
Mit der myFirst Fone S4 startet eine neue Kinder-Smartwatch, die Telefon, Standort-Tracker und Fitnessuhr miteinander verbindet. Zur Ausstattung gehören eine integrierte 4G-eSIM, ein 1,65 Zoll großes AMOLED-Display, eine Kamera sowie verschiedene Sicherheitsfunktionen für Eltern.
Die Uhr grundsätzlich auch für den deutschen Markt vorgesehen. Die myFirst Fone S4 wird im europäischen Onlineshop des Herstellers für 199,99 Euro angeboten. Deutschland lässt sich dort als Lieferland auswählen. Aktuell werden beide Farbvarianten allerdings als ausverkauft beziehungsweise nicht verfügbar angezeigt.
Telefonieren und Videoanrufe ohne eigenes Smartphone
Die myFirst Fone S4 richtet sich laut Hersteller an Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren. Über die integrierte eSIM lassen sich Sprach- und Videoanrufe führen sowie Nachrichten, Fotos und Sprachnotizen verschicken. Gruppenanrufe sind mit bis zu acht Teilnehmern möglich.
Eltern legen über die App myFirst Circle fest, welche Kontakte das Kind erreichen dürfen. Fremde Anwendungen, soziale Netzwerke oder Messenger wie WhatsApp lassen sich nicht auf der Uhr installieren. Dadurch bleibt die Kommunikation auf das geschlossene myFirst-System beschränkt.
Während der Schulzeit kann ein Klassenmodus aktiviert werden. Dieser deaktiviert einen Großteil der Funktionen, während der SOS-Notruf weiterhin erreichbar bleibt. Komplett unsichtbar wird die Uhr im Unterricht dadurch natürlich nicht. Eltern sollten deshalb vorher prüfen, welche Regeln die jeweilige Schule für Smartwatches und Ortungsgeräte festgelegt hat.
GPS-Tracking, Sicherheitszonen und SOS-Taste
Eine der wichtigsten Funktionen ist die Standortbestimmung. Eltern können den Aufenthaltsort des Kindes über die zugehörige App verfolgen und sogenannte Sicherheitszonen rund um Schule, Zuhause oder andere Orte anlegen. Beim Betreten oder Verlassen eines solchen Bereichs soll die App eine Benachrichtigung verschicken.
Für Notfälle besitzt die Uhr eine SOS-Taste, über die zuvor festgelegte Kontakte alarmiert werden. Hinzu kommt die Funktion magiCode. Damit lassen sich individuelle Vibrationsmuster vereinbaren und an die Uhr senden. Ein bestimmtes Muster kann beispielsweise bedeuten, dass das Kind nach Hause kommen oder kurz zurückrufen soll, ohne dass dafür eine Nachricht auf dem Display gelesen werden muss.
5-Megapixel-Kamera und spielerische Bewegungsziele
Für Fotos und Videoanrufe verbaut myFirst eine 5-Megapixel-Kamera. Die Aufnahmen können innerhalb der freigegebenen Familien- und Kontaktgruppe geteilt werden. Auf dem internen Speicher sollen außerdem bis zu 1.500 Musikstücke Platz finden. Bluetooth-Kopfhörer werden ebenfalls unterstützt.
Ein Aktivitäts-Tracker zählt Schritte, berechnet zurückgelegte Strecken und erfasst die Herzfrequenz. Eltern können sich benachrichtigen lassen, wenn ein festgelegter Herzfrequenzwert überschritten wird. Aufgaben und Bewegungsziele werden spielerisch aufbereitet. Kinder können für erledigte Aufgaben virtuelle Belohnungen sammeln.
Das 1,65 Zoll große AMOLED-Display löst mit 348 × 443 Pixeln auf und unterstützt einen Always-on-Modus. Im Inneren arbeiten ein Spreadtrum-W377E-Prozessor, 1 GB Arbeitsspeicher und 8 GB Speicherplatz. Der Akku besitzt eine Kapazität von 605 mAh. Die 48 Gramm schwere Uhr ist nach IPX8 gegen Wasser geschützt, sollte laut Hersteller aber trotzdem nicht dauerhaft beim Schwimmen getragen werden.
Eigene eSIM ist nicht vorgesehen
Der Haken steckt im Mobilfunktarif. Die myFirst Fone S4 lässt sich offiziell ausschließlich mit der integrierten myFirst FreeSIM eSIM betreiben. Ein bereits vorhandener Kinder- oder Familientarif kann somit nicht einfach übernommen werden.
Der monatlich kündbare Tarif kostet 9,99 Euro pro Monat. Bei jährlicher Zahlung werden 95,88 Euro fällig, was rechnerisch 7,99 Euro pro Monat entspricht. Der erste Monat ist laut Hersteller nach der Aktivierung kostenlos. Innerhalb der EU und Großbritanniens ist Roaming enthalten. Die Uhr soll sich dabei automatisch mit verfügbaren Netzen unter anderem von Vodafone, O2, Orange und der Deutschen Telekom verbinden.
Damit kostet die myFirst Fone S4 im ersten Jahr einschließlich Jahrestarif knapp 296 Euro. Das ist eine ordentliche Ansage für eine Kinder-Smartwatch. Dafür erhalten Eltern ein geschlossenes System ohne frei installierbare Apps, kontrollierbare Kontakte und umfangreiche Ortungsfunktionen. Ob das den festen Tarifzwang rechtfertigt, dürfte davon abhängen, wie stark GPS, Anrufe und Sicherheitszonen tatsächlich genutzt werden.
- Sicherheitsfunktionen: Echtzeit-Standortverfolgung, anpassbare sichere Zonen mit Benachrichtigungen, SOS-Knopf für Notfälle und elterliche Kontrolle über Kontakte.
- Klassenmodus: Reduziert Ablenkungen während der Schulzeit, indem alle Funktionen außer dem SOS-Modus deaktiviert werden.
- Aktivitäts- und Fitness-Tracker: Motiviert Kinder durch spielerische Aufgaben und verfolgt Gesundheitsdaten wie Schritte, Kalorienverbrauch und Herzfrequenz.
- 4G LTE & eSIM-Unterstützung – Telefonieren und Videoanrufe ohne physische SIM-Karte; schnelle, zuverlässige Verbindung für Eltern und Kinder.
- Präzises GPS-Tracking mit Geofencing: Echtzeit-Standortverfolgung und Erstellung sicherer Zonen mit Benachrichtigungen
- 2-Megapixel-Kamera: Ermöglicht das Aufnehmen von Fotos und Videos für kreative Ausdrucksmöglichkeiten.
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