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Hellfest 2026 im Stream: ARTE holt das Festival wieder ins Wohnzimmer

Wer beim Hellfest 2026 nicht selbst in Clisson steht, muss sich nicht komplett ärgern. Nur ein bisschen. ARTE Concert überträgt auch in diesem Jahr wieder ausgewählte Konzerte des französischen Metal-Festivals live und stellt die Shows anschließend teilweise als Replay in der ARTE-Mediathek bereit.

Das Hellfest findet in diesem Jahr vom 18. bis 21. Juni statt. In der Mediathek beziehungsweise bei ARTE Concert soll es wieder eine Auswahl der Auftritte geben. Einzelne Konzerte laufen live, andere landen später als Mitschnitt im Angebot. ARTE spricht beim Hellfest 2026 von 40 bis 50 Konzerten, die live oder als Replay über ARTE Concert, YouTube und soziale Kanäle abrufbar sein sollen. Ganz ohne Schlamm, Dosenbier-Wärme und Menschen, die einem beim dritten Song den Ellenbogen in die Rippen rammen. Fast schon verdächtig komfortabel.

Was ist das Hellfest?

Das Hellfest Open Air gehört zu den großen europäischen Festivals für harte Musik. Es findet im französischen Clisson statt und versammelt jedes Jahr Metal, Hardcore, Punk, Rock, Black Metal, Death Metal, Metalcore und alles, was irgendwo dazwischen liegt.

Laut offizieller Festivalangabe treten bei der 19. Ausgabe insgesamt 183 Künstlerinnen und Künstler auf, darunter 85 Acts erstmals beim Hellfest. Das Line-up ist also nicht nur groß, sondern wieder dieser typische Hellfest-Brocken: alte Legenden, neue Abrissbirnen, Szene-Lieblinge und ein paar Namen, bei denen man erstmal googelt, ob das eine Band oder eine seltene Hautkrankheit ist.

Hellfest 2026 bei ARTE: Die bekannten Livestream-Termine

Nach aktuellem ARTE-Guide startet der erste Hellfest-Livestream am Donnerstag, 18. Juni, um 18:15 Uhr. Am Freitag geht es um 18:35 Uhr weiter. Der Samstag ist bei ARTE derzeit mit 17:45 Uhr gelistet. Der letzte Festivaltag startet am Sonntag, 21. Juni, um 17:00 Uhr im Livestream. Die Zeiten gelten für Deutschland, also schön nicht mit französischer Lebensfreude verwechseln und am Ende zu spät einschalten.

Datum Start Stream-Tag Geplante Acts
Donnerstag, 18. Juni 2026 18:15 Uhr Tag 1 Shelter, The Plot In You, Lagwagon, All Time Low, Skáld, Feuerschwanz
Freitag, 19. Juni 2026 18:35 Uhr Tag 2 Sepultura, Carach Angren, Rotting Christ, Malevolence, La Dispute, Sabaton
Samstag, 20. Juni 2026 17:45 Uhr Tag 3 Obscura, Cavalera, Anthrax, The Young Gods, Carcass, Septicflesh, Deicide, Behemoth
Sonntag, 21. Juni 2026 17:00 Uhr Tag 4 Black Veil Brides, Buzzcocks, Rise Against, Agnostic Front, The Hives, The Adicts

Tag 1: Von Shelter bis Feuerschwanz

Der Donnerstag wirkt wie ein ziemlich breiter Einstieg. Shelter bringt Hardcore-Wurzeln mit, The Plot In You liefert modernen Metalcore, Lagwagon sorgt für Punkrock-Kante und All Time Low für die melodischere Abrisskante. Danach wird es mit Skáld deutlich nordischer, bevor Feuerschwanz vermutlich wieder genau das macht, was Feuerschwanz eben macht: Mittelalter-Metal mit maximaler Festival-Kompatibilität.

Das ist kein vorsichtiges Warm-up.

Tag 2: Sepultura, Rotting Christ und Sabaton

Am Freitag wird es härter und größer. Sepultura steht natürlich als Name im Raum, der allein schon genug Gewicht für einen ganzen Abend mitbringt. Dazu kommen Carach Angren, Rotting Christ, Malevolence und La Dispute. Den Abschluss im bekannten ARTE-Block bildet Sabaton, also Power-Metal-Geschichtsstunde mit Panzermotor.

Das muss man mögen. Aber wer Sabaton mag, bekommt genau das, was bestellt wurde: Hymnen, Pathos, Druck und eine heissere Stimme.

Tag 3: Anthrax, Carcass, Deicide und Behemoth

Der Samstag ist dann eher weniger Kuscheldecke und mehr Betonmischer. Obscura, Cavalera, Anthrax, The Young Gods, Carcass, Septicflesh, Deicide und Behemoth stehen für einen Block, der ziemlich klar sagt: Morgen klingeln die Ohren.

Anthrax bringt Thrash-Geschichte mit, Carcass ist ohnehin eine Institution, Deicide geht gewohnt direkt ins Dunkle und Behemoth dürfte wieder diese Mischung aus Ritual, Theater und musikalischer Abrissbirne liefern.

Tag 4: Rise Against, The Hives und Punk-Schlussakkord

Der Sonntag wird mit Black Veil Brides, Buzzcocks, Rise Against, Agnostic Front, The Hives und The Adicts noch einmal angenehm ruppig. Hier liegt der Schwerpunkt weniger auf finsterem Sound und mehr auf Punk, Hardcore, Rock und Bühnenenergie.

Rise Against sind dabei der naheliegende Publikumsmagnet. The Hives bringen den gepflegten Größenwahn mit Anzug und Schweiß, Buzzcocks und The Adicts liefern Punk-Historie, Agnostic Front Hardcore-Schule. Das ist als Abschluss ziemlich rund.

Nicht alles, aber genug für ein kaputtes Wochenende

Natürlich ersetzt der ARTE-Stream kein echtes Festival. Kein Staub, kein Gedränge, keine überteuerten Getränke, keine Menschen, die um 2 Uhr morgens noch irgendwas von „Rappel!“ brüllen. Dafür gibt es gute Bildregie, brauchbaren Sound und keine 14 Stunden Rückfahrt aus Frankreich.

Und genau deshalb ist das Hellfest bei ARTE auch 2026 wieder einer dieser Fälle, bei denen man sich fragt, warum die Nachbarn das jetzt hören, obwohl sie es gar nicht wollen.

Bildquelle: Wikimedia

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Torsten Schmitt (Pixelaffe)

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen. Wenn ihr mir was für einen Kaffee oder neue Gadgets zukommen lassen wollt, könnt ihr das gerne über www.paypal.me/pixelaffe tun

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