Hardware-Test: Nacon Revolution 5 Pro – Griffige Peripherie mit Lizenz
Austauschbare Elemente ergänzen den Gesamteindruck
Der Markt für Premium-Controller ist seit einigen Jahren so umkämpft wie nie. Sony setzt bei seiner PlayStation mit dem DualSense Edge die absolute Messlatte, während Dritthersteller versuchen, eigene Akzente zu setzen. Mit dem Revolution 5 Pro bringt der französische Publisher Nacon ein Modell, das sich in erster Linie zwar an Profispieler richtet, aber auch Hobbyzockern zugutekommt. Nach mehreren Stunden in unserem spielerischen Einsatz wird deutlich: Dieser Controller ist mehr als eine Alternative – er ist ein ernstzunehmender Konkurrent. Unsere ausführliche Review zum Nacon Revolution 5 Pro.
Geliefert wird das Steuerungsgerät in einer kompakten, festen Verpackung. Das PlayStation-typische Blau schimmert an allen Seiten. Nicht ohne Grund: Nacon besitzt von Sony die PS-Lizenz. Zudem weist Nacon alle darin befindlichen Bestandteile an der Packungsseite aus. Transaparent. Bereits beim Auspacken macht der Revolution 5 Pro richtig Eindruck. Der Controller wird in einem stabilen mit härterem Stoff überzogenen Hardcase geliefert, der ihn nicht nur vor Staub schützt, sondern auch bestens organisiert ist. Neben dem Gerät selbst findet sich ein drei Meter langes USB-C-Kabel, diverse Zusatzsticks, Gewichte, ein USB-Dongle, ein alternatives Steuerkreuz, ein Mikrofasertuch sowie eine kleine Toolbox. Alles wirkt durchdacht und vermittelt ein Gefühl von Hochwertigkeit. Die Oberfläche des Controllers ist griffig und leicht gummiert, was für sicheren Halt in verschiedenen Situationen sorgt – selbst bei schwitzigen Händen. Die Anordnung von Sticks und Tasten ist ergonomisch gelungen: Nichts liegt zu weit auseinander, nichts wirkt unzugänglich. Besonders die Makrotasten S1 und S2 an den Innenschultern fallen positiv auf.
Der Revolution 5 Pro ist vollgepackt mit unterschiedlichen Anpassungsmöglichkeiten. Spieler:innen können die Empfindlichkeit und Längen von Sticks und Triggern verändern oder Deadzones justieren. Dazu kommt eine einstellbare RGB-Beleuchtung, die den hell leuchtenden Ring um den rechten Stick in verschiedenen Farben leuchten lässt – praktisch, wenn man Profile für unterschiedliche Spiele nutzt oder den Controller mit mehreren Personen teilt.
Die mitgelieferte Software überzeugt durch Übersichtlichkeit. Ein Pluspunkt: Sie ist auch für macOS verfügbar und bietet klare Voreinstellungen für verschiedene Genres. Wer tiefer einsteigen will, kann praktisch jeden Aspekt des Controllers nach eigenen Bedürfnissen direkt anpassen.
Besonders beeindruckend ist die kabellose Leistung. Anstelle von Bluetooth setzt Nacon auf einen 2,4-GHz-Dongle per USB-Anschluss, was die Latenz spürbar reduziert. In unserem Test lag die Verzögerung nur rund fünf Prozent über der kabelgebundenen Variante – ein Wert, der selbst für kompetitives Spielen gut ausreicht. Wer möchte, kann per Schieberegler direkt am Gerät zwischen Kabel- und Funkbetrieb wechseln. Für den ersten Einsatz nutzten wir den Revolution 5 Pro übrigens gleich für intensive Stunden mit „Borderlands 4“, unsere ausführliche Review folgt in wenigen Tagen. Der Loot-Shooter eignet sich dank ballerfreudiger Gefechte bestens, wenngleich der Controller im Gegensatz zum DualSense größer ist, ließ er uns nicht müder werden. Diese Rolle übernahm die Batterie im Inneren.
Präzise Sticks
Die Akkulaufzeit bewegt sich mit rund acht bis neun Stunden im soliden Bereich. Zwar reicht das nicht an klassische Controller ohne Zusatzfeatures heran, doch angesichts der Ausstattung geht der Wert in Ordnung. Ein Highlight sind die verbauten Hall-Effekt-Sticks, die durch Magnetfeldsensoren anstelle mechanischer Kontakte arbeiten. Das sorgt für präzise Steuerung, verhindert Abnutzung und eliminiert das leidige Problem des Stickdrifts. Besonders auffällig ist der saubere Nullpunkt, bei dem die Sticks ohne jegliche Abweichung registrieren.
Die Schultertasten, Auslöser und Trigger reagieren direkt und fühlen sich angenehm an. Mit aktiviertem Trigger-Stop reduziert sich der Tastenweg (laut Nacon) um etwa 40 Prozent – perfekt für schnelle Shooter. Die PlayStation-Tasten selbst sind hier etwas größer und liegen dichter beieinander, was sie leichtgängiger wirken lässt. Die Vibrationsmotoren liefern ein differenziertes Feedback, das immersiv wirkt, ohne zu aufdringlich zu sein. Ein weiterer Pluspunkt sind die integrierten Audiofunktionen: Kopfhörer lassen sich sowohl per AUX-Aufsatz als auch via Bluetooth verbinden.
Nicht alles ist perfekt. Adaptive Trigger, wie man sie vom DualSense kennt, fehlen vollständig – hier hält Sony seine Technik exklusiv. Auch lässt sich die Konsole nicht per PlayStation-Taste einschalten, was eine kleine, aber spürbare Komforteinschränkung ist. Im Umkehrschluss: Entweder direkt an der Konsole einschalten oder erst den originalen Controller benutzen um zu wechseln. Diese Punkte mindern jedoch nicht die Gesamtleistung, sondern erinnern eher daran, dass es sich um ein Drittanbieter-Produkt handelt.
Unser Fazit zum Nacon Revolution 5 Pro
Der Revolution 5 Pro zeigt eindrucksvoll, dass es durchaus Alternativen zum hochpreisigen DualSense Edge gibt, die nicht nur günstiger sind, sondern in manchen Bereichen sogar die Nase vorn haben. Die exzellente Verarbeitung, durchdachte Extras, die Hall-Effekt-Sticks und die starke kabellose Performance machen den Controller zu einer echten Empfehlung. Zwar fehlen die adaptiven Trigger und einige Komfortfunktionen, doch dafür punktet das Gerät mit einem Preis-Leistungs-Verhältnis, hoher Individualisierbarkeit und einer angenehmen Haptik. Wer nach einem High-End-Controller sucht, der nicht nur gut aussieht, sondern auch technisch innerhalb wichtiger Parameter überzeugt – macht beim Nacon Revolution 5 Pro wenig falsch.
Release: 27. November 2023 | Entwickler: Nacon | Art: Controller (Peripherie) | Für PlayStation 5|4 und PC | USK: – | Preis: ab 149,99 Euro
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