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LinkedIn will gegen die wachsende Menge generischer KI-Beiträge vorgehen. Nutzer können deshalb künftig Postings melden, die ihrer Meinung nach wie lieblos erzeugter KI-Slop wirken. Gemeint sind damit vor allem austauschbare Texte ohne eigene Erfahrung, konkrete Informationen oder erkennbare persönliche Haltung.
Der neue Eintrag trägt je nach Sprache sinngemäß die Bezeichnung „Scheint KI-Slop zu sein“ beziehungsweise „Seems like AI slop“. LinkedIn betont allerdings, dass nicht grundsätzlich jeder Einsatz künstlicher Intelligenz bestraft werden soll. Im Visier stehen vor allem minderwertige und massenhaft veröffentlichte Inhalte.
Hier finden die ganzen Petzen den Button
Wer einen verdächtig glattgebügelten Beitrag entdeckt, muss folgendermaßen vorgehen:
- Den gewünschten Beitrag im LinkedIn-Feed öffnen.
- Oben rechts auf die drei Punkte tippen.
- Den Eintrag „Seems like AI slop“ beziehungsweise die entsprechende deutsche Übersetzung auswählen.
- LinkedIn blendet den Beitrag anschließend aus und bedankt sich für die Meldung.
Die Funktion befindet sich derzeit offenbar noch im schrittweisen Rollout. Sie kann daher noch nicht bei allen Nutzern oder auf allen Plattformen angezeigt werden. Erste Berichte deuten darauf hin, dass der Eintrag teilweise zunächst nur in der mobilen LinkedIn-App und dort vor allem bei Beiträgen im Hauptfeed auftaucht.
Meldungen sollen den LinkedIn-Algorithmus verbessern
Die Meldungen dienen LinkedIn nach eigenen Angaben als zusätzliches Signal. Damit sollen die Systeme lernen, minderwertige und vermutlich automatisch produzierte Beiträge zuverlässiger zu erkennen. Entsprechende Inhalte könnten anschließend insbesondere außerhalb des eigenen Netzwerks seltener empfohlen werden.Parallel dazu entfernt LinkedIn seine bisherige Funktion zum automatischen „Verbessern“ kompletter Beiträge. Statt Texte umfassend umzuschreiben, soll ein neues Werkzeug künftig lediglich Korrekturen vornehmen und dabei die ursprüngliche Stimme des Verfassers erhalten.
Ganz unproblematisch ist der neue Meldeknopf allerdings nicht. Nutzer könnten ihn schließlich auch verwenden, um ungeliebte Personen, Konkurrenten oder schlicht Beiträge mit ungewohnt sauberer Sprache anzuschwärzen. Zudem bleibt unklar, wie zuverlässig LinkedIn zwischen echter Massenware und lediglich mit KI überarbeiteten Texten unterscheiden kann.
