Nach dem Milliardenerfolg von „Der Super Mario Bros. Film“ folgt nur drei Jahre später die Fortsetzung – mit Folgerichtig – galaktischen Ausmaßen in „Der Super Mario Galaxy Film“. Gilt hier die Hollywood-Devise „Schneller, höher, weiter!“ oder versucht man sich mit einer gewissen kindgerechten Komplexität an einer tiefergehenden Storyline? In unserer Filmkritik zum neuesten Abenteuer von Mario und seinen Freunden erfahrt ihr es.
Respekable Leistung von Universal und Illumination, die Macher:innen hinter den „Minions“, wie sie die ohnehin große IP von „Super Mario“ in ein temporeiches Spektakel verwandelten, bei dem selbst Nintendos eigene Spiele fast in den Schatten gestellt wurden. 2023 gelang mit „Der Super Mario Bros. Film“ ein gewisser Befreiungsschlag für den japanischen Konzern, der lange Zeit mit Verfilmung seiner mit der wichtigsten Marke haderte nachdem tief in den Neunzigern der erste Versuch mit Bob Hoskins dermaßen fehlschlug und bis heute einen „SchleFaZ“ (Schlechtester Film aller Zeiten) in der Filmhistorie markiert. Doch mit Illumination-bekannter Rasanz setzte das filmgewordene Jump’n’Run-Spiel über 1.36 Milliarden US-Dollar an den weltweiten Kinokassen um. Das Gesetz von Hollywood besagt: Weitermachen! Also geht es folgerichtig nicht in eine neue Hub-Welt – Mario greift wortwörtlich nach den Sternen – er muss nämlich nach Prinzessin Peach die geheimnisvolle Rosalina retten.
Entführer jener adeligen Dame ist kein Geringerer als der Spross von Bösewicht Bowser – nämlich Bowser Jr.! Um seinen Vater aus der Gefangenschaft von Mario zu retten, der ihn dank blauem Pilz, auf Walnuss-Größe schrumpfen ließ, entführte er sie. Mario und Luigi haben eigentlich genug mit Klempner-Tätigkeiten im Pilzkönigreich zu tun, reisen aber Peach nach, die einem Notruf selbstständig nachgeht. Anders als im Erstling versucht „Der Super Mario Galaxy Film“ durch seine verschachtelte Erzählweise mit mehreren Handlungssträngen eine gewisse Komplexität aufzubauen, jene nur plakativ und die Gesamthandlung so flach wie ein 2D-Sprite in Level 1-1 von „Super Mario Bros.“ ist. Aber bei der Flut an Ideen, Slapstick der Figuren und Fülle von sehr detailreichen Easter Eggs ist einem dieser Umstand komplett egal – spielte man aus dem Mario-Kosmos „Sunshine“, die 2D-Titel und natürlich das titelgebende „Galaxy“ erkennt man dermaßen viele Level und kurzen Gags wieder, dass einem glatt die Freudentränen unter der 3D-Brille hervorkriechen. Überhaupt müssen wir die hier die speziell die 3D-Version des Films loben – diese spielt oftmals mit sehr durchdachten Effekten mit der räumlichen Sicht und macht im IMAX, also Dolby 3D, ungeheuer großen Spaß.
Drehbuchautor Matthew Fogel ließ sich, besonders spürbar in der ersten Hälfte, von Genreklassikern wie „Blade Runner“ oder Star Wars IV inspirieren, aber beweist dank hoher Gagdichte eine eigene Geschichte z erzählen. Die Figuren sind zwar bekanntlich nicht von hoher inhaltlicher Backgroundstärke, dennoch hätte Rosalina (Brie Larson) etwas mehr Hintergrund gut getan. Ironisch ist dann doch, dass ausgerechnet Oberbösewicht Bowser hier ins Grübeln kommt wer oder was genau Feind ist. Im Rückblick muss man auch konstatieren, dass der Vorgänger aufgrund Marios Zwiespalt zwischen Unzufriedenheit in seinem Leben als Klempner und der Rettung einer neu entdeckten Welt wesentlich mehr Figurentiefe bewies.
Schlussendlich befolgt „Der Super Mario Galaxy Film“ die Fortsetzungsdevise: Schneller, turbulenter und spektakulärer. Die Welt oder gleich die ganze Galaxie öffnet sich für mehr Abentuer mit vergrößertem Cast. Mir gefiel die Umsetzung nicht schlecht, gerade weil ein frischer Charakter wirklich Potenzial für einen eigenen Solofilm hat – kleiner Hinweis: Raumschiff. Alle, die den ersten Teil mochten, werden hier ebenfalls Freude finden, wenngleich abseits der inhaltlichen Defizite.
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