Der neue Pixar-Animationsfilm „Hoppers“ verbindet einmal mehr eine familiäre Geschichte mit einer amüsant gelegten ökologischen Botschaft. So gefühlig wie beim melancholischen Klassiker „Wall-E“ wird es zwar nicht, dafür ist die Schlagzahl an humoresken Einfällen recht flott. Mehr in unserer Filmkritik zum Kinoneustart von „Hoppers“.
Menschen mähen, torpedieren oder machen gefühlt alles platt. Dies muss auch Hauptfigur Mabel Tanaka (Piper Curda) feststellen als sie ihren geliebten Sumpf am Rande der Stadt zu verlieren droht. Schuld daran ist nicht weniger als der amtierende Bürgermeister Jerry Generazzoo (Jon Hamm). Er möchte eine neue Autobahn durch das Naturgebiet bauen lassen. Dies möchte die junge Mabel keinesfalls zulassen und versucht mit Unterschriftensammlungen, viel Gegenrede und letztlich erbitterem Widerstand Jerry vom Abbringen seines Konzepts zu überzeugen. Man merkt – Pixar begegnet dem aktuellen Zeitgeist, jedoch ohne sich von ihm zu gängeln. Vielmehr ist die erste Viertelstunde mit einer amüsanten Episode aus Mabels Schulzeit verbunden, in dem wir als Zuschauer sofort ihre echte Liebe zu Tieren sehen. Sie versucht auf höchst spektakuläre Weise das Klassenhaustier zu retten, was misslingt. Trost findet sie bei ihrer Großmutter, die als Ranger im erwähnten Sumpfgebiet arbeitet.
„Hoppers“ kriegt dann bemerkenswerterweise die Kurve, wenn man als Zuschauer ebenfalls die Hoffnung aufgab. Mabel entdeckt nämlich an ihrer Universität eine Gruppe von Wissenschaftler:innen welche eine Methode entwickelten, das menschliche Bewusstsein in lebensechte Roboter-Tierkörper zu übertragen. Mabel greift die Chance am Schopfe und „verwandelt“ sich in einen Biber um den Lebensraum der Tiere retten. Daraus entwickelt sich ein wirklich amüsanter Pixar-Streich für Jung und Alt. Jüngere lachen über den Slapstick-Anteil samt kindgerechter Gags während Erwachsene die zwischen den Zeilen verorteten Witze und Anspielungen bestens nachvollziehen können. Teilweise legt „Hoppers“ ein gewisse Härte vor, welche man weder von Pixar oder Disney erwarten konnte. Hier blitzt recht deutlich der verspielte Humor des renommierten Animationsstudios durch, den man in vergangenen Jahren deutlich zurückschraubte bzw. seitens des Mäusekonzerns im Hintergrund musste. Gerade die Wortgefechte von Mabel und Bürgermeister besitzen ein erstaunlich gutes Timing. Im Vergleich ist das Abenteuer eine irdische Version von „Avatar“ gemixt mit Elementen eines Spionagethrillers, in dem verschiedene Parteien andere Ziele verfolgen.
So kommt es in Mitte des Films zu einem Rat der Könige. Mabel lernte davor den selbsternannten König „King George“ kennen, der die Tiere des Waldes um sich scharrt. Das erinnert an politische Zusammenkünfte und die daraus resultierende Situation, in der ein Insektenprinz-Sohn nach der Macht greifen will und sogar sprichwörtlich über Leichen geht, geriet herrlich kantig. „Hoppers“ schlägt uns seine Umweltbotschaft nicht ständig um die Ohren, macht uns jedoch auf unnötige Umweltzerstörung aufmerksam.
Hoppers. USA 2026. Verleih: Disney. Regie: Daniel Chong. Mit Jon Hamm, Dave Franco, Bobby Moynihan. Genre: Animation. 105 Minuten. FSK: Ab 6 Jahren.
Gibt es eine Post-Credit-Szene? = Ja.
Disclaimer: Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Hoppers“ gibt es hier.
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