor der Anreise unbedingt die aktuellen Besucherinformationen des jeweiligen Events prüfen. Geöffnete Parkplätze, Zufahrten, Gebühren und Sonderregelungen können sich von Veranstaltung zu Veranstaltung unterscheiden.
