KI

LinkedIn führt Meldebutton gegen KI-Slop ein – hier finden Petzen die Funktion

So stimmen unsere Leser ab:

LinkedIn will gegen die wachsende Menge generischer KI-Beiträge vorgehen. Nutzer können deshalb künftig Postings melden, die ihrer Meinung nach wie lieblos erzeugter KI-Slop wirken. Gemeint sind damit vor allem austauschbare Texte ohne eigene Erfahrung, konkrete Informationen oder erkennbare persönliche Haltung.

Der neue Eintrag trägt je nach Sprache sinngemäß die Bezeichnung „Scheint KI-Slop zu sein“ beziehungsweise „Seems like AI slop“. LinkedIn betont allerdings, dass nicht grundsätzlich jeder Einsatz künstlicher Intelligenz bestraft werden soll. Im Visier stehen vor allem minderwertige und massenhaft veröffentlichte Inhalte.

Hier finden die ganzen Petzen den Button

Wer einen verdächtig glattgebügelten Beitrag entdeckt, muss folgendermaßen vorgehen:

  1. Den gewünschten Beitrag im LinkedIn-Feed öffnen.
  2. Oben rechts auf die drei Punkte tippen.
  3. Den Eintrag „Seems like AI slop“ beziehungsweise die entsprechende deutsche Übersetzung auswählen.
  4. LinkedIn blendet den Beitrag anschließend aus und bedankt sich für die Meldung.

Die Funktion befindet sich derzeit offenbar noch im schrittweisen Rollout. Sie kann daher noch nicht bei allen Nutzern oder auf allen Plattformen angezeigt werden. Erste Berichte deuten darauf hin, dass der Eintrag teilweise zunächst nur in der mobilen LinkedIn-App und dort vor allem bei Beiträgen im Hauptfeed auftaucht.

Meldungen sollen den LinkedIn-Algorithmus verbessern

Die Meldungen dienen LinkedIn nach eigenen Angaben als zusätzliches Signal. Damit sollen die Systeme lernen, minderwertige und vermutlich automatisch produzierte Beiträge zuverlässiger zu erkennen. Entsprechende Inhalte könnten anschließend insbesondere außerhalb des eigenen Netzwerks seltener empfohlen werden.Parallel dazu entfernt LinkedIn seine bisherige Funktion zum automatischen „Verbessern“ kompletter Beiträge. Statt Texte umfassend umzuschreiben, soll ein neues Werkzeug künftig lediglich Korrekturen vornehmen und dabei die ursprüngliche Stimme des Verfassers erhalten.

Ganz unproblematisch ist der neue Meldeknopf allerdings nicht. Nutzer könnten ihn schließlich auch verwenden, um ungeliebte Personen, Konkurrenten oder schlicht Beiträge mit ungewohnt sauberer Sprache anzuschwärzen. Zudem bleibt unklar, wie zuverlässig LinkedIn zwischen echter Massenware und lediglich mit KI überarbeiteten Texten unterscheiden kann.

Quelle

Torsten "Pixelaffe" Schmitt

Torsten "Pixelaffe" Schmitt

CvD & Evil Genius
3D-Druck, Serien & Filme, Gaming, jede Art von Gadget
Seit 20085.858 Artikel170 Tests

Geboren 1976 im schönen Schwetzingen und nicht weggekommen. Ich habe somit den Aufstieg des Internet miterlebt und beruflich auch vorangetrieben. Hier schreibe ich über all die Technologien die mir auf meiner Reise durch das "Neuland" auffallen.

Wie fandest du den Artikel?


Folgt uns

Folgt uns auch auf unseren Techkrams-Kanälen bei Bluesky, Mastodon, X, Threads, Instagram, Facebook und LinkedIn, damit ihr keine News, Tests und Artikel verpasst. Dort gibt es regelmäßig neue Beiträge, Updates und zusätzlichen Technikkram.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Schließen

Keine Werbung?

Klar, Werbung nervt manchmal. Das verstehen wir.

Trotzdem sorgt genau diese Werbung dafür, dass Seiten wie techkrams.de überhaupt existieren können. Hosting, Technik, Zeit, Tests, Recherche und Kaffee fallen leider nicht vom Himmel. Werbung ist dabei eine der wenigen Möglichkeiten, den Betrieb kostenlos für euch am Laufen zu halten.

Es ist also völlig okay, einen Werbeblocker zu nutzen. Wenn ihr techkrams.de aber mögt und unsere Arbeit unterstützen wollt, wäre es verdammt nett, wenn ihr den Werbeblocker für unsere Seite deaktiviert.

Kostet euch nichts. Hilft uns aber sehr.